So sieht in Plauen der Hochwasserschutz aus

Hochwasserschutz in Straßberg muss verbessert werden

Plauen hat in den letzten Jahren Millionen in den Hochwasserschutz investiert. Dadurch konnten beim Hochwasser in der letzten Woche viele Schäden und Überschwämmungen verhindert werden. Seit 2013 wurden in der Spitzenstadt insgesamt 3,3 Millionen Euro für Hochwasserschadensbeseitigung ausgegeben.

Nach dem intensiven Hochwasser 2013 hat Plauen viele Übergänge, Brücken, Kanäle und Straßenentwässerungssysteme angepackt. In mehrjähriger Arbeit wurden diese Hochwasserschutzmaßnahmen umgesetzt. Die vom Freistaat Sachsen geförderte Schadensbeseitigung berücksichtigte die Anforderungen an zukünftige Hochwasser. Neue Brückenbauwerke und Durchlässe wurden entsprechend den Anforderungen mit vergrößerten Querschnitten geplant und hergestellt. Bürgermeister Levente Sárközy: „Gefeit sind wir vor der Kraft des Wasser natürlich nie. Das Plauener Hochwasserschutzsystem ist aber ein ineinandergreifendes System.“

Die kostenintensivsten Maßnahmen waren:

• Stützmauer Holbeinstraße (1.765.000 Euro)

• Straßen- und Brückeninstandsetzung Holzmühlenweg (345.000 EUR)

• Brücke Hainstraße (330.000 EUR)

• Erneuerung Bahndurchlass und Entwässerung Possig (101.000 Euro)

• Brücke zum Syratal (113.000 Euro)

• Instandsetzung Straßenentwässerung Seumestraße (101.000 Euro)

• Instandsetzung öffentlicher Weg „An der Schieferleith“ und Durchlass Sattelbach (69.000 Euro)

• zahlreiche kleinere weitere Maßnahmen

Bereits im Jahr 2011 wurde die Hochwasserschutzmaßnahme in Altchrieschwitz fertiggestellt, welche ihre erste Bewährungsprobe dann 2013 hatte. Die Kosten beliefen sich auf 1,642 Millionen Euro.

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Diese Maßnahmen zeigten Wirkung bei den starken Niederschlägen und Überschwemmungen in der vergangenen Woche am 24. Mai 2018. Lediglich der Bahndurchlass an der Possig wurde von den auftretenden Schlamm- und Geröllmassen verstopft und muss gereinigt werden, was eine Sperrung zur Folge hatte.

Ein Problem stellt die Überschwemmungsgefahr für die Vogtland-Biomühle in Straßberg dar. Es kam kurz vor dem Höchstwasserstand wieder zur Überflutung im Bereich des Elsterwehres und des ehemaligen Mühlgrabens. „Eine Schwelle muss hier noch etwas erhöht werden, dann dürfte auch die Mühle sicherer sein. Man muss feststellen, dass die in der Hochwasserschutzkonzeption der Landestalsperrenverwaltung vorgesehenen Maßnahmen Abhilfe schaffen könnten. So ist vorgesehen, den Deich entlang des Uferweges in Straßberg zu erhöhen, den Deich am gegenüberliegenden Ufer zu schlitzen und hier Überschwemmungsflächen zur Verfügung zu stellen. Darauf hoffen wir nach wie vor“, so Bürgermeister Sarközy

Auf dem Gebiet der Stadt Plauen kam es vor allem in den Stadtteilen Thiergarten und Straßberg sowie im Hammerpark zu Schäden an Straßen, Uferbefestigungen und Privathäusern. „Ursache dafür war jedoch nicht ein Hochwasser führendes ‚Gewässer, sondern der Starkregen. Fast 100 Liter pro Quadratmeter fielen in wenigen Stunden. Die Wassermassen konnte der Boden nicht aufnehmen. Auch die Straßenentwässerung ist mit solchen Mengen überfordert. Daher verwandelten sich teilweise Straßen und Wege in Flüsse“, so der Baubürgermeister. Derzeit läuft die Schadenserfassung. (pl, mar)

2018-05-30

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