294 Jugendliche im Vogtland noch ohne Lehrvertrag

Sternquell Plauen sucht bereits Azubis für 2019

Sternquell Plauen sucht bereits Azubis für 2019294 Jugendliche im Vogtland sind zum Start ins neue Ausbildungsjahr noch immer ohne Lehrstelle. Derzeit sind im Vogtland 665 Ausbildungsstellen noch nicht besetzt. Wie die Sternquell Brauerei Plauen suchen viele Betriebe Nachwuchs.

Zwei junge Leute haben in der Brauerei Plauen in dieser Woche ihre Ausbildung zum Brauer und Mälzer und zur Fachkraft für Lagerlogistik begonnen. Außerdem startet in diesem Jahr noch ein BA-Student seine Ausbildung im Bereich Handels-, Vertriebs- und Kooperationsmanagement. Selbständiges Denken und eigenverantwortliches Handeln – diese Eigenschaften zu entwickeln und auszubauen, sind wichtige Ziele im Rahmen der Ausbildung in der Sternquell-Brauerei in Plauen.

Alec Bauer aus Trieb erlernt den Beruf des Brauers und Mälzers. Den 17-jährigen erwarten drei lehrreiche Jahre. Er erlernt in dieser Zeit die vielen Arbeitsschritte vom Mälzen, Sieden, Gären und Lagern sowie Filtrieren bis zur Abfüllung des fertigen Bieres auf Fass oder Flasche. Der zweite neue Azubi in diesem Jahr ist Artur Maier. Er will Fachkraft für Lagerlogistik bei der Sternquell Tochtergesellschaft Getränke Logistik SQ GmbH werden. Zuhause ist der 16-jährige in Plauen. Die Ausbildung kombiniert kaufmännische Tätigkeiten, aber auch körperliche Herausforderungen. Außerdem spielen Planung und Organisation eine große Rolle.

Lukas Küfner kommt aus Kulmbach. Er beginnt zum 01.10.2018 sein duales Studium im Bereich Handels-, Vertriebs- und Kooperationsmanagement. Seine Theoriephasen absolviert er in der Berufsakademie in Plauen. Während seiner Praxisphasen unterstützt er das Team der Sternquell-Brauerei.

„Wir freuen uns in diesem Jahr wieder drei Berufseinsteiger bei uns in der Sternquell-Brauerei willkommen heißen zu dürfen. Nach der schulischen Ausbildung beginnt nun ein neuer Lebensabschnitt. Wir wünschen ihnen einen guten Start und viel Erfolg für die kommenden drei Jahre“, begrüßt Jan Gerbeth, Geschäftsführer Vertrieb, die neuen Auszubildenden. „Besonders großen Wert in der Ausbildung legen wir darauf, dass die jungen Leute lernen, selbstständig und eigenverantwortlich zu arbeiten“, erklärt Rüdiger Senf, Leiter Produktion und Technik. Insgesamt bereiten sich in der Sternquell-Brauerei acht Azubis auf ihr Berufsleben vor.

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Zum Ausbildungs-Start trifft sich die ganze Gruppe
Gemeinsam mit ihren Azubi-Kollegen starten Alec Bauer, Artur Maier und Lukas Küfner zunächst in Kulmbach mit zahlreichen Informationen und Unterweisungen in das Berufsleben. Ab heute gilt, sich im eigenen Ausbildungsbetrieb, der Sternquell-Brauerei, zurecht zu finden und einzuleben, ehe dann in Kürze das jährlich stattfindende „Ausbildungsstartseminar“ in Obertrubach in der fränkischen Schweiz auf dem Programm steht. Dort erhalten die Berufseinsteiger einerseits zahlreiche Informationen über das Unternehmen und bevorstehende Aufgaben. Andererseits werden sie sich der Erwartungen, die an sie im Rahmen der Ausbildung gestellt werden, bewusst. In ungezwungener Atmosphäre haben dort alle „Azubis“ darüber hinaus auch Gelegenheit, ihre „Kollegen“ aus den Schwesterbetrieben kennen zu lernen. Dies geschieht mit Hilfe von Teamtraining, Präsentationen und verschiedenen Projektarbeiten.

Bewerbungsfrist für den Ausbildungsstart 2019 läuft
Die Bewerbungsphase für den Ausbildungsstart 2019 läuft bei der Sternquell- Brauerei bereits, die Bewerber-Auswahl für den Ausbildungsstart im August 2019 findet bis Ende dieses Jahres statt. Interessenten sollten sich daher bis spätestens Ende Oktober 2018 bei der Sternquell-Brauerei Plauen bewerben.

Bild: Hintere Reihe v.li.n.re: Rüdiger Senf, Leiter Produktion und Technik, Ausbildungsleiterin Verena Ramming, Versandleiter Silvio Bräunlich, Geschäftsführer Vertrieb Jan Gerbeth. Vordere Reihe v.li.n.re: die Auszubildenden Artur Maier, Alec Bauer und Lukas Küfner. (text&foto: sternquell)

Der Ausbildungsmarkt im Juli

Kurz vor dem Beginn des neuen Ausbildungsjahres sind im Vogtland statistisch betrachtet noch 294 junge Menschen auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Ihnen stehen 665 offene Stellen gegenüber. Tatsächlich dürfte sich dieses Verhältnis allerdings noch deutlich verändern. „Unsere Berufsberater halten engen Kontakt zu den Jugendlichen. Sie klären ab, wer tatsächlich noch eine Stelle sucht und bieten Unterstützungsmöglichkeiten an“, erläutert Helga Lutz. „Wir gehen deshalb davon aus, dass am Ende auch in diesem Jahr noch viele Bewerber zu den Lehrstellen finden.“

Die Vermittlung von Ausbildungsstellen geht natürlich unvermindert weiter, betont Helga Lutz. „Noch gibt es für die Jugendlichen und die Betriebe viele Möglichkeiten. Mit ein wenig Kompromissbereitschaft auf beiden Seiten sind aber durchaus noch gute Verbindungen möglich. Allerdings sollten sich alle, die bislang noch nicht zum Zug gekommen sind, beeilen. Denn je näher der Ausbildungsbeginn rückt, umso schwieriger wird es. Alle Jugendlichen, die mehrere Ausbildungszusagen haben, sollten sich für einen Ausbildungsplatz entscheiden. So kann das Unternehmen die Stelle neu besetzen und die Jugendlichen, die noch auf der Suche sind, erhalten eine zusätzliche Chance.“

Insgesamt sprachen im Agenturbezirk Plauen seit letztem Oktober 1.264 junge Frauen und Männer vor, die sich für eine Ausbildung interessierten. Die Zahl liegt leicht unter dem Niveau des Vorjahres (minus 49 bzw. 3,7 Prozent). Im Gegenzug wurden von den Unternehmen 1.496 betriebliche Ausbildungsplätze gemeldet – 44 oder 3 Prozent mehr als im Vorjahr.

Ausbildungschancen gibt es noch in vielen Bereichen. Die meisten unbesetzten Ausbildungsstellen gibt es für Kaufmann/-frau im Einzelhandel (38), Verkäufer/in (33), Maschinen- und Anlagenführer/in (31), Koch/Köchin (27), Industriemechaniker/in (19), Restaurantfachmann/frau (19), Zerspanungsmechaniker/in (18) und Fachkraft Lagerlogistik (18). Jugendliche, die aktuell eine Ausbildung suchen, können sich jeweils montags und mittwochs von 8 bis 12 Uhr im Berufsinformationszentrum (BiZ) Plauen und donnerstags von 8 bis 12 Uhr in der Geschäftsstelle Auerbach, Göltzschtalstraße 58, ohne Anmeldung über die freien Lehrstellen im Vogtland informieren und beraten lassen.

Damit die freien Ausbildungsstellen besetzt werden können und auch leistungsschwächere Jugendliche ihre Chance erhalten, bietet die Arbeitsagentur finanzielle Unterstützung an. Durch ausbildungsbegleitende Hilfen – Nachhilfeunterricht in Theorie oder Praxis – können fehlende Kenntnisse oder schlechtere Noten in der Berufsschule ausgeglichen werden. Anfragen und Terminvereinbarungen von Schülern zur Ausbildungssuche sind unter der 0800 4 5555 00 möglich. Unternehmer können ihre freien Ausbildungsstellen telefonisch unter der 0800 4 5555 20 dem gemeinsamen Arbeitgeberservice melden. (aa)

2018-08-03

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