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OB-Wahl Plauen: Querdenker Thomas Kaden will kandidieren

Corona-Problematik als zentrales Wahlkampfthema

Thomas Kaden will in die Plauener Kommunalpolitik und sich als Kandidat für die Oberbürgermeisterwahl in der Spitzenstadt aufstellen lassen. Der Plauener Reiseunternehmer tritt für die „Freien Sachsen“ an. Die Bewegung hat sich im Februar in Schwarzenberg im Erzgebirge gegen die Corona-Politik der Regierung gegründet. Thomas Kaden, der als bekanntester Corona-Maßnahmen-Kritiker in Plauen gilt, ist der stellvertretende Vorsitzende der „Freien Sachsen“.

OB-Wahl Plauen: Querdenker Thomas Kaden will kandidieren
OB-Wahl Plauen: Querdenker Thomas Kaden will kandidieren. Foto: Thomas Kaden/Freie Sachsen

Kundgebung am 6. April in Plauen

Anfang der Woche hat Kaden im Rathaus seine Kandidatur offiziell eingereicht. „Die Gesichter im Rathaus wurden lang“, heißt es auf der Webseite der „Freien Sachsen“. Um eine Zulassung zur OB-Wahl zu bekommen, muss der 57-Jährige jedoch bis zum 8. April im Bürgerbüro 160 Unterstützer-Unterschriften sammeln. Diese will der in Dresden aufgewachsene Reiseunternehmer vor allem mit zwei Aktionen zusammenbekommen. „Wir planen die Plauener mit Bussen ins Bürgerbüro zu fahren und am 6. April soll es eine Kundgebung im Stadtzentrum geben, sagt Thomas Kaden Spitzenstadt.de. Auf dieser Veranstaltung will er sich den Plauenern vorstellen.

Der Plauener geriet in den letzten Monaten mehrfach in die Schlagzeilen. Er ist Mitorganisator von Kundgebungen gegen die Corona-Maßnahmen. Mehrfach hat er aufgrund seiner Aktionen Auseinandersetzungen mit Behörden. Er werde vom Landratsamt in Plauen mit Schikanen überzogen, sagt er selbst. Die regelmäßigen Bußgeldbescheide in seinem Briefkasten fechtet er genauso regelmäßig juristisch an. Höhepunkt der Auseinandersetzungen: Die Reisebusse von Thomas Kaden wurden im Dezember von der Polizei angekettet, damit der Plauener, der seit der Wende in Plauen lebt, keine Demonstranten zu Querdenker­-Kundgebungen befördern konnte. Er organisierte mit seinem Omnibusbetrieb deutschlandweite Fahrten zu Protestdemonstrationen. Kaden ist unter anderem auch Schulklassenfahrtveranstalter und er war in Plauen und Dresden Lehrer sowie Straßenbahnfahrer.

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Die Corona-Problematik soll zentrales Wahlkampfthema bei Thomas Kaden werden: „Die anderen Kandidaten werden sich positionieren müssen, ob sie für ein ‚weiter so‘ oder die sofortige Beendigung des Lockdowns stehen“, so Kaden. Der Plauener fordert ein sofortiges Ende der Corona-Maßnahmen. Mit seinem Antritt sollen auch die Corona-Proteste in Plauen weiter zu beflügelt werden. Die „Freien Sachsen“ werden Kaden unterstützen.

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Verfassungsschutz hat Bündnis im Visier

Laut Verfassungsschutzpräsident Dirk-Martin Christian könnte es sich bei den „Freien Sachsen“ um eine rechtsextreme Partei handeln. Hinweise dafür sehe der Präsident, heißt es in einem Bericht des MDR. Der Verfassungsschutz in Sachsen beobachtet die Gruppe in der sich Querdenkern, Corona-Protestlern und Rechtsextremisten möglicherweise vereinen.

Thomas Haubenreißer kandidiert ebenfalls

Die Bewerberliste um das Plauener Oberbürgermeisteramt wird länger. Sieben Kandidaten wollen auf Stadtchef Ralf Oberdorfer folgen. Thomas Kaden tritt bis jetzt als Kandidat gegen Andreas Ernstberger, Silvia Queck-Hänel, Lars Buchmann, Steffen Zenner und Ingo Eckardt an. Ebenfalls sich aufstellen lassen wird der Stadtrat und Unternehmer Thomas Haubenreißer. Er geht für die FDP ins Rennen.

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