Bildung oder Bitumen?

Kolumne

 

Politik ist die Kunst der Gratwanderung. Sie ist aber auch unter pragmatischen Gesichtspunkten das bloße Verteilen von Steuergeldern, welches im Grunde genommen weder den Mandatsträgern noch der Institution Staat an sich gehört.

 

Bei der Geldausschüttung spielt das Wort Priorität eine immens entscheidende Rolle. Der Euro steht nur einmal zur Verfügung und kann folglich nur für dieses oder jenes Ressort ausgegeben werden. Bedauerlicherweise festigte sich in den vergangenen Jahren ein Trend. Straßen fanden und finden mehr Beachtung bei der Vergabe von Mitteln als das Bildungssystem. Sicherlich ist dies ein subjektiver Eindruck, aber es wird oft davon gesprochen, dass Deutschland das Land der Denker war und weiter bleiben soll. Es ist illusorisch daran zu glauben, dass künftig noch der Großteil der Produktionen in hiesigen Fabriken stattfinden wird. Aber die Entwicklung, die Ausarbeitung von Ideen das wird eine essentielle Aufgabe in den kommenden Jahrzehnten sein. Doch nach der langfristigen Investition in jenes System, welches erst die entsprechenden Köpfe heranzüchten kann, sucht man noch vergebens.

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Sicherlich hat das Konjunkturpaket zur Sanierung einiger Schulen geführt und auch die Lehrerschaft wird an sich nicht schlecht bezahlt. Allerdings kosten kleinere Klassen, Ganztagsangebote oder praxisbezogener Unterricht nochmals eine Stange Geld. Es bleibt zu hoffen, dass den Verantwortlichen auf allen Ebenen nicht der Mut fehlt und schlussendlich Bildung vor Bitumen steht.

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2010-04-07

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