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Borkenkäfer macht sich wieder breit

Besondere Aufmerksamkeit rund um Plauen

Aufgrund des vermehrten Brutraumangebotes nach den Schneebruchereignissen der vergangenen Winter konnte sich die Population der Borkenkäfer im Vogtland wieder aufbauen. Besonders im Gebiet nordwestlich von Plauen und im Burgsteingebiet gilt jetzt für Waldbesitzer besondere Aufmerksamkeit, teilt das Landratsamt mit.

Diese Region war in der Vergangenheit immer wieder von stärkerem Borkenkäferbefall bedroht gewesen und weist zum Teil erhebliche Schäden auf. Aber auch in den anderen Teilen des Vogtlandkreises sollte der Borkenkäferbefall in den Wäldern verstärkt beobachtet werden. Um eine Massenvermehrung des Buchdruckers zu verhindern, müssen befallene Bäume schnellstens gefällt, entrindet und aus dem Wald entfernt werden, noch bevor die neue Käfergeneration ausfliegen kann.

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Wenn im Frühjahr nur ein Käferbaum übersehen wird, können daraus bis zum Herbst 1.000 neue Käferbäume entstehen. Vorbeugung und Bekämpfung sind daher vor allem nach Schadereignissen wie Schneebruch und Windwurf von größter Bedeutung.

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Die heimischen Borkenkäferarten, Buchdrucker und Kupferstecher, verursachen die meisten wirtschaftlichen Schäden in unseren Wäldern. Die kleinen, rund zwei bis fünf Millimeter großen Käfer sind in der Lage ganze Wälder zu vernichten. Die Käfer bohren sich unter die Rinde von Fichtenbäumen und legen dort Muttergänge an, an denen sie ihre Eier platzieren. Beim Einbohren in den Baum wird braunes Bohrmehl ausgeworfen und landet am Stammfuß oder auf Rindenschuppen.

Die Eier entwickeln sich zu weißen Larven, die unter der Rinde Larvengänge anlegen und die Leitungsbahnen – und damit den Saftstrom des Baumes – unterbrechen. Die Baumkrone verfärbt sich rot. Ein Weibchen kann pro Jahr mehrere Tausend Nachkommen hervorbringen. Nach dem Reifungsfraß der Jungkäfer unter der Rinde fliegt die neue Käfergeneration aus und besiedelt nahestehende Bäume neu. Die Rinde der befallenen Fichten blättert ab, grüne Nadeln sind zu Hauf am Stammfuß zu finden.

Die Revierförster des Vogtlandkreises unterstützen die Waldbesitzer bei der Suche nach käferbefallenen Fichten. Sie halten in diesen Tagen vermehrt Ausschau nach rot gefärbten Baumkronen, abfallender Fichtenrinde oder braunem Bohrmehl an den Stämmen. Manch ein Waldbesitzer hat schon einen sogenannten „Forstaufsichtlichen Hinweis“ zugesandt bekommen, der ihn darauf aufmerksam macht, dass ein Borkenkäferherd in seinem Wald festgestellt wurde. (landkreis)

2013-10-07

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