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Die Ortsteile von Plauen und ihre Probleme

Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer trifft Ortsvorsteher

Auch in diesem Jahr hat Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer die Ortsvorsteher von Neundorf, Straßberg, Kauschwitz, Jößnitz, Großfriesen und Oberlosa zum alljährlichen Gespräch eingeladen. Weitere Mitarbeiter aus dem Bereich Bürgerbüro nahmen am Treffen teil. Dabei waren: Ortsvorsteher Neundorf, Uwe Trillitzsch; Ortsvorsteher Straßberg, Dieter Blechschmidt; Ortsvorsteher Kauschwitz, Ingo Eckardt; Ortsvorsteher Jößnitz, Michael Findeisen; Ortsvorsteher Oberlosa, Janes Trawinski sowie Ortsvorsteher Großfriesen, Wolf-Rüdiger Ruppin.

Stadt Plauen

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„Wir praktizieren dies jetzt schon einige Jahre und ich glaube, dass sich dieser direkte Kontakt bewährt hat. Es ist für beide Seiten, sowohl für Sie als auch für mich, wichtig, dass wir ganz offen und direkt über die maßgeblichen Probleme der Ortsteile sprechen“, so das Stadtoberhaupt. Eine Änderung gab es bei diesem Treffen jedoch: „Wir haben dieses Mal ganz bewusst auf eine vorherige Problemabfrage in den Ortschaften verzichtet. Ich möchte das von Ihnen persönlich hören, also frisch von der Leber weg…“

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Noch drei Klagen beim Gewerbegebiet Oberlosa

Die Oberlosaer sind erfreut, dass endlich die Brache des Gutshofes im Ortszentrum abgerissen wird und dass das Gutshaus erhalten, saniert und genutzt werden soll. Der OB hatte im Ortschaftsrat versprochen, sich persönlich für eine Lösung dieser Brachenproblematik einzusetzen. 

Gewerbegebiet Oberlosa: Der OB erläuterte, dass es aktuell noch drei Klagen gibt. Er hofft, dass die Gerichte zügig eine Entscheidung finden. Die Stadtverwaltung ist sich sicher, alle Abwägungsprozesse im Vorfeld nach den Regularien des Baugesetzbuches beachtet zu haben. Probleme gibt es noch mit der Straßenreinigung, da die Neue Plauensche Straße erst ab Ortseingangsschild gereinigt wird. Der Abschnitt bis zur B92 muss regelmäßig nach Anruf nachgebessert werden. Hier wünschen sich die Oberlosaer eine Anpassung. Der OB wird dies entsprechend in der Verwaltung veranlassen.

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Fußweg in Kauschwitz fehlt

In Kauschwitz fehlt weiterhin ein Fußweg in der Ortsmitte. Der OB wies auf den Investitionsstau im Tiefbaubereich und die derzeitige Fördermittelsituation im Freistaat Sachsen hin. Die Stadt Plauen könne prinzipiell keine Maßnahme ohne Förderung durch den Freistaat Sachsen durchführen. Die Lösung für das Rittergut und dessen öffentliche Nutzung ist ein großer Gewinn für Kauschwitz in Zukunft.

Defizite beim Breitbandausbau in Jößnitz

Derzeit läuft die Erstellung der Planungsunterlagen für die Sanierung der Plauenschen Straße. Auch wenn diese erst in Zukunft umgesetzt werden kann, sei dies ein Fortschritt und werde im Ortsteil positiv aufgenommen. Außerdem bedankt sich Ortsvorsteher Findeisen für die Erneuerung des Parkplatzes am Bahnhof und die Arbeiten am Schlosspark. Angemerkt wurde, dass die Straßen aus dem Wohngebiet wie die Kültzstraße eine Sanierung bräuchten.

Der Verkauf des Schlosses ist für die Jößnitzer ein sehr emotionales Thema. Es gibt hierzu jetzt inzwischen einen Arbeitskreis, der sich darum bemüht, einen Nachpächter oder eine andere Lösung zu finden. Ein Leerstand ab Januar wäre die schlechteste Variante. Man hofft, einen ernstzunehmenden Pächter zu finden.

In den Nebenstraßen gibt es Defizite beim Breitbandausbau. Ein Anbau an der Grundschule/für eine weitere Klasse wird nicht kommen können. Der OB verwies darauf, dass das ganzstädtische Schulangebot ausreichend sei. Derzeit werde an einer Neugliederung des Schulsprengels gearbeitet, welcher der aktuellen Bevölkerungsstruktur und Schulkapazität entsprechen soll.

Hauptdurchfahrtsstraße von Straßberg sanierungsbedürftig

Gut angenommen wird die Tempo 30 Regelung an der Steingasse. Positiv zu vermerken ist auch die Reparatur am Buswartehaus und an der Straße in der Possig. Die Klärung der Abwassersituation an der Possig ist ein großer Fortschritt. Die vor 25 Jahren gebaute Hauptdurchfahrtsstraße von Straßberg ist sanierungsbedürftig. Ortsvorsteher Blechschmidt machte deutlich, dass die Straßberger noch immer darauf hoffen, dass der Vogtlandkreis die Verbindungsstraße von Straßberg nach Kürbitz noch in Angriff nehmen werde.

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Neundorfern fehlt Anruf-Sammeltaxi

Dr. Uwe Trillitzsch macht auf einige Probleme aufmerksam. Den Neundorfern fehlt das Anruf-Sammeltaxi. Die Sanierung der Neundorfer Straße ist wichtiges Anliegen. Ein neues Feuerwehrhaus müsste ebenfalls gebaut werden. Außerdem soll ein Gemeindezentrum mit der Örtlichen Verwaltung in den nächsten Jahren in eine von mehreren möglichen Immobilien ziehen, dafür erhofft sich der Ortsvosteher Unterstützung bei der Stadt. Sehr positiv angenommen wird die Sanierung des Schulstandortes Grundschule Neundorf.

Erneuerung des Spielplatzes in Großfriesen

Die Erneuerung des Spielplatzes kommt gut an. Der Zustand der Falkensteiner Landstraße (2. Bauabschnitt) wurde bemängelt. Auch sind die Zustände im Gerätehaus der FFW nicht der Größe der Wehr angemessen. Die Kameradinnen müssen sich im Lagerraum umziehen. Ortsvorsteher Ruppin sieht daher dringenden Bedarf für einen An- oder Neubau.

In seiner Antwort verwies der OB darauf, dass im Geschäftsbereich II derzeit der neue Brandschutzbedarfsplan erarbeitet wird, in dem bisher Investitionen in Höhe von rund 12 Millionen Euro angemeldet wurden. Das ist in der Summe nicht zu leisten. Hierbei müssen die Prioritäten noch einmal überarbeitet werden.

Am Kalten Frosch und an der ehemaligen Bahnlinie gibt es nach wie vor Entwässerungsprobleme. Hier sind wohl verrohrte Seitengräben defekt, so dass immer wieder Oberflächenwasser in benachbarte Grundstücke fließt. Der OB wird das Problem dem FG Tiefbau zur Einschätzung weitergeben.

Abschließend äußerte der OB Verständnis für die Wünsche aus den Plauener Ortsteilen und die Ausführungen der Ortsvorsteher. Viele Maßnahmen für ein lebenswertes Wohnen sind seit der letzten Zusammenkunft realisiert worden. Er verweist jedoch auch auf die Reduzierung der investiven Schlüsselzuweisungen des Freistaats Sachsen von 5,4 Millionen auf 1,7 für 2021 und später 1,3 Millionen Euro für 2022. „Zudem muss die Stadt gleichzeitig 5 Millionen Euro Eigenmittel für die Förderung als Modellstadt aufbringen. Ich bitte um Verständnis, aber unter diesen Voraussetzungen gibt es keinen Spielraum für zusätzliche Investitionsmaßnahmen über den gegenwärtigen Plan hinaus.“ (pl)

2020-12-11

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