Plauener Hütte im Zillertal aufwendig saniert

Alpenhütte mit Umweltgütesiegel ausgezeichnet

Plauener HütteEin Stück Spitzenstadt auf 2363 Meter: Darauf ist die Sektion Plauen-Vogtland nach rund fünf Jahren intensiver Sanierungs- und Modernisierungsarbeit wirklich stolz. Die Plauener Hütte in Österreich hat das Umweltgütesiegel von der Bundesgeschäftsstelle Deutscher Alpenverein (DAV) erhalten.

Plauener HütteMit dem Umweltgütesiegel zeichnen die Alpenvereine ökologisch besonders vorbildliche Alpenvereinshütten aus. Neue Hütten bauen die Alpenvereine heutzutage grundsätzlich nicht. Die bestehenden Hütten werden konsequent ökologisch zu Inselsystemen weiterentwickelt, die ihre Umgebung nicht belasten. Die Kriterien für die die Auszeichnung werden alle fünf Jahre oder bei einem Pächterwechsel überprüft.

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Im Rahmen der Sanierungsmaßnahmen wurden netto runde 650.000 Euro investiert. Die Stadt Plauen hat mit 10.000 Euro finanziell unterstützt. Es gab Beihilfen und Darlehen des DAV Bundesverbandes München, eine Förderung für Energieversorgung und Abwasserreinigung vom Land Tirol sowie der Republik Österreich, einen Zuschuss der Stadt Plauen, eine Förderung der Bürgerstiftung Plauen und Spenden der Sektionsmitglieder.

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Aber auch die Hüttenwirte Edith & Michael der Plauener Hütte haben einen großen Anteil daran, da sie durch einen umweltgerechten Hüttenbetrieb mit dazu beigetragen haben. Eine umweltfreundliche Berghütte muss entsprechend gebaut und technisch ausgestattet sein. Genauso wichtig ist eine ökologisch orientierte Betriebsführung. Das Umweltgütesiegel der Alpenvereine gibt es seit über 20 Jahren. Hierfür müssen Kriterien im Bereich Energieeffizienz und -versorgung, Abwasserklärung, Abfallvermeidung und -entsorgung erfüllt werden: Die Wasserkraftanlage wurde erneuert, eine Photovoltaik-Anlage installiert, eine Abwasserreinigungsanlage neu gebaut und Küche sowie Lebensmittellager modernisiert.

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Plauener Hütte„Auch ein neues Fluchtwegekonzept wurde umgesetzt“, informiert Hüttenwart Jens Winkelmann. Der Hüttenart selbst war äußerst engagiert bei der Umsetzung des Konzepts. Dutzende Male war er vor Ort, koordinierte den Bau im Ehrenamt und legte dafür jedes Mal für eine Strecke Hin- und Zurück mehr als 1000 Kilometer zurück.

„Dank gilt allen Beteiligten. Unterstützung bei der Umsetzung gab es fachlich und finanziell vom Bundesverband Deutscher Alpenverein (DAV). Den Hüttenwirten gilt großer Dank für ihre Geduld und Mitwirkung, ebenso der Bürgerstiftung Plauen und allen freiwilligen Helfer“, sagt Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer.

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Gerade die Sektion Plauen-Vogtland engagierte sich begeistert: „Es gilt den Mitmachern Anerkennung für die vielen ehrenamtlich geleisteten Stunden zum Erhalt unserer Hütte. Dies ist ein wertvoller Beitrag zum Umwelt- und Naturschutz im Alpenraum.“ Alle Vogtländerinnen und Vogtländer sind herzlich eingeladen, die Plauener Hütte zu besuchen. Geöffnet ist witterungsabhängig in der Regel bis etwa Mitte September.

Über die Plauener Hütte

Plauener HütteDie Plauener Hütte ist eine Alpenvereinshütte der Sektion Plauen-Vogtland. Im östlichen Zillertal hoch über dem Stausee Zillergründl auf 2363m gelegen. Ein grandioser Ausblick verwöhnt das Auge unserer Gäste. Ein erhabenes Gefühl mitten im Hochgebirge zu sein und trotzdem ist die Hütte auf reizvollem Weg gut zu erreichen. Die gemütliche Gaststube in Kombination mit der „historischen Sperkenecke„ bietet Platz für bis zu 80 Personen.

In der Sperkenstube haben Kurse oder Seminare bis zu 20 Personen die Möglichkeit ungestört zu arbeiten. Beamer und Leinwand stehen zur Verfügung. Über Nacht besteht die Möglichkeit bis zu 76 Personen zu beherbergen. (mar, pl, fotos: Archiv der Sektion Plauen-Vogtland des DAV e.V.)

2018-08-13

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