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Sozialarbeit im Stadtzentrum: Plauen eröffnet “Villa Postplatz”

Mehr als 20 Projektpartner aus Plauen füllen die Begegnungsstelle mit Leben und Aktionen

Alkoholverbotszone, Bürgerpolizei und nun auch noch ein offener Ort für alle Generationen im Plauener Stadtzentrum. Die eröffnete „Villa Postplatz“ ist ein weiterer Ansatz für eine sichere und bessere Plauener Innenstadt. Welche Signale von ihr ausgehen sollen, haben wir uns angeschaut.

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Die Macher erhoffen sich viele positive Signale von der neuen „Villa Postplatz“. Die Planung und Umsetzung der entstandenen Kontakt- und Begegnungsstelle erfolgte in den letzten Monaten durch die Markus-Paulus-Kirchgemeinde.

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Sozialarbeiter Edilio Hernández und Projektleiterin Olga Kotov sind die Gesichter der „Villa“ und Ansprechpartner für alle Fragen und Probleme.

Villa Postplatz – ein Ort für alle Generationen

Pfarrer Andreas Vödisch und Basketballprofi Tobias Thoß in der neuen Villa Postplatz. Einmal in der Woche bietet Tobias Thoß in der Villa Basketball an. Foto: S. Höfer
Pfarrer Andreas Vödisch und Basketballprofi Tobias Thoß in der neuen Villa Postplatz. Einmal in der Woche bietet Tobias Thoß in der Villa Basketball an. Foto: S. Höfer

Ein Ort, an dem alle Generationen zusammenkommen und verschiedene Angebote zur Unterstützung und Freizeitgestaltung bekommen, ist mitten in Plauens Innenstadt entstanden. Die Villa Postplatz (ViP) befindet sich unweit ihres Namensgebers an der Melanchthonstraße. Das längliche Gebäude, das früher ein Buswartehäuschen und später Lager der Gebäude- und Anlagenverwaltung war, wurde saniert und behindertengerecht umgebaut. Auf der Fläche von rund 93 Quadratmetern sind ein Beratungsraum, ein Aufenthaltsraum sowie eine Küche und Sanitäranlagen entstanden.

»In der Anlaufstelle sind nicht nur Jugendliche willkommen. Wir bieten für alle Generationen etwas an. Das reicht von Bastelaktionen und Kreativangeboten des JUPZ! oder der Galerie e.o.plauen und Angeboten des Jobcenters bis hin zur Suchtberatung«, so Bürgermeister Tobias Kämpf.

Beim Koordinator des Kommunalen Präventionsrates, Frank Zabel, sind mehr als 20 Interessensbekundungen zur Unterstützung des Projektes eingegangen. Für die Idee wurden Ende 2023 Fördermittel aus dem Programm »Soziale Orte« des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt beantragt, worüber Sach-, Investitions- und Personalkosten gefördert werden können. 160.000 Euro beträgt die Fördersumme für dieses Jahr, wovon zehn Prozent an Eigenmitteln durch die Ev.-luth. Markus-Paulus-Kirchgemeinde Plauen gestemmt werden.

»Ohne die großartige Unterstützung der Markus-Paulus-Kirchgemeinde hätten wir die Projektidee vorerst auf Eis legen müssen. Die Kirchgemeinde hat sich bereit erklärt, den Eigenanteil von 15.000 Euro der Fördersumme beizusteuern. Wir sind froh, mit solchen engagierten Menschen zusammenarbeiten zu dürfen«, so Bürgermeister Tobias Kämpf.

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Gemeinsam mit Pfarrer Andreas Vödisch erarbeitete Frank M. Zabel ein Konzept für die Umsetzung des Vorhabens. »Die Nutzung der Villa Postplatz passt auch in das Angebot des Projektes ,Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren’ (ZIZ). In dessen Rahmen wurden bereits Sportangebote, zum Beispiel auf dem Theaterplatz, angeboten. Die dafür notwendigen Sportgeräte mussten immer von den Organisatoren wieder mitgenommen werden. Mit der Villa Postplatz stehen dafür nun Räume zur Lagerung zur Verfügung«, so der Koordinator des Kommunalen Präventionsrates.

Die Ursprungsidee war die Einrichtung eines Jugendcafés im Rahmen des Bundesprogramms »Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren«. Daraus entwickelte sich schließlich die Idee eines Begegnungszentrums für alle Altersgruppen.

Die Öffnungszeiten:

Montag 9 – 17 Uhr
Dienstag 15 – 20 Uhr
Mittwoch 9 – 17 Uhr
Donnerstag 10 – 18 Uhr
Freitag 15 – 20 Uhr

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