Rotkittel übernimmt das Kommando im Show-Lokal

081210 Show-LokalNeues Musikprojekt, Weihnachtslieder singen, Plätzchenbacken, Winterdienst, Babygeld, Marathon, Klatsch und Tratsch, Glühwein, Weihnachtsmarkt, Geschenke, Fotoschau, Konzernschelte und Arbeiterwut – die Dezemberausgabe vom Show-Lokal Vogtland im fast ausverkauften Wintergarten des Theatercafés Plauen hatte ein reichhaltiges Info-Entertainment-Paket geboten.

 

Die Moderatoren Jens Heinl und Martin Reißmann tauten nach den Anfangsminuten der Aufregung, Konzentration und ersten, etwas steifen Moderationen zusehends auf, führten das Publikum locker durch ihre Sendung.  Warum eigentlich Wellington? Das neue Projekt von Hella-Donna-Frontfrau Cindy Leißner heißt so. Ihre Antwort: „Ich habe einfach im Englischbuch nachgeschaut und nach einem wohlklingenden Begriff gesucht.“ Doch Cindy plauderte nicht nur charmant, sie gab auch eine gesangliche Kostprobe und rollte mit Jens und Martin Teig für Plätzchen aus.

 

Was machst du denn hier? Der Weihnachtsmann tauchte auf, Rauschebart, sonore Stimmung und eine wohl tuende Ignoranz gegenüber den Regieanweisungen. Der Rotkittel übernahm kurzzeitig das Kommando in der Sendung – inklusive Geschenke verteilen, Schneeflöckchen-Weißröckchen singen und Werbung für Plauener Zeitungen machen. Heinl und Reißmann ließen es geschehen und staunten dann im weiteren Verlauf über waghalsige, unvernünftig wirkende Herausforderungen. Wie kommt man auf so etwas? Der Plauener Ultrasportler Frank Trtschka, der schon mal über 220 Stunden am Stück auf einem Ergometer saß und damit einen Weltrekord aufstellte, erzählte, 2011 in 50 Tagen 100 Marathons zu laufen. Kopfschütteln, Respekt zollende Blicke und Beifall waren im Publikum vernehmbar. Die beiden Showmaster kündigten an, Trtschka beim letzten Marathon herauszufordern. Sie wetten, dass sie zusammen schneller sind als Frank allein.

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Werktor zuschweißen, wo liegt da das Problem? Heinl und Reißmann baten zum Thema Philips in Plauen und der umgehenden „Job-Angst im Vogtland“ zwei kompetente Gäste ums Wort. Thomas Knabel von der IG Metall und Narva-Betriebsrats-Chef Andreas Rother stellten sich den Fragen. Der Eindruck der Zuschauer: Kampfbereit und selbstbewusst, trotz eines starken, wenig gesprächsbereiten Konzerns. Zur Not werde auch das Tor zugesperrt, sagte Rother. Zum Ende der Sendung konnten die Zuschauer die selbst gebackenen Plätzchen probieren. Das nächste Show-Lokal lädt dann im Februar ein. Das Team macht im Januar eine Winterpause. Die Sendung kann kostenlos auf der Webseite der Show angeschaut werden. (fb)

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Service:

www.show-lokal.de

 

2010-12-08

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