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Plauener Weihnachtsmarkt 2022

Neue Ausstellung im Plauener ForumK

Somos irmãos! – Die angolanische Fotografenfamilie Pinto Afonso
In Luau, der angolanischen Grenzstadt an der legendären Benguelabahn eröffnet Zé Antonio 1968 das erste Fotostudio der Region. Von der angolanisch-kongolesischen Grenzstadt Luau ist heute nach vier Jahrzehnten Bürgerkrieg kaum noch etwas übrig, Foto Ngufo aber lebt nach mehreren Zwischenstationen in der angolanischen Hauptstadt Luanda weiter.

Die Brüder Zé António, Ruy und Joaquim Pinto Afonso sind alle drei professionelle Fotografen – jeder in einem anderen Feld mit einem je eigenen Stil. Sie haben ihre Begeisterung für das Handwerk der Fotografie an ihre Kinder weitergegeben. Die zweite Generation ist vor allem mit den Söhnen Sérgio und Rogério vertreten, die beide zu den besten Mode- und Werbefotografen Angolas gehören. Derzeit schickt sich bereits die dritte Generation der Familie Pinto Afonso an, die Foto-Tradition fortzusetzen.

Die Ausstellung zeigt eine Auswahl von Fotografien der drei älteren Brüder und ihrer Söhne Sérgio und Rogério. Die schwarz-weiß Serie von Zé Pinto Afonso aus den 1970er Jahren erzählt vom Karneval in Luanda. Heute nur noch eine politische Parade war der Karneval in den ersten Jahren nach der Unabhängigkeit ein Fest der Euphorie und Ausdruck des neuerwachten kulturellen Selbstbewusstseins. Die Frauenportraits Joaquim Pinto Afonsos bilden in ihrer Ruhe und Anmut einen spannenden Gegensatz zu den bewegten Bildern des Karnevals.

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Ruy Pinto Afonso stellt vor allem das Reisen und die Menschen, denen er auf diesen Reisen begegnet in den Mittelpunkt seiner fotografischen Arbeit. Neben Portraits finden sich auch Momentaufnahmen verschiedener Aspekte der angolanischen Gesellschaft. Die Fotografien der jüngeren Generation schließlich fokussieren eine urbanen Jugend und die Aufbruchsstimmung nach dem Kriegsende, aber auch den fast erstaunten Blick auf das eigene Land und seine Menschen. Es zeichnet die Generation der jungen Künstler Angolas aus, dass sie auf Entdeckungsreisen in das eigene Land aufbrechen, welches ihnen lange Zeit fremd geblieben war. Diese Fotografien zeigen so einen ganz eigenen Blick auf das „Fremde“ im eigenen Land und ein Interesse an der Entdeckung des eigenen kulturellen Reichtums.

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NOBELNIGHTS PLAUEN

Ausstellungszeit: 20.11.09 – 14.01.2010
Eröffnung: 20.11. um 19.30 Uhr

Forum Kunst / Plauen e.V.
Galerie Forum K
Bahnhofstraße 39
08523 Plauen
Tel.: 03741 289428
Mail: info@forumk-plauen.de
Web: www.forumk-plauen.de

2009-11-17

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