Ermittler kommen im Fall der Plauener Babyleichen nicht weiter

Plauener Babyleichen Rund vier Monate nach dem Fund dreier Babyleichen in Plauen kommt die Staatsanwaltschaft in den Ermittlungen nicht weiter. Kaum Fortschritte sind zu verzeichnen, sagt Thomas Walter von der Staatsanwaltschaft Plauen auf Anfrage.

Unter Verdacht, alle Babys getötet zu haben, steht die 28-Jährige Susann F. Sie befindet sich noch immer in Untersuchungshaft. Ob die Mutter weiter in Haft bleibt wird derzeit geprüft. Kommen keine neuen Beweise gegen die Mutter auf, könnte sie wieder aus der U-Haft entlassen werden. Momentan gehen die Ermittler den Aussagen der Beschuldigten nach.

Die drei weiblichen Babyleichen wurden Anfang Dezember in einem Keller und in einer Tiefkühltruhe sowie auf einem Balkon gefunden. Die Mädchen waren in den Jahren 2002 bis 2005 geboren worden. Die Spuren führen dabei durch die ganze Stadt. Die Frau ist innerhalb kurzer Zeit öfters in Plauen umgezogen.

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Die 28-Jährige Mutter bestreitet, die Babys getötet zu haben. Die Kinder seien plötzlich tot gewesen, sagte sie. Die Ermittler zweifeln dies an, so Thomas Walter von der Staatanwaltschaft Plauen. Sie vermuten, dass die Frau die Kinder nach der Geburt getötet hat.

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An was die drei Babys genau starben lässt sich nicht mehr rekonstruieren. Die rechtsmedizinischen Untersuchungen führen, durch die zu sehr fortgeschrittenen Verwesungen, zu keinem genauen Ergebnis.

Durch die Unklarheit und dem fehlenden Forschritt in den Untersuchungen konnte bis dato auch noch keine Anklage gegen die 28-Jährige Tatverdächtige erhoben werden. Wie weit sich die Ermittlungen noch in die Länge ziehen ist derzeit noch nicht absehbar, so Walter.

03.04.2008, Foto (mr)

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