Entscheidung des IOC hat große Auswirkungen für den Wintersport
Das Internationale Olympische Komitee hat entschieden, die Nordische Kombination nicht in das Programm der Olympischen Winterspiele 2030 aufzunehmen. Diese Entscheidung hat viele Sportler im Vogtland betroffen und sorgt für heftige Diskussionen, vor allem im oberen Vogtland in der Vogtland-Arena und am Bundesstützpunkt Klingenthal.

Die Entscheidung hat für den Vogtlandkreis und den Bundesstützpunkt Klingenthal weitreichende Folgen. Vogtland-Landrat Thomas Hennig äußert sich betroffen: „Die Entscheidung des IOC hat uns im Vogtland tief getroffen. Ich bin über diese Entwicklung sehr erschüttert und hätte nicht erwartet, dass die Nordische Kombination ihre olympische Perspektive tatsächlich verliert.“
„Die Auswirkungen reichen weit über den Sport hinaus. Der Bundesstützpunkt Klingenthal ist ein zentraler Baustein der Nachwuchs- und Spitzensportförderung. Seine langfristige Finanzierung ist eng mit den Förderstrukturen des Leistungssports verbunden.“
Thomas Hennig, Landrat Vogtlandkreis
Er betont, dass trotz aktueller Planungssicherheit Fragen zur zukünftigen Sicherung des Standorts bestehen. Zudem unterstreicht Hennig die Bedeutung der Investitionen in die Sportstätten und die Weiterentwicklung der Infrastruktur. „Jetzt gilt es, den ersten Schock hinter uns zu lassen und nach vorn zu schauen. Klingenthal bleibt ein bedeutender Wintersportstandort mit einer leistungsfähigen Infrastruktur,“ ergänzt er.
Reaktionen des Deutschen Skiverbands
Der Deutsche Skiverband (DSV) hat ebenfalls mit Bedauern auf die Entscheidung reagiert. Andreas Schlütter, Vorstand Sport, sagt: „Natürlich hätten wir uns ein anderes Ergebnis gewünscht. Wir respektieren die Entscheidung des IOC, auch wenn sie aus unserer Sicht nur schwer nachvollziehbar ist.“
Die Nordische Kombination bleibe ein fester Bestandteil des nordischen Skisports, unabhängig vom olympischen Status. „Für unsere Athletinnen und Athleten ist diese Entscheidung zunächst einmal eine große Enttäuschung“, erklärt Horst Hüttel, Sportdirektor Nordisch im Deutschen Skiverband.
„Jetzt richtet sich unser Blick nach vorne.“ Der DSV wird die Auswirkungen der Entscheidung gemeinsam mit seinen Partnern bewerten und sich weiterhin für die Weiterentwicklung der Nordischen Kombination einsetzen.








