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Zwei Plauener Schulen gewinnen Pegasus-Projekt

Viele Projekte geplant

Plauen beteiligte sich dieses Jahr erstmalig am Projekt „Pegasus – Schulen adoptieren Denkmale“ und konnte gleich zwei der sieben sachsenweit vergebenen Preise, die mit je 500 Euro beziffert sind, einholen. Die beiden teilnehmenden und erfolgreichen Schulen waren die Grundschule Kuntzehöhe und die Montessori-Mittelschule. Sie setzten sich mit ihrer Projektidee gegen 22 andere Bewerber durch.

Die Grundschule Kuntzehöhe adoptierte den Kuntze-Gedenkstein am Essigsteig am Stadtwald und verband einen Teil der Arbeiten mit ihrer Projektwoche anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Schule. Der Namensgeber der Schule, Oskar Theodor Kuntze, war der 1. Oberbürgermeister der Stadt. Im Rahmen des Projektes befassten sich die Schüler der 3. und 4. Klassen zunächst umfassend mit dem Leben und Wirken des Oberbürgermeisters. Während einer Exkursion ins Rathaus standen der Besuch des Rathausturmes und eine Besichtigung der historischen Turmuhr auf dem Programm. Weiterhin erhielten die Schüler im Stadtarchiv Einblicke in die Arbeit von Archivaren und konnten interessante Zeitdokumente – wie z. B. die Ehrenbürgerurkunde von O. T. Kuntze – bestaunen.

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Im Anschluss wurde gemeinsam mit Oberbürgermeister Oberdorfer eine vertragliche Vereinbarung zur jährlichen Pflege des Kuntzegedenksteins und des davor befindlichen Platzes abgeschlossen. Aus Zeitdokumenten – wie historische Fotokopien und Bauakten – wurden von den Schülern Wandzeitungen erarbeitet. Den Abschluss der Projektwoche bildete eine Sternwanderung zum Kuntzegedenkstein am Essigsteig, wo der Gedenkstein umfassend mit Wasser und Wurzelbürste gereinigt wurde. Alle umliegenden Bänke erhielten einen neuen Anstrich. Im Herbst ist weiterhin die Pflanzung eines Kuntze-Gedenkbaumes auf dem Schulgelände geplant. Die Ergebnisse der Schülerarbeiten sind voraussichtlich im November im Rathausfoyer zu sehen.

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Die Schüler der 6. bzw. 7. Klasse der Montessori-Mittelschule setzen sich im Rahmen ihres Projektes „Geschichte begreifen – Juden in Plauen“ mit der jüdischen Regionalgeschichte auseinander. Das Projekt beginnt im Herbst mit einer Exkursion zum jüdischen Friedhof, bei der die Schüler durch Frau Liane Kümmerl, der Betreuerin des Friedhofes, einen Einblick zum Judentum im Vogtland und speziell in Plauen erhalten. An Hand eines bzw. zwei jüdischen Grabmälern, das die Schüler adoptieren, soll die Problematik vertieft werden. Im Winterhalbjahr werden sich die Schüler eingehend mit dem Judentum befassen und versuchen, weitere Hinweise und Dokumente zu den Bestatteten der Grabstätte zu sammeln sowie untersuchen, welche Spuren heute noch zu finden sind. Im Frühjahr soll die Neubepflanzung des Grabes erfolgen bzw. dessen weitere Pflege durch die Schüler beginnen.

Auch weitere Schulen sind aufgerufen, sich an dem Programm „Pegasus – Schulen adoptieren Denkmale“ zu beteiligen. Die Betreuung der Schulen erfolgt durch die Untere Denkmalschutzbehörde der Stadt Plauen, Tel. 03741/2911671 bzw. 03741/2911665. Pegasus ist ein Programm des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus und Sport in Kooperation mit dem Landesamt für Denkmalpflege. Neben der finanziellen Unterstützung erhalten die Gewinner eine Projektberatung und eine Einladung zum Bildungstag, der in diesem Jahr am 27.09.2012 in Dresden stattfindet. Die Ergebnisse der einzelnen Projekte werden außerdem auf der aller zwei Jahre stattfindenden Denkmalmesse in Leipzig präsentiert. (mar)

2012-09-22

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