VFC Plauen steckt in schwerer Führungskrise

VFC Plauen Es war der wohl “schwarze-gelbe” Montag beim VFC Plauen. Nach einer sehr langen Sonntagsberatung mit allen Verantwortlichen stand fest: Chefcoach Hermann Andreev muss gehen.

Das aufgelegte Ultimatum war am Ende ausschlaggebend. Das Ziel von zwölf Punkten in sieben Spielen konnte Hermann Andreev nicht erfüllen. Nun muss es beim VFC ohne ihn weiter gehen. Aber auch ohne Bernd Stubenrauch. Er hielt als Aufsichtsratsvorsitzender an Andreev fest und zog nach dem Rausschmiss die Konsequenzen. Am Montag trat er von seinem Amt nach sechs Jahren zurück.

„Die getroffene Entscheidung, den Trainer der Regionalligamannschaft auszuwechseln gibt keine Garantie für den sportlichen Erfolg, zieht aber nach meiner Einschätzung ein unkalkulierbares finanzielles Risiko für den Verein in den nächsten Jahren nach sich. Die Wirtschaftskrise und Finanzkrise erschwert immer mehr, Sponsoren zu gewinnen. Aus Kenntnis dieser Sachlage kann ich dieses Risiko nicht mittragen. Mein Entschluss ist unwiderruflich.“, sagte Bernd Stubenrauch in einer Mitteilung.

Stubenrauch war maßgeblich daran beteiligt, den Entschuldungsprozess beim VFC voran zu bringen. Auch zahlreiche neue Sponsoren führte Stubenrauch zum VFC. In seinem Brief sprach er ein „finanzielles Risiko“ an. Dies könnte durch den laufenden Vertrag mit Hermann Andreevs kommen. Denn der Zwei-Jahresvertrag mit dem 43-Jährigen läuft weiter und muss auch weiter bezahlt werden, bis eventuell Andreev bei einem anderen Verein unter Vertrag kommt.

Hermann Andreev kam 2007 zum VFC. Er führte die erste Mannschaft in die Regionalliga und schaffte mit ihr in der letzten Saison auch knapp den Klassenerhalt. Die Fäden beim Regionalligateam hält nun als Interimstrainer der sportliche Leiter, Jens Starke, in den Händen. Kommissarischer Aufsichtsratsvorsitzende ist Uwe Schmidt. (mr) Bildquelle: VFC Plauen

2009-10-19

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