Babyleichen Plauen | Mutter um tote Babys soll 11 Jahre ins Gefängnis

Im Landgericht Zwickau sind am Montag die ersten Plädoyers im Prozess um die drei Babyleichen von Plauen gehalten worden. Die Staatsanwaltschaft sprach eine Gesamtfreiheitsstrafe von 11 Jahren unter Aufrechterhaltung des Haftbefehls aus.

Der Verteidiger der Angeklagten hat Freispruch beantragt, teilt das Landgericht in Zwickau mit. Sein Plädoyer noch halten muss der zweite Verteidiger der Mutter. Aus diesem Grund vertagte sich das Gericht auf Dienstag. Mit einer Urteilsverkündung ist an diesem Tag ist nicht zu rechnen, heißt es.

Angeklagt ist die heute 30-Jährige Plauenerin Susann F. wegen Totschlags. Sie wird beschuldigt drei ihrer Babys kurz nach der Geburt getötet und danach versteckt zu haben. Die drei Mädchen sind in Plauen auf dem Hauptfriedhof beigesetzt worden.

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Jahrelang ist nichts aufgefallen

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Die drei weiblichen Babyleichen wurden Anfang Dezember 2007 in einem Keller und in einer Tiefkühltruhe sowie auf einem Balkon gefunden. Die Mädchen wurden in den Jahren 2002 bis 2005 geboren. Die Spuren führen dabei durch ganz Plauen. Die Frau ist innerhalb kurzer Zeit öfters in der Stadt umgezogen.

Die 28-Jährige Mutter bestreitet, die Babys getötet zu haben. Die Kinder seien plötzlich tot gewesen, sagte sie. An was die drei Babys genau starben lässt sich nicht mehr rekonstruieren. Die rechtsmedizinischen Untersuchungen führen, durch die zu sehr fortgeschrittenen Verwesungen, zu keinem genauen Ergebnis. (mr)

23.02.2009

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