Anzeige

Nahverkehr soll Vierländereck weiter verbinden

Kooperationsverbund verabschiedet Erklärung

Der durchgängige Zugverkehr auf der Sachsen-Franken-Magistrale von Dresden über Zwickau, Plauen, Hof, Bayreuth bzw. Marktredwitz nach Nürnberg soll unbedingt erhalten werden. Das haben in dieser Woche die Mitglieder des EgroNet-Kooperationsverbundes auf ihrer 9. Mitgliederversammlung nachdrücklich gefordert.

In der neuen Freiheitshalle von Hof haben Vertreter aus Politik und Wirtschaft der EgroNet-Region übereinstimmend die „Hofer Erklärung zur Sachsen-Franken-Magistrale“ verabschiedet. Zu den rund 50 Teilnehmern der Beratung gehörten die Landräte Dr. Tassilo Lenk (Vogtlandkreis), Dr. Karl Döhler (Wundsiedel), Bernd Hering (Hof), Thomas Fügmann (Saale-Orla-Kreis) sowie die Oberbürgermeisterin von Bayreuth, Brigitte Merk-Erbe, und ihre Amtskollegen Dr. Harald Fichtner (Hof), Ralf Oberdorfer (Plauen) und Ing. Michal Pospisil (Cheb).

Anzeige

In seiner Eigenschaft als EgroNet-Vorsitzender betonte Dr. Tassilo Lenk eingangs, dass das länderverbindende Mobilitätssystem in den 12 Jahren seines Bestehens einen entscheidenden Beitrag zur Verschmelzung der Region mit ihren 3 Millionen Einwohnern geleistet hat. Das zeigte sich auch im zurückliegenden Jahr. So konnte der durchgehende Zugverkehr für die nächsten beiden Jahre von Plauen nach Cheb (Eger) gesichert werden. Die Verbindung der thüringischen Partner ins EgroNet konnte mit der kurzfristigen Vergabe der Leistung an die Erfurter Bahn ebenfalls fortgesetzt werden.

Anzeige

Das EgroNet-Ticket erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit. Fahrgäste können mit diesem einen Tag lang über Ländergrenzen hinweg alle Züge, Busse und Straßenbahnen nutzen, so oft umsteigen, wie sie wollen. Mit etwas mehr als 40.000 Tickets wurden in 2011 einige Fahrscheine mehr als im Jahr davor verkauft.

Großes Augenmerk wird auf die gemeinsame Vermarktung der EgroNet-Region gelegt. Präsentationen auf internationalen Messen und regionalen Ausstellungen, ein Flyer zum EgroNet-Ticket mit touristischen Tipps und der Fahrplan mit Zugverbindungen werden genutzt. Herausgegeben werden soll ein Tourenführer mit Wanderungen, Radrouten und Stadtführungen. Vorbereitet wird eine EgroNet-App für Smartphones und die Verknüpfung der Radbus-Systeme.

Das alles täuscht aber nicht darüber hinweg, dass es große Probleme bei der künftigen Gestaltung des Personennahverkehrs auf der Schiene gibt. Zum einen will die DB den eigenwirtschaftlichen Betrieb des Sachsen-Franken-Express ab Dezember 2014 einstellen, die Finanzierung durch die SPNV-Aufgabenträger scheint aber in Sachsen unmöglich. Außerdem ist die weitere Elektrifizierung der Bahnstrecke von Hof nach Nürnberg nicht geklärt.

Gemeinsam mit Vertretern der Deutschen Bahn , der Bayerischen Eisenbahngesellschaft, dem Verkehrsverbund Mittelsachsen und dem ZV ÖPNV Vogtland wurden die Perspektiven der Sachsen-Franken-Magistrale erörtert. Die daraus resultierenden Forderungen sind in der neun Punkte umfassenden Resolution zusammengefasst. Ziel bleibt es, den Kunden langfristig einen schnellen Verkehr auf der Schiene anzubieten. (Verkehrsverbund Vogtland)

Anzeige

2012-11-23

Anzeige

vorherigen Artikel lesen

Flucht endet auf der Streichholzbrücke

nächsten Artikel lesen

Weihnachtsausstellung im Vogtlandmuseum

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.