Plauen: Hickhack um neues Landratsamt geht weiter

Wappen Plauen VogtlandGalt es als beschlossene Sache, dass das ehemalige Horten-Kaufhaus im Zentrum von Plauen der Sitz des neuen Landratsamtes wird, geht nun die Diskussion in eine neue Runde. Das wurde zum Kreisausschuss des Vogtlandkreises klar, denn die Unkenrufe wollen nicht verstummen. Roberto Rink, Kreisrat der DSU möchte keine Zentralisierung, sondern die Sanierung mehrerer Gebäude an der Neundorfer Straße und die Einbeziehung des Gebäudekomplexes der Polizei, welcher freigezogen wird.

 

Vor allem sollen, ginge es nach Rink, Behörden auch in Auerbach und Reichenbach verbleiben. Er begründete seine Sichtweise damit, dass es die preisgünstigere Variante sei. Allerdings stießen die Vorschläge vom DSU-Kreisrat auf wenig Gegenliebe und wurden auch durch Landrat Tassilo Lenk als Wahlkampf abgestempelt. Dennoch räumte der Landrat ein, dass Plauen als Sitz des Landratsamtes nur in Frage komme, wenn es die wirtschaftlichste Variante ist. Reichenbachs Oberbürgermeister und Fraktionsvorsitzender der CDU Dieter Kießling brachte es auf den Punkt, in dem er sagte, dass es gefährlich sei die Städte gegeneinander auszuspielen.

 

In einem war man sich dennoch einig. Die Verwaltung wurde einstimmig damit beauftragt einen Architektenwettbewerb für den Umbau des Horten-Kaufhauses auszuschreiben. Mit dem Wettbewerb sollen verschiedene Lösungsvorschläge mit den entsprechenden Kostenschätzungen erstellt werden. Die bisher favorisierte PPP-Variante, wo es um Öffentlich-Private Partnerschaft geht, soll mit der konventionellen Bauweise verglichen werden. Dieter Käppel, Vorsitzender der FDP-Kreistagsfraktion meinte dazu, dass sich der Vogtlandkreis beide Optionen offen halten solle. Vielen Plauenern sprach er aus der Seele, indem er sich für Plauen als Vogtlandmetropole aussprach. (ce)

 

28.04.2009

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