Anzeige
Plauen Nachrichten Vogtland Nachrichten VOGTLAND TV

Waldbrand im Vogtland bei Plauen: Feuerwehren, THW und Hubschrauber im Dauereinsatz

Löschhubschrauber, Drohne und über 100 Einsatzkräfte halten den Brand im „Schwarzen Holz“ unter Kontrolle – Straßensperrungen und Löscharbeiten dauern weiter an.

Löschhubschrauber, Drohne und bis zu 180 Einsatzkräfte halten den Waldbrand im Gebiet „Schwarzes Holz“ bei Meßbach nahe Plauen in Schach – die Brandfläche ist stabil und liegt weiter bei rund sieben Hektar, die Löscharbeiten im schwer zugänglichen Steilhang dauern jedoch an.

Seit dem frühen Dienstagabend sind zahlreiche Feuerwehren aus Plauen und dem Vogtland, das Technische Hilfswerk, Katastrophenschutz, Johanniter, Wasserwacht Pirk, Polizei und Rettungsdienst im Dauereinsatz; das Areal liegt in einem Trinkwasserschutzgebiet, gelöscht wird ausschließlich mit Wasser und viel Handarbeit.

Zur Sicherung der Löschwasserversorgung hat das THW in der Nacht eine rund 2,5 Kilometer lange Leitung von einem Teich in Taltitz bis vor das „Schwarze Holz“ verlegt, zusätzlich unterstützen erneut Löschhubschrauber die Brandbekämpfung aus der Luft. Die Unterlosaer Straße ist zwischen dem Goldenen Baum und dem Taltitzer Weg in Unterlosa nun voll gesperrt, weitere Straßen im Umfeld des Einsatzortes sind ebenfalls nur eingeschränkt befahrbar.

Anzeige

Die Entwicklung der Löscharbeiten im Ticker:

Hinweis: Spaziergänger und Wanderer werden gebeten, das betroffene Gebiet weiträumig zu meiden.

Update 12:00 Uhr – Bis zu 180 Kräfte löschen im Trinkwasserschutzgebiet: Die Brandfläche im Waldgebiet „Schwarzes Holz“ bleibt dank feuchtkalter Nacht stabil bei rund sieben Hektar, die Löscharbeiten im steilen Gelände dauern an. Die Unterlosaer Straße zwischen Unterlosa und Taltitz ist nun voll gesperrt, das THW hat eine rund 2,5 Kilometer lange Wasserleitung vom Teich in Taltitz zum Einsatzgebiet verlegt. Bis zu 180 Kräfte von Feuerwehren, THW, Katastrophenschutz, Polizei und Rettungsdienst sind im Einsatz, zwei Einsatzkräfte erlitten leichte Kreislaufprobleme. Mehr dazu erfahren…

Meldungen vom 12. August 2026:

Anzeige

Update 19:00 Uhr – Kreisbrandmeister Pürzel würdigt Einsatzkräfte im schwierigen Gelände: Kreisbrandmeister Gerd Pürzel bezeichnet die Leistung der Einsatzkräfte im Gebiet „Schwarzes Holz“ als fachlich bemerkenswert. Teile des Brandgebietes seien für Einsatzfahrzeuge kaum erreichbar, Schläuche und weiteres Material müssten über längere Strecken in das unwegsame Gelände getragen werden. Hinzu kämen die lange Einsatzdauer und die hohe körperliche Belastung für die Feuerwehrleute. Deshalb sei es besonders wichtig, die Kräfte rechtzeitig abzulösen und die Brandbekämpfung ohne Unterbrechung fortzuführen. Laut Pürzel zeigt sich dabei, wie professionell die verschiedenen Einheiten ineinandergreifen und gemeinsam gegen den Großbrand vorgehen. Mehr dazu…

Update 18:00 Uhr – Landrat lobt Zusammenarbeit und schnelle Unterstützung: Landrat Thomas Hennig hat sich im Gebiet „Schwarzes Holz“ am Rand von Plauen persönlich ein Bild von der Lage gemacht und die Zusammenarbeit der eingesetzten Kräfte ausdrücklich gelobt. Bei einem Einsatz dieser Größenordnung zeige sich, wie gut die Feuerwehren im Vogtlandkreis Hand in Hand arbeiten und wie schnell zusätzliche Partner einspringen. Besonders hebt Hennig die kurzfristige Unterstützung des Freistaates Sachsen hervor, der zwei Polizeihubschrauber zur Brandbekämpfung bereitgestellt hat. Diese Hilfe sei für die Einsatzkräfte im schwer zugänglichen Gelände eine wichtige Entlastung. Zugleich dankt der Landrat allen beteiligten Organisationen, die den Kräften vor Ort Material, Technik und Versorgung bereitstellen. Mehr dazu…

Update 14:00 Uhr – Hinweis zur Talsperre Pirk und Details zu Löschhubschraubern: Da die Löschhubschrauber derzeit in kurzen Abständen Wasser aus der Talsperre Pirk entnehmen und dabei auch über die Staumauer fliegen, werden Besucher gebeten, den Bereich der Talsperre – insbesondere die Staumauer – zu meiden. So sollen Gefahren für Spaziergänger und Beeinträchtigungen der Löscharbeiten vermieden werden.

Vor Ort sind zwei neue Löschhubschrauber der Polizeihubschrauberstaffel im Einsatz, die erst am 25. Juni ausgeliefert wurden und nun ihren zweiten Einsatz absolvieren. Sie gehören zur Abteilung 3 des Präsidiums der Bereitschaftspolizei, die dem Innenministerium zugeordnet ist und im Rahmen des ausgebauten Katastrophenschutzes tätig wird. Unterstützt werden die Hubschrauber durch ein Tankfahrzeug mit 8.000 Litern Fassungsvermögen. Pro Tankfüllung sind etwa zehn bis zwölf Abwürfe möglich, je Runde werden – abhängig vom Gesamtgewicht des Hubschraubers und dem aktuellen Tankfüllstand – zwischen rund 500 und bis zu 900 Litern Wasser im „Bambi Bucket“ aufgenommen. Das Wasser wird als feiner Sprühnebel abgegeben und kühlt so gezielt den Boden im Brandgebiet.

Update 11:00 Uhr – Weitere Sperrungen und Luftunterstützung: Rund um den Einsatzort wurden zusätzliche Straßensperrungen eingerichtet: Am Reuthhübel ist die Zufahrt zum Touristenweg gesperrt, ebenso in Unterlosa am Meßbacher Weg an der Kreuzung Taltitzer Weg. Derzeit sind 35 Fahrzeuge (einschließlich Hubschrauber) und 115 Einsatzkräfte im Einsatz – darunter die Berufsfeuerwehr Plauen, mehrere Freiwillige Feuerwehren aus Plauen und dem Umland, die Wasserwacht Pirk, die Johanniter sowie die Polizei. Der Löschhubschrauber hat bereits rund 2.200 Liter Wasser abgeworfen; die Wirkung wird laufend geprüft und weitere Flüge folgen. Der Einsatz eines zweiten Hubschraubers schließt sich unmittelbar an.

Anzeige

Update 10:00 Uhr – Löschhubschrauber im Einsatz: Der erste Löschhubschrauber ist inzwischen im Einsatz: Nach dem Ankoppeln des Wassertanks und einer erneuten Lageeinweisung fliegt die Maschine zur Talsperre Pirk, um Löschwasser aufzunehmen. Gestartet wird mit rund 500 Litern Wasser je Abwurf, die Menge kann auf bis zu 900 Liter erhöht werden. Im Einsatz ist derzeit ein Polizeihubschrauber des Sächsischen Staatsministeriums des Innern aus Dresden, der speziell für solche Einsätze ausgerüstet ist. Gegen 10.30 Uhr wird ein weiterer Hubschrauber am Einsatzort erwartet. Wegen der Löscharbeiten sind die Kreuzung Unterlosaer Straße/Am Schwarzen Holz sowie der Touristenweg derzeit komplett gesperrt; ein Durchkommen ist dort aktuell nicht möglich.

Update 07:30 Uhr – Brand unter Kontrolle: Das Feuer im Gebiet „Schwarzes Holz“ ist unter Kontrolle, die Brandbekämpfung zeigt Erfolge. Rund sieben Hektar schwer zugängliche Fläche sind betroffen, der Boden ist stark aufgeheizt. Eine Drohne bestätigte am frühen Morgen deutlich eingegrenzte offene Flammen, dennoch werden die Löscharbeiten voraussichtlich den gesamten Mittwoch (12. August) und die Nacht andauern. Zwischen 8 und 9 Uhr werden Löschhubschrauber aus Dresden zur Unterstützung aus der Luft erwartet. Die B173 ist wieder freigegeben, mit Behinderungen durch Einsatzfahrzeuge ist jedoch weiterhin zu rechnen.

Update 01:00 Uhr – Großeinsatz im „Schwarzen Holz“: Am Vormittag sollen voraussichtlich drei Hubschrauber die Brandbekämpfung aus der Luft unterstützen. Sie werden Löschwasser aus der Talsperre Pirk aufnehmen und über dem Brandgebiet abwerfen. Dank des unermüdlichen Einsatzes der Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr konnte eine stärkere Ausbreitung des Feuers bislang verhindert werden. Die Löscharbeiten am Boden werden parallel weitergeführt.

Rückblick:

Seit dem frühen Dienstagabend sind die Feuerwehren im Bereich des Touristenwegs in Meßbach aktiv. Vor Ort sind die Berufsfeuerwehr Plauen sowie die Freiwilligen Feuerwehren Straßberg-Neundorf, Stadtmitte und Thiergarten. Unterstützung erhält das Team durch die Freiwillige Feuerwehr Oelsnitz mit einem Großtanklöschfahrzeug.

Einsatzkräfte kämpfen im unwegsamen Gelände: 120 Kräfte im Einsatz

Aktuell haben sich die Flammen auf eine Fläche von etwa vier Hektar ausgedehnt. Über 120 Feuerwehrleute engagieren sich in vier Einsatzabschnitten, wobei die schwierige Zugänglichkeit des Geländes eine Herausforderung darstellt. Die Brandbekämpfung erfolgt weitgehend zu Fuß, während die Wasserversorgung durch das Ausrollen und Verlängern von Schlauchleitungen sichergestellt wird. Zur Luftlageerkundung ist eine Drohnenstaffel der Johanniter im Einsatz. Polizei und Rettungsdienst sind ebenfalls vor Ort.

Die oberste Priorität der Einsatzkräfte liegt derzeit darauf, eine weitere Ausbreitung des Brandes zu verhindern. Aufgrund der Löscharbeiten besteht eine Sperrung in einem Teilabschnitt der B173 auf Höhe der Abzweigung Tiergarten. Die Warn-App NINA informiert die Bevölkerung im Umkreis von zwei Kilometern und empfiehlt Anwohnern, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Drohne, Polizei und Rettungsdienst vor Ort

Die Lage am Brandgebiet ist weiterhin schwierig. Um die Einsatzkräfte zu unterstützen, wurden auch Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks (THW) hinzugezogen. Oberbürgermeister Steffen Zenner hat sich am Abend über die Situation informiert und den Beteiligten für ihren Einsatz gedankt. Die Löscharbeiten werden voraussichtlich noch längere Zeit in Anspruch nehmen, da die schwierig zugänglichen Bereiche erhebliche Herausforderungen darstellen.

Laut den Einsatzleitern sind die Löscharbeiten effektiv, jedoch ist ein längerer Einsatz notwendig, um das Feuer zu kontrollieren.


Mehr Meldungen

Anzeige