Mehr Einsätze durch extreme Hitze in Südwestsachsen
Von Freitag bis Sonntag stieg die Zahl der rettungsdienstlichen Einsätze in Südwestsachsen um 32 Prozent im Vergleich zu Anfang Juni. Die Integrierte Regionalleitstelle Zwickau registrierte insgesamt 597 Einsätze der Notfallrettung. 48 Rettungswagen und 13 Notärzte waren im Dienst, um der erhöhten Nachfrage gerecht zu werden.
Das Anrufaufkommen in der integrierten Regionalleitstelle lag 44 Prozent über dem Durchschnitt mit insgesamt 3.132 eingegangenen Anrufen. Bei den Einsätzen an Talsperren, Stauseen und Freibädern fuhren die Rettungsdienste 19 Mal aus. Laut Jens Leistner, Geschäftsführer der Rettungszweckverbandes Südwestsachsen, war die Versorgung der Patienten auch in dieser hochbelastenden Situation gewährleistet.
Die erhöhte Nachfrage konnte durch die Vorhaltung von täglich vier zusätzlichen Rettungswagen bis 22:00 Uhr gut kompensiert werden. So gab es keine nennenswerten Einschränkungen im rettungsdienstlichen Grundschutz.
„Die enorme Hitze stellt auch für den Rettungsdienst selbst eine hohe Belastung dar, sei es für die Einsatzkräfte oder für Fahrzeugtechnik und Material.“
Jens Leistner, Geschäftsführer vom Rettungszweckverband „Südwestsachsen“
Am Samstag kam es zu einem Kellerbrand in Zwickau, bei dem 14 Personen betroffen waren, davon mussten acht Personen vorübergehend in Kliniken eingewiesen werden. Zusätzlich führten zahlreiche Schulabschlussfeiern am Freitag und Samstag zu vielen Einsätzen des Rettungsdienstes. Der Sonntag begann aus rettungsdienstlicher Sicht jedoch ruhig.
Zusätzliche Herausforderungen und Entspannung in Sicht
Die extreme Hitze verlangt nicht nur den Einsatzkräften viel ab, sondern belastet auch die Technik der Fahrzeuge und das verwendete Material. Leistner dankte den Kolleginnen und Kollegen sowie den Ehrenamtlichen, die für die Sicherheit an den Talsperren und bei diversen Veranstaltungen verantwortlich sind. Für die kommenden Tage wird eine Entspannung erwartet, da sinkende Temperaturen prognostiziert sind.








