Marode Häuser in Plauen – Rathaus setzt Verstärkung ein

Der letzte Ausschuss für Stadtplanung beschäftigte sich unter anderem mit Gebäuden in Plauens City deren Bausubstanz sich in einem maroden Zustand befindet. Die Tendenz ist steigend. Hatte die Bauaufsicht im Jahr 2007 nur 45 Fälle von Gebäuden mit leichten Schäden auf dem Tisch, stieg die Zahl im letzten Jahr um ca. 60 Prozent auf 112 an.

 

Leichte Schäden wie beispielsweise lose Dachziegel oder defekte Dachrinnen bedeutet eine Einstufung in die niedrigste Gefahrenklasse C. Baufachleute befürchten allerdings, dass bei diesen Gebäuden eine schleichende Zustandsverschlechterung eintritt und sie somit zu Ruinen werden und früher oder später der Gefahrenklasse A zugeordnet werden müssen. Tritt dieser Fall ein, entstehen der Stadt Kosten die in den meisten Fällen nicht wieder zu erbringen sind. Um Gefahr für Leib und Leben auszuschließen müssen diese Objekte abgesperrt und um einen Zutritt zu verhindern Öffnungen verschlossen werden. Eigentümer solcher Gebäude sollten rechtzeitig auf Konsequenzen hingewiesen werden, aber das ist leichter gesagt als getan, denn häufig sind sie verzogen, nicht mehr auffindbar oder finanziell nicht in der Lage selbst aktiv zu werden. In diesen Fällen ist wiederum die Stadt in der Pflicht und muss eine Ersatzvornahme leisten. Die Bauaufsicht ist sich ihrer Verantwortung bewusst und hat versichert, dass dieser Problematik in Zukunft mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird. Aufgrund der steigenden Zahlen ist eine personelle Verstärkung notwendig um auch präventiv zu agieren.

 

Weiterhin stimmten die Mitglieder des Ausschusses zu, dass der Bau des Elsterradweges mit dem Vogtlandkreis als Bauherren über die Bühne gehen wird. (ce)

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04.02.2009

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