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Winterdienst im Vogtland startklar

56 Mitarbeiter kümmern sich um gut 1.100 Kilometer Straße

Noch machen ihn die Wetterverhältnisse nicht nötig, doch für einen Winterdiensteinsatz sind die Straßenmeistereien des Vogtlandes bestens gerüstet. Mit anhaltendem Nacht- und Bodenfrost könnte dieser schon Anfang November nötig werden, so Amtsleiter Dietmar Rentzsch. Im Zwei-Schicht-System sind je nach Witterungslage etwa 56 Mitarbeiter im Einsatz. Von 3 Uhr morgens bis 22 Uhr nachts betreuen sie die rund 1.125 Kilometer an Bundes-, Staats- und Kreisstraßen in der Region.

Straßenwärter Sebastian Heinz. Foto: Vogtlandkreis
Straßenwärter Sebastian Heinz ist einer von 56 Mitarbeitern im Vogtland, die sich um die Straßen kümmern. Foto: Vogtlandkreis

Bei Bedarf, beispielsweise bei dauerhaft starkem Schneefall, können Winterdienstschichten auch verlängert oder ein durchgängiger Winterdienst eingesetzt werden. Auf insgesamt 16 eigene Winterdienst- und 22 Unternehmensfahrzeuge, vier eigene Multicars, einen Miet-Lkw und zwei Traktoren können die Straßenmeistereien dabei zurückgreifen. Bei heftigeren Schneefällen können zudem sechs Schneeschleudern beziehungsweise –fräsen an die Fahrzeuge angebaut werden.

Vier Schneepflüge wurden generalüberholt, um einen reibungslosen Winterdienstablauf gewährleiten zu können. Zusätzlich werden für die Straßenmeistereien vier neue Streugeräte beschafft. Aufgrund von Lieferverzögerungen kann die Neutechnik teilweise erst im I. Quartal 2022 bereitgestellt werden.

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6.800 Tonnen Auftausalz sind nach der Winterperiode 2020/21 im Frühbezug beschafft worden. Die Hallen der Straßenmeistereien, die eine Einlagerungskapazität von etwa 8.500 Tonnen haben, sind mit Winterbeginn fast komplett mit Streusalz gefüllt. Auch Streusplit für Rad- und Gehwege wird dort gelagert.

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Rund 11.532 Tonnen Streusalz- und Sole sind in der vergangenen Wintersaison verbraucht worden – die zweithöchste Menge nach der Winterperiode 2012/2013. Die Mitarbeiter verzeichneten insgesamt 163 Einsatztage, darunter 90 Räum- und 136 Streutage. Nachdem die Gesamtkosten für den Winterdienst in den Vorjahren gesunken waren, erhöhten sie sich im vergangenen Winter um circa 93 Prozent. Mehr als vier Millionen Euro kostete der Einsatz mit Fahrzeugen, Personal und Streugut zwischen den Jahren 2020 und 2021.

Veränderungen gegenüber Vorjahr und Maßnahmen zur Gewährleistung der Einsatzbereitschaft

Durch eine Erhöhung der Mindestlöhne und steigende Mineralöl- und Energiekosten mussten Stundensätze bei Vertragsfirmen angepasst werden. Das Hygienekonzept aus 2020 für die Straßenmeistereien/Amtswerkstatt des Landratsamtes Vogtlandkreis zur Aufrechterhaltung des Dienstbetriebes und der Handlungsfähigkeit gilt auch für den Winterdienst 2021/2022 weiter. Mit Baubetrieben aus der Region – VSTR GmbH; HTR GmbH; UTR GmbH – wurde die Bereitstellung von Ersatzfahrern für den Winterdienst vertraglich vereinbart.

Schutz vor Schneewehen – Schneezäune werden aufgebaut

Schneewehen gehören zu den großen Verkehrsrisiken im Winter. Besonders verwehungsgefährdete Abschnitte an Bundes-, Staats- und Kreisstraßen im Vogtland werden in diesen Tagen wieder mit Schneezäunen abgesichert. Bis Mitte November sind die vier Straßenmeistereien dafür auf Freiflächen in der Region aktiv. Mit Teams von jeweils vier bis sechs Personen werden insgesamt etwa 23,5 Kilometer an Straßenabschnitten gegen verwirbelnde Schneemassen geschützt.

Was wird gemacht, wenn kein Schnee liegt?

Auch wenn kein Schnee liegt, sind die Aufgaben der Straßenmeistereien im Vogtlandkreis vielseitig. So werden Gehölzarbeiten durchgeführt, Tageswassereinläufe und Leitpfosten gereinigt, Müll und Unrat aus den Graben- und Bankettbereichen eingesammelt, Notreparaturen an Banketten durchgeführt, bei günstiger Witterung kleine Asphaltschäden repariert, Winterdiensttechnik gewartet oder Verkehrszeichen auf ihre Funktionstüchtigkeit kontrolliert.

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