Versammlungstag in Plauen friedlich verlaufen
Am 8. August 2026 fand die Hauptversammlung „Projekt M1llion“ in Plauen mit rund 10.000 Teilnehmern statt. Die Veranstaltung verlief friedlich, jedoch gab es Unterbrechungen aufgrund von Auflagenverstößen beim Aufzug.

Die bei der Versammlungsbehörde des Vogtlandkreises angemeldeten Versammlungen brachten auch an weiteren Orten Kundgebungen mit insgesamt etwa 400 Teilnehmern zusammen. Der Aufzug setzte sich gegen 12:30 Uhr von mehreren Versammlungen rund um den Albertplatz in Bewegung.
Zu den Auflagen gehörte unter anderem, die mitgeführten Trommeln lose zu verteilen, um dem im Sächsischen Versammlungsgesetz verankerten Militanzverbot zu dienen. Da einige Trommler als geschlossene Gruppe auftraten, kam es gleich zu Beginn des Aufzuges mehrfach zu Stopps. Eine längere Unterbrechung erfolgte im Bereich des Oberen Bahnhofs, wo etwa 50 Trommler vom Aufzug getrennt wurden.
Die Trommelgruppe meldete daraufhin eine eigene Spontankundgebung und konnte ihr Versammlungsrecht unabhängig vom ursprünglichen Aufzug wahrnehmen. Abgesehen von den genannten Unterbrechungen kam es zu keinen größeren Zwischenfällen.
Medizinische Versorgung während der Versammlung
Während der Versammlungen benötigten insgesamt 30 Teilnehmer medizinische Hilfe. Bei 21 Personen reichte eine sanitätsdienstliche Behandlung aus, während 9 Personen durch den Rettungsdienst versorgt werden mussten. Von diesen mussten 3 ins HELIOS Vogtland-Klinikum Plauen eingeliefert werden.
Die Patienten litten vor allem unter Kreislaufproblemen, die durch die Hitze, langes Stehen oder Insektenstiche verursacht wurden. Ein professioneller Sanitätsdienst sorgte für die medizinische Absicherung der Veranstaltung.
Hintergrund: Wer zur Demo aufgerufen hatte
Zur Großdemonstration in Plauen aufgerufen hat die Initiative „Projekt M1llion“ um den erzgebirgischen Aktivisten Marcel Baldauf. Die Bewegung versteht sich als regierungskritische Protestplattform und hat ihren Aufruf vor allem über soziale Netzwerke und eine bundesweite Unterstützer-Community verbreitet. Beworben wurde die Demo teils auch von der als rechtsextrem eingestuften Kleinstpartei Freie Sachsen, von der sich Baldauf nach eigenen Angaben jedoch distanziert und auf parteipolitische Unabhängigkeit verweist.
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