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Plauener SPD fordert Konzept für Bahnhofstraße

Punktekatalog aufgestellt

In den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts beschlossen die Stadtväter von Plauen, die Bahnhofstraße zur Fußgängerzone zu entwickeln. Seitdem ist nicht nur viel Wasser die Weiße Elster hinuntergeflossen, so der Plauener SPD-Fraktionsvorsitzende Rainer Maria Kett.

“Das Ende des Sozialismus, die Einheit Deutschlands, der Verlust eines Viertels der Einwohnerzahl in den letzten 50 Jahren, der Wegfall tausender produzierender Ar-beitsplätze und vieles mehr haben deutliche Spuren in der Stadt hinterlassen. Längst müssen wir fragen, ob die 40 Jahre alte Entscheidung heute noch sinnvoll ist?”

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Die Bahnhofstraße hat sich gewandelt: Im unteren Bereich sicher noch als Top-Einzelhandelszone anzusehen, dagegen im oberen Teil eher als “einfache” Straße mit Geschäften für den normalen Bedarf der Anwohner zu bewerten. Die Straße auf mehreren hundert Metern als Fußgängerzone zu erhalten, die aufwändig zu umfahren ist, muß kritisch hinterfragt werden.

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Die SPD-Fraktion schlägt vor, daß mehrere Aspekte lösungsorientiert untersucht werden. Ziel ist es, mit vertretbarem Aufwand zu städtebaulich sinnvollen Lösungen zu kommen.

1. Welcher Aufwand ist notwendig, um die Jößnitzer Str./Karlstr. wieder in beiden Richtungen zu öffnen? (Querung der Bahnhofstraße)
2. Welcher Aufwand ist für die Querung Gottschaldstr./Stresemannstr. notwendig?
3. Sollte man die Bahnhofstraße zwischen Jößnitzer Straße und Stresemannstraße als verkehrsberuhigte Zone anstatt als Fußgängerzone ausweisen? Wenn ja könnte man auch die Einmündung Windmühlenstr. in die Bahnhofstr. wieder öffnen?
4. Ist es möglich, die Forststraße wieder bis zur Jößnitzer Straße zu verlängern und in beide Richtungen zu öffnen?
5. Wie sollte der Umgriff der Fußgängerzone künftig sein? Die wesentlich stärker frequentierte Altstadt ist nur verkehrsberuhigt, die Bahnhofstraße mit geringerem Fußgängeraufkommen ist dagegen Fußgängerzone.
6. Wie kann in der künftigen Fußgängerzone die Aufenthaltsqualität tiefgreifend verbessert wer-den?
7. Wie wird die Straßenbahn in dieses Konzept aktiv eingebunden?
8. Welche Vor- und Nachteile ergeben sich für die Einzelhändler und Gewerbetreibenden aus diesen Maßnahmen?
9. Sollte man so weit gehen, die Bahnhofstraße im oberen Bereich wieder völlig zu öffnen? (Wie-derherstellung der Fahrbahn)

“Wir wollen, daß die Stadtplaner sich bis zum Mai 2012 ernsthaft mit diesen Fragen befassen und mögliche Lösungskonzepte dann auf breiter Ebene mit den Bürgern diskutiert werden. Einen entsprechenden Antrag hat die SPD-Fraktion deshalb beim Oberbürgermeister eingereicht”, so Kett. (spd)

2012-01-10

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