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Fake-SMS verunsichert Vogtländer

Datenklau durch Nachricht wegen vermeintlicher Paketlieferung

Unerwünschte Mails im Postfach gehören zum Alltag vieler Vogtländer. Doch seit einigen Monaten werden auch im Vogtland Besitzer von Smartphones regelmäßig mit sogenannten Fake-SMS torpediert.

Seit mehreren Monaten erhalten Smartphone-Benutzer mysteriöse Nachrichten. Eine angebliche Paketzustellung soll mit der Weiterleitung durch einen Link-Klick erfolgen. Vorsicht, dahinter stecken Betrüger. Foto: Sebastian Höfer

Anfang des Jahres warnte bereit das Bayerische Landeskriminalamt vor einer neuen Betrugsmasche. Mittels dieser, gelangen Unbekannte an Passwörter und Zugangsdaten etwa für E-Banking und andere schützenswerte Vorgänge.

Aktuell vergeht bei vielen Vogtländern kein Tag, an dem nicht mindestens einmal eine SMS auf dem Handy eingeht, mit dem Hinweis, dass eine angebliche Paketsendung zur Abholung bereit ist, oder sich in der Zustellung befindet. Oft wird über eine anstehende Paketauslieferung von DHL oder anderen Dienstleistern geschrieben, oder es kommt eine Aufforderung zur letztmaligen Annahme-Möglichkeit bevor das Paket zum Absender zurückgeht.

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Schadsoftware wird installiert

Gerade ältere Menschen tappen oftmals in diese Falle und öffnen reflexartig den angefügten Link. Hierdurch wird eine Schadsoftware auf dem betroffenem Gerät installiert. Und so verbreitet sich diese Fake-SMS millionenfach nicht nur im Vogtland. Weiter wird man in einigen Fällen direkt nach persönlichen Daten zur Verifizierung ausgefragt. Dadurch gelangen Betrüger zusätzlich an vertrauliche Daten. 

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Bereits im März wurden im Bereich der Leipziger Polizeidirektion mehrere Fälle von Cyberkriminalität angezeigt. Damals wurde berichtet, dass eine SMS über eine bevorstehende Paketlieferung an Handybesitzer gesendet wurde. Darin enthalten war eine sogenannte „Malware“ – eine Schadsoftware in diesem Fall für das Mobiltelefon.

Nach Angaben der Polizei schränkt diese Software verschiedene Funktionen eines infizierten Gerätes ein. Filtert sensible Daten heraus und übermittelt diese automatisch an Dritte. Besonders häufig sind Geräte mit dem Android-Betriebssystem betroffen.

Smartphone infiziert – was nun?

Die Schadsoftware kann eventuell mit entsprechender Anti-Malware entfernt werden. Oftmals hilft auch eine Rückstellung auf die Werkseinstellung, die dem Softwarezustand beim Kauf des Gerätes entspricht. Auf jeden Fall sollten Kennwörter sofort geändert werden.

Die Polizei rät weiter, dass Links, die in Nachrichten enthalten sind nicht geöffnet werden dürfen. Applikationen mit unbekannter Herkunft sollten definitiv nicht installiert werden. Eine weitere Möglichkeit ist die Sperre gegen Drittanbieter beim eigenen Mobilfunk-Anbieter, diese bietet einen speziellen Schutz.

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Wichtig ist, dass Betroffene bei der nächstgelegenen Polizeidienststelle oder dem örtlichen Polizeirevier Strafanzeige erstatten. Denn sollten die Hintermänner der Schadsoftware ermittelt werden können, müssen sich diese unter anderem wegen Erpressung, Sabotage von Computern sowie Computerbetrug verantworten.

Haben Sie zufälliger Weise oder unabsichtlich eine solche Nachricht geöffnet und den darin befindlichen Link angeklickt?

Sind auch Sie Opfer von Datendieben geworden?

Finden Sie es mit unserem Sicherheits-Check heraus!

Wir zeigen Ihnen, ob Sie betroffen sind. Auf der Seite https://haveibeenpwned.com/ können Sie mittels Ihrer Telefonnummer oder E-Mailadresse in Erfahrung bringen, ob auch Ihre Daten durch einen Datenklau ebenfalls in den Fängen von Betrügern gelandet sind.

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