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Aktuell sind im Vogtland 3.200 Hilfesuchende aus der Ukraine

Zahl der Hilfesuchenden auch im Vogtland steigt

Der anhaltende Ukrainekrieg, die teils schwierigen Bedingungen vor Ort und Flüchtlingsbewegungen aus anderen Staaten lassen die Zahl der Hilfesuchenden auch im Vogtlandkreis ansteigen. Dennoch halten sich die Zuweisungen vom Freistaat Sachsen insgesamt derzeit auf einem moderaten Niveau. Hierbei ist deutlich zwischen Geflüchteten aus der Ukraine und anderen Staaten zu unterscheiden.

Aktuell sind im Vogtland 3.200 Hilfesuchende aus der Ukraine
Aktuell sind im Vogtland 3.200 Hilfesuchende aus der Ukraine. Foto: Spitzenstadt.de

Derzeit sind im Vogtlandkreis knapp 3.200 Hilfesuchende aus der Ukraine untergebracht. Davon sind 37,5% (ca. 1.200 Personen) unter 18 Jahren, 50% (ca. 1.600 Personen) zwischen 19 und 59 Jahren und ca. 12,5% (ca. 400 Personen) über 60 Jahren.

Von den Erwachsenen über 18 Jahren (ca. 2.000 Personen) sind 60% (ca. 1.200) weiblich, 40% männlich.
Der jüngste Geflüchtete ist im ersten Lebensjahr (geboren im September 2022), der älteste Geflüchtete ist 93 Jahre alt.

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“Als Vogtlandkreis konnten wir allen aus der Ukraine geflüchteten Personen eine gesicherte Unterbringung zur Verfügung stellen. Dies ist auch der guten Zusammenarbeit mit den Städten, Gemeinden und insbesondere dem großen Engagement der Zivilgesellschaft zu verdanken”, teilt Madlen Schulz vom Landratsamt in einer Mitteilung mit.

Während die Zugänge seit dem Höhepunkt im März dieses Jahres eher rückläufig waren, gibt es aktuell wieder einen leichten Zugang, zumeist aus Individualanreisen:
• September 2022: 52 Personen
• Oktober2022 : 57 Personen
• November 2022: bis jetzt 82 Personen

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Asylbewerber aus anderen Herkunftsländern

Im Flüchtlingsjahr 2015 haben wir im Vogtlandkreis ca. 2.100 Personen aufgenommen, die beim BAMF (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge) um Schutz gesucht haben. Zum Vergleich: dieses Jahr werden es bis zum Jahresende gemäß der angekündigten Zuweisungszahlen ca. 550 Asylbewerber sein. Bis jetzt wurden im Ausländeramt bereits 470 Personen registriert. Diese stammen zumeist aus Syrien, dem Irak, Venezuela, Afghanistan, der Türkei und Georgien.

Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (umA)

Aktuell hat das Jugendamt des Vogtlandkreises 32 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Obhut genommen. Diese sind zwischen 12 und 17 Jahren alt und befinden sich aktuell in den drei Inobhutnahmestellen in Rodewisch, Ellefeld (seit 01.11.2022) und Plauen.

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Um diese in geeigneten Einrichtungen unterzubringen, wird eng mit freien Trägern, wie der AWO, der Diakonie Auerbach oder der Fördergesellschaft Plauen zusammengearbeitet. Derzeit laufen Gespräche mit einem Träger der Jugendhilfe, um noch weitere Wohngruppen zu eröffnen und die Kapazitäten entsprechend auszubauen. Parallel erfolgen verschiedene Integrationsmaßnahmen, wobei das Erlernen der deutschen Sprache einen wichtigen Bestandteil darstellt.

Mit Volljährigkeit gehen die unbegleiteten minderjährigen Asylbewerber in die Zuständigkeit des Ausländeramtes des Vogtlandkreises über.

Ausblick

Einen Ausblick zu wagen oder eine Prognose abzugeben, ist äußerst schwierig. Zu beobachten ist, dass die Zugänge im Freistaat Sachsen auf einem hohen Niveau stagnieren.

Bei gleichbleibenden oder leicht steigenden Zahlen können wir den Zustrom auch weiterhin bewältigen. Insbesondere mit den Erfahrungen, die der Vogtlandkreis im Jahre 2015 sammeln konnte und dem bewährten Modell der dezentralen Unterbringung sieht sich der Vogtlandkreis gut gewappnet, heißt es aus dem Landratsamt in Plauen. Die bereits existierenden Notunterkünfte in Auerbach und Reichenbach befinden sich weiterhin im „Standby“ und können kurzfristig aktiviert werden.

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