Mittelstand, Fachkräfte, Vereinsleben im Mittelpunkt des Austausches
Coschütz ist in diesen Tagen zum Treffpunkt für Wirtschaft, Politik und engagierte Menschen aus dem Ort geworden. Im Kulturhaus kam die Sektion Vogtland des Wirtschaftsrates Sachsen zusammen. Organisiert wurde die Zusammenkunft vom Coschützer Unternehmer Michael Czerwenka. Mit dabei waren unter anderem die Landtagsabgeordneten Jörg Schmidt und Andreas Heinz sowie Landrat Thomas Hennig.

Im Mittelpunkt standen die Wirtschafts- und Gesellschaftsstruktur in und um Coschütz, aber auch der Blick auf das Vogtland insgesamt. Dabei wurde deutlich: Die Region lebt von Menschen, die Verantwortung übernehmen – in Unternehmen, Vereinen, Feuerwehren und vor Ort.
Landrat Hennig würdigt das Miteinander in Coschütz
Landrat Thomas Hennig machte in seinem Grußwort deutlich, dass ihm Coschütz inzwischen ans Herz gewachsen ist. „Als ich das Amt als Landrat angetreten habe, kannte ich Coschütz noch gar nicht – so ehrlich muss ich sein. Aber inzwischen ist mir der Ort richtig ans Herz gewachsen. Die Leute hier sind offen, liebevoll und haben ein tolles Miteinander. Umso mehr wünsche ich mir positive Entwicklungen für die Wirtschaft in der Gegend“, erklärte Hennig.
Der Treff fand in den Räumen des Kulturhauses Coschütz statt. Das Haus ist längst keine Gaststätte mehr, wird aber durch die Bewohner des Ortsvereines aus eigener Kraft am Leben erhalten. Damit steht es sinnbildlich für das, was an diesem Tag immer wieder deutlich wurde: Vieles funktioniert in Coschütz, weil Menschen sich kümmern und Verantwortung übernehmen.
Mittelstand bleibt das Rückgrat der Region
Inhaltlich ging es beim Treffen um den aktuellen Stand der Wirtschafts- und Gesellschaftsstruktur in und um Coschütz. Auch das Vogtland insgesamt rückte dabei in den Blick. Landrat Hennig verwies auf die landwirtschaftliche Prägung der Gegend. Zugleich machte er deutlich, welche Bedeutung der Mittelstand für die Region hat: „Der ist und bleibt unser Rückgrat.“ Die Landtagsabgeordneten
Einzelne Unternehmer gaben Einblicke in ihr Schaffen und berichteten von ihren größten Herausforderungen. Dabei zeigte sich, dass viele Themen an unterschiedlichen Stellen ähnlich sind. Besonders der Mangel an Fachkräften wurde angesprochen. Nach den Vorträgen sorgte dieses Thema bei den Anwesenden für reichlich Stirnrunzeln.
Michael Czerwenka als Organisator und Netzwerker
Dass diese Runde in Coschütz zusammenkam, geht auch auf Michael Czerwenka zurück. Der 69-jährige Coschützer Unternehmer organisierte die Zusammenkunft gemeinsam mit dem Wirtschaftsrat Sachsen. Czerwenka ist verheiratet und steht sinnbildlich für das Netzwerken in der vogtländischen Unternehmerschaft.

Landesvorsitzender des Wirtschaftsrates Sachsen. Foto: Sebastian Höfer
Dabei ging es nicht nur um wirtschaftliche Fragen. Czerwenka steht auch für regionales Engagement über den eigenen Betrieb hinaus. Er gilt als großzügiger Unterstützer vogtländischer Sportvereine und zeigt damit, wie eng Wirtschaft, Ehrenamt und gesellschaftliches Leben im Vogtland miteinander verbunden sind.
Vereinsleben macht Coschütz stark
Gute Nachrichten kamen von Ortschaftsrat Ronny Röder. Er blickte auf die Entwicklung der ortsansässigen Vereinslandschaft. Der SV Coschütz und auch die Feuerwehr erfreuen sich demnach bei Jung und Alt großer Beliebtheit.
Gerade diese Vereinslandschaft ist ein wichtiger Teil des örtlichen Zusammenhalts. Sportverein, Feuerwehr und Ortsverein zeigen, dass Coschütz nicht nur über wirtschaftliche Fragen spricht, sondern auch über das Miteinander im Alltag. Das Kulturhaus selbst ist dafür ein sichtbares Beispiel: Auch wenn es keine Gaststätte mehr ist, wird es von den Bewohnern des Ortsvereines weitergetragen.
Coschütz zeigt, wie regionale Netzwerke funktionieren
Der Treff des Wirtschaftsrates Sachsen in Coschütz machte deutlich, wie wichtig der direkte Austausch bleibt. Unternehmer, Politik und Einheimische kamen zusammen, hörten einander zu und sprachen über die Themen, die die Region bewegen.
Zwischen Mittelstand, Fachkräftesicherung, Landwirtschaft, Vereinsleben und Ehrenamt wurde sichtbar, was das Vogtland prägt: kurze Wege, persönliche Kontakte und Menschen, die sich einbringen. Coschütz steht damit beispielhaft für Orte, in denen wirtschaftliche Entwicklung und gesellschaftlicher Zusammenhalt eng miteinander verbunden sind.









