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Nach Kellerbränden in Plauen Mann im Visier

Mutmaßlicher Tatverdächtiger wieder auf freiem Fuß

Eine Serie von bisher ungeklärten Kellerbränden hält die Plauener im Stadtteil Mammengebiet in Atem. Die Ermittlungen zu den Brandgeschehnissen laufen auf Hochtouren. Auf Anfrage von Spitzenstadt.de teilt die Polizei erste Ermittlungsergebnisse mit. 

Das Mehrfamilienhaus an der Isidor-Goldberg-Straße in Plauen. Foto: Sebastian Höfer

Nach dem jüngstem Brand am Freitag in einem Mehrfamilienhaus an der Isidor-Goldberg-Straße in Plauen konnten bis zum Samstag mehrere Tatverdächtige ausfindig gemacht und entsprechende Wohnungsdurchsuchungen veranlasst werden. 

Diese erhärteten den dringenden Tatverdacht gegen einen der Tatverdächtigen, was zur vorläufigen Festnahme führte. Infolge weiterer Ermittlungen wurde dieser jedoch inzwischen wieder auf freien Fuß gesetzt. „Aufgrund ermittlungstaktischer Gründe könne man derzeit keine weiteren Aussagen und Details zu den Tatverdächtigen geben. Auch sei der genaue Sachschaden noch nicht endgültig bezifferbar“, teilt die Polizei Plauen weiter mit.

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Die Bewohner der Isidor-Goldberg-Straße sind in Sorge. Ein vermeintlicher Brandstifter wurde festgenommen, ist aber schon wieder auf freiem Fuss. Foto: Sebastian Höfer

Chronologie der Kellerbrände in Plauen

In der Nacht zum Mittwoch brach im Keller eines Mehrfamilienhauses im Plauener Stadtteil Mammengebiet ein Feuer aus. Kurz nach Mitternacht wurden die Kameraden der Plauener Berufsfeuerwehr an die Isidor-Goldberg-Straße gerufen. Diese evakuierten 11 der insgesamt 45 gemeldeten Bewohner des Hauses. Der Keller konnte aufgrund der starken Rauchentwicklung einige Zeit nicht betreten werden. Die Brandursache war zunächst unklar und Brandursachenermittler sicherten Spuren am Brandort für weitere Ermittlungen. 

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Die Plauener Tanznacht
In den Kellerräumen des Mehrfamilienhauses brachen die Feuer aus. Durch das Feuer in der Nacht zum Donnerstag wurden wichtige Versorgungsleitungen beschädigt. Foto: Sebastian Höfer

Wieder brennt es im Keller

Reichlich 24 Stunden gegen 1 Uhr nachts wurden die Kameraden von Feuerwehr und Einsatzbeamten der Polizei erneut zu einem Brand in das Mehrfamilienhaus gerufen. Vor Ort mussten neun Bewohner evakuiert werden, wovon vier anschließend mit dem Verdacht einer Rauchgasvergiftung in das nahe gelegene Helios Vogtland-Klinikum eingeliefert worden. Wie am Vortag, so kamen auch hier die Sachverständigen für Brandursachenermittlung zum Einsatz und sammelten weitere Spuren für die laufenden Ermittlungen. Leider wurden bei diesem Brand wichtige Versorgungsleitungen im Keller beschädigt, so dass ab dem Tatzeitpunkt, das Haus nicht mehr bewohnt werden konnte. Die Brandermittler konnten bis dato weder einen technischen Defekt noch eine Brandstiftung gänzlich ausschließen. 

Dritter Brand innerhalb von vier Tagen

Am Freitagabend wurden erneut Polizei und Feuerwehr alarmiert. Gegen 21.45 Uhr hatten glücklicherweise aufmerksame Hausbewohner Brandgeruch im Neubau an der Isidor-Goldberg-Straße wahrgenommen und umgehend die Einsatzkräfte alarmiert. Durch die schnelle Reaktion der Hausgemeinschaft wurden keine Personen verletzt und weiterer Schaden konnte vom Gebäude abgewendet werden. Der bei diesem Brand entstandene Sachschaden liegt laut Aussage der Polizei unter 1.000 Euro.

Die Polizei bitte die Öffentlichkeit um Mithilfe

Personen die im Haus oder dem Umfeld des Gebäudes verdächtige Personen wahrgenommen haben und Hinweise zu möglichen Tatverdächtigen geben können, melden sich bitte bei der Kriminalpolizei in Zwickau unter der Telefonnummer 0375 4284480.

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