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Corona-Infektionszahlen im Vogtland rückläufig

Die Corona-Neuinfektionen sind in den letzten Tagen im Vogtland deutlich zurückgegangen. Die Corona-Pandemie ist im Vogtlandkreis jedoch weiter präsent. Allerdings lassen sich Erfolge der umgesetzten Maßnahmen erkennen, teilt das Landratsamt in Plauen mit. Erfreulich sei, dass unter anderem die Bereitschaft der Bürgerinnen und Bürger für Schnelltests weiterhin hoch ist.

Das Impfzentrum in Eich
Das Impfzentrum in Eich bei Treuen. Foto: Spitzenstadt.de

Seit Beginn der Schnelltestaktion, welche ein wichtiges Mittel zur Bekämpfung der Pandemie darstellt, wurden insgesamt 220.956 Testungen durchgeführt. Im Gesamtzeitraum wurden 2.300 positive Fälle ermittelt. So ist die Zahl der an den Schnelltestzentren des Vogtlandkreises durchgeführten Testungen zuletzt sogar auf 4.300 Testungen pro Tag gestiegen.

Beispiel:

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ZeitraumTests gesamtTests pro TagPositivfälleAnteil Positiv
16.03.-29.03.5455936376971,3%
30.03.-12.04.5233534896441,2%
13.04.-26.04.6070043364610,8%
*Angaben für alle Altersgruppen

Waren zu Beginn rund 1,3 Prozent der Getesteten positiv, liegt die Quote aktuell bei rund 0,8 Prozent. Auch die Kontaktnachverfolgung im Corona-Team des Vogtlandkreises trägt maßgeblich zur Eindämmung des Infektionsgeschehens bei. So werden im Schnitt innerhalb von 24 Stunden rund 90 Prozent der eingegangenen Fälle abgearbeitet, innerhalb von 48 Stunden sind es sogar bis zu 96 Prozent.

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Vogtlandkreis arbeitet auf Schulöffnung hin

Auch die Impfbereitschaft der Bürgerinnen und Bürger trägt maßgeblich zur Eindämmung der Pandemie bei. Hilfreich ist, dass das Mindestalter für die Impfung auf 18 Jahre gesenkt wurde. Momentan haben im Vogtlandkreis rund 30 Prozent der Bürgerinnen und Bürger die Erstimpfung erhalten, 10 Prozent erhielten bereits die Zweitimpfung.
„Der Vogtlandkreis nahm beim Thema Impfen an einem Pilotprojekt des Landes Sachsen teil und war damit einer der ersten Landkreise, der diesen Weg so mitgegangen ist. Aufgrund dessen erhielten wir die Unterstützung des sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer und mehr Impfdosen als andere Landkreise“, erklärt Landrat Rolf Keil. „Unser langfristiges Ziel ist eine kontrollierte Immunität und das Senken der Inzidenz. Dann können wir Öffnungen, vor allem bei den Schulen (ab einer Inzidenz von 165) vornehmen. Darauf arbeiten wir hin.“

“Die Anfälligkeit für das Virus betrifft nunmehr alle Altersgruppen. Leider treten auch im Vogtlandkreis aufgrund der nachgewiesenen Mutationen zum Teil schwere Krankheitsverläufe auch bei jüngeren Menschen auf.”

Landrat Rolf Keil

Umso wichtiger ist es, dass Maßnahmen wie Hygiene, Abstandsregeln und das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung sowie alle Corona-Regeln weiterhin eingehalten werden. So hat sich laut Landratsamt gezeigt, dass innerhalb der letzten vierzehn Tage von 1502 registrierten Neuinfektionen knapp ein Drittel (461) aus Schnelltestungen (an den Schnelltestzentren des Vogtlandkreises) resultiert. Der Großteil der Neuinfektionen wurde über andere Testungen, beispielsweise beim Hausarzt, festgestellt.

Landrat Rolf Keil appelliert an die Vogtländer: „Die Anfälligkeit für das Virus betrifft nunmehr alle Altersgruppen. Leider treten auch im Vogtlandkreis aufgrund der nachgewiesenen Mutationen zum Teil schwere Krankheitsverläufe auch bei jüngeren Menschen auf. Das Vorkommen der britischen Mutation wurde zu beinahe 90 Prozent nachgewiesen. Umso wichtiger ist es, dass wir unseren Weg in dieser angespannten Ausnahmesituation gemeinsam gehen und dazu beitragen, hoffentlich bald zur Normalität zurückkehren zu können.“

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