Spielplatz Dillnerplatz eingeweiht

Mit Hilfe des Konjunkturpaketes II ist am Dillnerplatz in Plauen ein neuer Spielbereich entstanden. Die Zuwendung wird aus Mitteln des Bundes und aus Mitteln des Freistaates Sachsen finanziert. Der Spielplatz hat eine zentrale Versorgungsfunktion für das umliegende Wohngebiet. Rund 180 Kinder leben im direkten Wohnumfeld.

 

Ziel der Neuplanung des Spielplatzes war es, ein Angebot für Kinder und Jugendliche der Altersgruppen 0 bis 16 Jahren zu schaffen sowie die Aufenthaltsqualität des Stadtplatzes für Erwachsene und Senioren zu verbessern. Da der Hort der benachbarten Grundschule nur über wenige eigene Freiflächen verfügt, wird der Spielplatz auch von den Hortkindern genutzt. Die Elterinitiative des Wohngebietes hat im Vorfeld eine Mal-Aktion organisiert, wobei die Hortkinder Vorstellungen für die Umgestaltung des Spielplatzes zu Papier brachten. „Die Wünsche der Kinder bestanden hauptsächlich in Klettermöglichkeiten, Schaukeln und Rutschen, auch Baumhäuser wurden gezeichnet“, sagt Grit Päßler, die Sachbearbeiterin für kommunale Grünplanung. Entwurf und Ausführungsplanung wurden von der in Plauen geborenen Landschaftsarchitektin Ellen Schneider (Planungsbüro Forst/Landschaft/Freiraum) erarbeitet. Hautaugenmerk bei der Planung des Spielplatzes lag auf der Schaffung von Nutzungsangeboten für alle Altersgruppen der Kinder und der Verbesserung der räumlichen Situation der Anlage und damit auch der Aufenthaltsqualität für Senioren und Erwachsene. Es wurden ein neuer Sandspielbereich, eine Vogelnestschaukel sowie das Kletterspielgerät „Mikado“ mit Absprunghöhe bis 1 Meter eingeordnet. Der Planerin ging es nicht nur darum, Bewegungsräume zu schaffen, sondern ebenfalls die Geschicke und Blicke der Kinder zu fokussieren: auf das Einfache, Natürliche, vom Bausand über heimischen Naturstein (Theumaer Schiefer) bis zu handgearbeiteten Hölzern aus Robinienholz, die wie ein Mikado wild verworfen, zum Klettern und Balancieren animieren.

 

„Klettern in allen Schwierigkeiten ist so möglich: am Rand auf einzeln liegenden Stämmen für die Jüngsten, im Zentrum des Mikados für die Älteren. Auch Jugendliche können auf den Stämmen lümmeln“, so Päßler. Da das Spielgerät nur Absprunghöhen bis 1 Meter hat, kann es ohne Fallschutz eingebaut werden. Das „Mikado“ wurde vom Künstler und Holzbildhauer Michael Grasemann aus Dresden konzipiert und aufgebaut. „In die vorgefundene räumliche Situation werden die unterschiedlichen Spielbereiche eingeordnet und sinnlich und ästhetisch reizvoll in Szene gesetzt“, berichtet Grit Päßler. Der gut dimensionierte Sandkasten wird durch Schieferplatten auf der Randeinfassung und einen Bautisch vervollkommnet. Mit 0,5 Meter tiefer Sandfläche haben auch große Kinder Spaß am Graben. Ein Mal- und Bautisch aus Schieferplatten der jetzigen Randeinfassung auf der Platzfläche installiert lädt zu Experimenten ein. Womit kann man auf dem Schiefer malen? Materialien könne auf dem Tisch gesammelt und geordnet werden, notfalls dient er als Bank. Die Vogelnestschaukel als Klassiker für Kinder aller Altersstufen darf nicht fehlen. Mehrere kleine und einzelne große Kinder können „wild“ oder „gemütlich“ schaukeln. Die gesamten Landschaftsbauarbeiten führte die Firma Nitzsche’S Außenanlagen aus Oelsnitz im Vogtland durch. Die „Jumbo“-Wippe, auf der mehrere Kinder gleichzeitig wippen können, wurde erneuert und bildet ein weiteres Angebot. Farbtupfer werden mit orangefarbenen Bänken und dem Schaukelgestell gesetzt. (ce/pl)

 

2009-11-23

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