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Einzigartig: Plauener veröffentlicht historische Bildersammlung im Internet

Unveröffentlichte Fotos vom zerstörten Plauen

Bilder und Schilderungen von historischen Ereignissen der Spitzenstadt für Generationen erhalten und zugänglich machen, dies ist die Idee von Lars Buchmann, dem Initiator hinter der neuen Internetplattform www.stadt-plauen.info.

Lars-Buchmann-Stadt-Plauen-Vogtland-InternetVorausgegangen waren mehrere Monate Vorbereitungsarbeiten zur Ausstellung „Zerstört und Wiederaufgebaut“ im Juli dieses Jahres in der Malzhaus Galerie in Plauen. Dort zeigte der 41-jährige Plauener Lars Buchmann rund 40 Bildpaare vom zerstörten Plauen – einmalige Aufnahmen und bis dato unveröffentlichte Bilder. Damals wie heute mit Unterstützung von Gerd Naumann und Lars Gruber sowie den weiteren Mitgestaltern Lars Eckert und Oliver Orgs.

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Die vierwöchige Ausstellung im Malzhaus fand großen Zuspruch in der breiten Bevölkerung, so dass der Gedanke nach einer Dauerausstellung im Raum stand. In der Facebook-Gruppe “Wir sind Plauener – Stadt Plauen – das Herz im Vogtland“ suchte Buchmann nach Sponsoren zur Umsetzung seiner Idee einer virtuellen Ausstellung.

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Eine schier unendliche Liste an privaten Geldgebern und Unterstützer aus der Wirtschaft ist es zu verdanken, dass der Wunsch nach einer dauerhaften Zugänglichkeit des Bildmaterials nun umgesetzt werden konnte. Einer der Hauptsponsoren ist Steffen Rothe der Küchenprofi in Plauen. „Ich war sofort von der Idee begeistert. Als gebürtiger Plauener ist dieses Projekt eine Herzensangelegenheit für mich“. Im selben Atemzug verriet der 55-Jährige, dass er im nächsten Jahr die Weiterentwicklung der Seite nochmals mit 500 Euro unterstützen werde.

„Nach dem ersten und zweiten Angriff auf unsere Heimatstadt Plauen gab es von der NSDAP beauftragte Fotografen, die das hinterlassene Schadensbild dokumentieren sollten. Es wird vermutet, dass diese Fotografien nach dem sogenannten „Endsieg“ als Beweismittel gedient hätten, um dies den Alliierten in Rechnung zu stellen. Es sind detailgetreue Aufnahmen, auf denen oftmals noch Plauener zu sehen sind, die Trümmer beiseite räumen oder den Schutt auf Habseligkeiten untersuchen“, beschreibt Lars Buchmann die Geschichte hinter den Bilddokumenten.

Mittels eines virtuellen Sliders (deutsch: Verschieber) auf der Internetseite, kann man nahezu jedes historische Foto mit der aktuellen Aufnahme hin und her bewegen, so dass ein nahtloser Übergang zwischen neu und alt auf einem Bild ersichtlich ist. Die technische Umsetzung hierzu kam von Marcel Sieber, Geschäftsführer des Plauener Unternehmens .pupit.

Dem Wunsch vieler Plauener wurde nun mit der Veröffentlichung dieser historischen Sammlung auf einer gut strukturierten und geschichtlich-fundierten Seite entsprochen. „Ich möchte mich bei allen Unterstützern bedanken. Wir werden in den nächsten Monaten immer wieder Fotos samt Beschreibungen hinzufügen, so dass sich immer wieder ein Blick auf unsere Seite lohnt.

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Wichtig war mir, dass alle Plauener Zugriff auf diese Geschichte unserer Stadt haben. Die Seite bietet sich außerdem an, Schülern die geschichtliche Entwicklung ihrer Heimatstadt näher zu bringen“, resümiert der Plauener Hobby-Historikus Buchmann am Ende seiner Präsentation. Bereits in den ersten Tagen nach der Onlineschaltung besuchten tausende Besucher die virtuelle Bildergalerie. (seb)

2020-11-26

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