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Vogtland-Bande: Autobumser aus Plauen verurteilt

Ein Mann aus Plauen ist wegen Versicherungsbetrug vor dem Landgericht Zwickau am Dienstag verurteilt worden. Der Angeklagte wurde des gewerbs- und bandenmäßigen Betruges in 19 Fällen schuldig gesprochen und deswegen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von 2 Jahren verurteilt. Der Mann war der Chef der so genannten „Vogtland-Bande“.

Weiter wurde dem Angeklagten eine Geldstrafe in Höhe von rund 14400 Euro auferlegt. Das Urteil ist rechtskräftig, teilt das Landgericht am Dienstag mit. Das Gericht hat es als bewiesen erachtet, dass der Angeklagte ab April 1998 in Plauen und Umgebung als maßgebliches Mitglied einer Bande Verkehrsunfälle manipulierte, um Entschädigungen aus gestellten Unfällen zu Unrecht zu erlangen.

Hierzu wurden eigens Fahrzeuge angeschafft und Fahrer gestellt. Anschließend wurden Reparaturrechnungen und Mietwagenrechnungen an die Kfz-Haftpflicht-Versicherungen der Unfallgegner gestellt. Über beteiligte Rechtsanwälte aus Plauen wurden die fingierten Schadensersatzansprüche dann geltend gemacht. In dem vorliegenden Strafverfahren hat das Gericht einen Gesamtschaden von 641.000 DM für bewiesen erachtet, davon allein an Mietwagenkosten über 140.000 DM.

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Wegen einer überlangen Verfahrensdauer, einem Geständnis des Angeklagten sowie einer Schadenszahlung an den Insolvenzverwalter des Angeklagten über 250.000 Euro sowie fehlender Vorstrafen des Angeklagten zum Tatzeitpunkt hat das Gericht die Freiheitsstrafe zur Bewährung ausgesetzt. (mr)

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28.04.2009

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