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Vogtländisch reden und stolz drauf sein

Mundarttage im Vogtlandmuseum Plauen

Vogtlandmuseum-PlauenDass das Vogtlandmuseum regionale Geschichte sammelt und bewahrt, ist hinreichend bekannt. Dass dazu auch Brauchtum und Mundart zählen, wird manchem nicht sofort einfallen, ist aber naheliegend. Denn durch die zunehmende Internationalisierung von Sprache und Land, durch Ortswechsel aufgrund des Arbeitsmarktes, vermischen sich Menschen unterschiedlicher Herkunft und damit die Sprache und die Dialekte.

Grund genug, sich dem ursprünglich Vogtländischen zuzuwenden und Wissensgut darüber zu erforschen oder zu pflegen. Dem hat sich neben den Mitarbeitern des Vogtlandmuseums auch Diplom-Ingenieurin Doris Wildgrube verschrieben, die den Vogtländischen Mundartkreis 2004 mit aus der Taufe hob, in dem gegenwärtig 28 Autoren aktiv sind. Sie ist beruflich viel in der Welt herumgekommen:

„Ich habe dabei immer erlebt, wie stolz Menschen auf ihre Kultur sind. Im Vogtland merke ich oft, dass einigen ihr Dialekt peinlich ist. Dabei müssen wir uns wirklich nicht schämen“, motiviert die Energieberaterin zum Beschäftigen mit der Mundart.

 

In Eubabrunn finden dazu vom 25. bis 27. April die 8. Mundarttage statt, die sich mit den Themen wissenschaftlich und künstlerisch auseinandersetzen. Eine Mundartlesung findet dann am Freitag, dem 26. April, um 19 Uhr, im Festsaal des Vogtlandmuseums statt.

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Drei Autoren werden zu hören sein: Günter Franke schreibt in der Mundart des Nordvogtlands. Seine Gedichte und Texte sind meist tiefsinnig und voller Lebensweisheit. Er ist zudem ein exzellenter Akkordeonspieler und wird auch die musikalische Umrahmung der Veranstaltung übernehmen. Ilona Major nimmt seit vielen Jahren als Gastautorin an den Vogtländischen Mundarttagen teil. Sie schreibt in der Mundart der Region Sonneberg (Itzgründisches Fränkisch), humorvoll zu aktuellen Themen und nimmt dabei gern die kleinen menschlichen Schwächen aufs Korn. Nicht zuletzt bringt Doris Wildgrube in obervogländischer Mundart Geschichten, die das Leben schreibt, zu Papier.

„Die Vermittlung von Kultur- und Heimatgeschichte ist genauso für die Kinder wichtig. Sie erhalten durch den Dauerbetrieb ihres Handys und des Internets sicher viele globale Impulse, jedoch sollten sie auch Heimatbezogenes erfahren“, sagt Museumspädagoge Uwe Fischer. Daher wird in den nächsten Wochen, aus Anlass des 100. Todesjahres des vogtländischen Mundartdichters Louis Riedel (1847-1919), ein Zimmer den Besuchern thematisch den Dialekt vermitteln.

So wird an seinem alten Schreibtisch, der sich im Besitz des Museums befindet, mit Schülern das Lesen und Sprechen geübt: „Wir wollen über einen Briefkasten auch das Lieblingswort der Vogtländer ermitteln und uns auf Entdeckung nach nicht mehr gebräuchlichen Wörtern begeben“, so Fischer.

Zwei Veranstaltungen werden mit der Grundschule Krebes im Juni dazu stattfinden – natürlich mit dem Vogtländischen Mundartkreis in Kooperation. Da wird sich in den lauen Abendstunden dann auch das Geheimnis offenbaren, wenn die männlichen Gehannesfünkele zwischen den Büschen und über den Wiesen ihre Lichter anknipsen, um ihre Weibchen nachhaltig zu beeindrucken. (vl)

 

2019-04-17



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