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Yvonne Magwas (CDU)

Vogtlandkreis zeigt einzigartige Hermann Vogel Schau

Märchenhafte Szenen am Landratsamt in Plauen zu sehen

Weihnachtsfreude und stimmungsvollen Weihnachtsatmosphäre – gerade in Corona-Zeiten ein wertvolles Gut. Mit einer märchenhaften Sonderausstellung in den beleuchteten Schaukästen des Landratsamtes in Plauen, Eingang Postplatz, möchte dieses für eine vorweihnachtliche Stimmung sorgen. Die acht beleuchteten Szenen stellen märchenhafte Illustrationen, Malereien und Handskizzen von Hermann Vogel in den Vordergrund.

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Vogtlandkreis zeigt einzigartige Hermann Vogel-Schau

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NOBELNIGHTS PLAUEN

Vogel gilt als einer der bekanntesten vogtländischen Künstler des 19. Jahrhunderts. Motive, die den Zauber der Winter- und Weihnachtszeit wiedergeben und Ausschnitte aus Zeichnungen für Märchenbücher komplettieren die liebevoll gestaltete Schau. Immer wieder wird der Bezug zur reizvollen Natur des Vogtlandes deutlich. Von ihr hatte sich Hermann Vogel oft inspirieren lassen. Für die mit freundlicher Unterstützung des Vogtlandmuseums Plauen erstellte Exposition wurden mehr als tausend Bildern des Künstlers gesichtet.

Zahlen und Fakten zu Hermann Vogel

Bekanntester vogtländischer Künstler
*16. Oktober 1854 in Plauen, Vogtland; // † 22. Februar 1921 in Krebes, Vogtland

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Überregionale Bekanntheit erlangte der Künstler Hermann Vogel vor allem mit seinen zauberhaften Illustrationen zu Märchenbüchern, wie dem der Brüder Grimm. 1874 nahm er ein Studium an der Dresdner Kunstakademie auf. Dieses brach er bald darauf für einen lukrativen Auftrag zur Illustration der Deutschen Heldensagen von Wilhelm Wägner ab. Fortan bildete sich Vogel autodidaktisch weiter.

Mit seinen lebendigen und humorvollen Darstellungen entwickelte er eine eigene, unverkennbare Bildsprache. Daneben zeichnete er unter anderem Beiträge für die Deutsche Jugend und für die Fliegenden Blätter. 1887 errichtet er sich in Loschwitz ein Haus, um der Kunstmetropole Dresden nah zu sein. Die vogtländische Heimat zog Hermann Vogel immer wieder an und inspirierte ihn. In den frühen 1890er Jahren entstand sein zweiter Wohnsitz mit Atelier in idyllischer Lage in Krebes, unweit des sagenumwobenen Burgsteins. Das villenartige Fachwerkhaus – über und über mit geschnitzten Märchenmotiven verziert – entstand nach Plänen Hermann Vogels und seines Bruders Richard, eines Architekten.
Schon die Zeitgenossen erinnerte es an ein märchenhaftes Pfefferkuchenhäuschen. Zeitweilig nur als Sommerwohnsitz genutzt, wurde es in den späteren Jahren zum Hauptaufenthaltsort Vogels, an dem er am 22. Februar 1921 starb.

Zitat Hermann Vogels:
»Hier in meinem vogtländischen Fichtenwald bin ich wahr und wirklich daheim, ich sowohl wie mein bisschen Kunst.« (text & foto: vl)

2020-12-07

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