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Ehrenamt im Vogtland: 19 Preisträger im Königlichen Kurhaus Bad Elster geehrt

Gemeinschaft im Herzen: Diese Menschen machen das Vogtland stark

Eleonore Kober steht stellvertretend für 19 Menschen, die bei der Ehrenamtsgala 2026 für ihren Einsatz ausgezeichnet wurden. Ihr Engagement reicht von Heimatpflege und Kultur über Kinder- und Jugendarbeit bis zu Katastrophenschutz, Naturschutz und sozialer Unterstützung. Ein Abend im Königlichen Kurhaus Bad Elster machte sichtbar, was eine Region zusammenhält: Menschen, die füreinander da sind.

Ein Abend im Zeichen der Gemeinschaft

Es gibt Menschen, die nicht lange fragen, ob Hilfe gebraucht wird. Sie helfen einfach. Sie stehen früh am Morgen mit einer Wärmebilddrohne auf einer Wiese, trainieren Kinder und Jugendliche, organisieren Vereinsfeste, retten historische Gebäude, begleiten Menschen in schweren Lebenssituationen oder übernehmen Verantwortung, wenn andere dringend Unterstützung brauchen. Genau diese Menschen standen am Freitagabend, 9. Oktober 2026, im Königlichen Kurhaus in Bad Elster im Mittelpunkt.

Durch den Abend führten Ingo Dubinski und Silke Fischer. Mit ihrer Moderation gaben sie der Gala einen passenden Rahmen und begleiteten die Ehrungen der 19 Ausgezeichneten. Unter dem Motto „Gemeinschaft im Herzen“ lud der Vogtlandkreis zur Ehrenamtsgala 2026 ein. Im Festjahr zum 30-jährigen Bestehen des Vogtlandkreises wurde dabei nicht nur auf eine besondere Erfolgsgeschichte zurückgeblickt. Vor allem wurde denjenigen gedankt, die Gemeinschaft jeden Tag mit Leben füllen.

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Aus fünf ehemaligen Landkreisen ist in drei Jahrzehnten eine gemeinsame Region entstanden. Dieses Miteinander zeigt sich nicht allein in Verwaltungen, Orten und Strukturen, sondern in den Menschen, die Verantwortung übernehmen und sich für andere einsetzen. Die 19 Ausgezeichneten stehen deshalb zugleich stellvertretend für die vielen Ehrenamtlichen im Vogtlandkreis, die häufig selbstverständlich und abseits der öffentlichen Aufmerksamkeit wirken.

„Sie schenken unserer Gesellschaft etwas Unbezahlbares: ihre Zeit“

Landrat Thomas Hennig würdigte die Preisträgerinnen und Preisträger als Menschen, die den Landkreis menschlicher, stärker und lebenswerter machen. Sein Dank galt dabei nicht nur den Geehrten, sondern allen, die sich im Vogtland engagieren:

„Unsere Preisträgerinnen und Preisträger zeigen, was unseren Vogtlandkreis seit 30 Jahren stark macht. Sie schenken unserer Gesellschaft etwas Unbezahlbares: ihre Zeit. Mit ihrem großartigen Engagement machen sie unser Vogtland menschlicher, stärker und lebenswerter. Dafür gebührt ihnen unsere besondere Anerkennung.“

Thomas Hennig, Landrat des Vogtlandkreises

Der Ehrenamtspokal wurde in den Kategorien Sport, Umwelt-, Tier- und Denkmalschutz, Kultur, Ordnung und Sicherheit, Jugendarbeit sowie Soziales vergeben. Hinzu kam ein Sonderpreis. Eine Jury aus den jeweiligen Fachämtern des Landratsamtes hatte die Ausgezeichneten aus Vorschlägen von Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen und Verbänden ausgewählt.

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1. Alexander Krug

Kategorie: Sport

Schon seit seiner Kindheit ist Alexander Krug mit dem Volleyballsportverein VSV Oelsnitz/Vogtl. e. V. verbunden. Nach Jahren in den Kinder- und Jugendmannschaften spielte er später in der ersten Männermannschaft und das sogar als Kapitän. In dieser Zeit erlebte er mit dem Team Aufstiege bis in die Regionalliga und die 3. Bundesliga.

Seit rund zehn Jahren nun steht Alexander Krug als Trainer der ersten Männermannschaft an der Seitenlinie. Zudem trainiert er die Jugendmannschaften und gibt dabei seine Erfahrung an den Nachwuchs weiter. Im Verein übernimmt er auch Aufgaben als 2. Vorsitzender und Sportlicher Leiter und kümmert sich so unter anderem um Sponsoren.

Auch als ausgebildeter Volleyballschiedsrichter ist er aktiv. Volleyball prägt einen großen Teil seines Lebens – als Spieler, Trainer, Funktionär und Schiedsrichter. Mit dieser Vielseitigkeit trägt Alexander Krug dazu bei, dass der Volleyballsport in Oelsnitz sportlich und organisatorisch verlässlich aufgestellt ist.

2. Lutz Frauendorf

Kategorie: Sport

Für Lutz Frauendorf gehört Sport seit fast 60 Jahren zum Leben und Alltag. Kaum eine Sportart hat ihn dabei so fasziniert wie das Kegeln. Als 1993 die SG Grün-Weiß Mehltheuer e. V. gegründet wurde, war er bereits Gründungsmitglied. Von Beginn an half er dabei, den Kinder- und Jugendsport im Kegeln aufzubauen. Seit Jahrzehnten ist er als Übungsleiter tätig, seit 2008 mit entsprechender Lizenz.

1999 übernahm Lutz Frauendorf zusätzlich Verantwortung im Vereinsvorstand und wurde zum Vorsitzenden gewählt. Neben der organisatorischen Arbeit kümmert er sich bis heute um die vereinseigene Kegelbahn. »Manchmal denke ich mir, wir waren verrückt, die damals aufzubauen«, erinnert er sich bis heute lachend. Wenn Reparaturen oder größere Instandsetzungen anstehen, koordiniert er die notwendigen Arbeiten und sorgt dafür, dass der Sportbetrieb weiterlaufen kann.

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Sein Engagement umfasst damit weit mehr als Training und Wettkampf. Über viele Jahre hat er Strukturen aufgebaut, Nachwuchs begleitet, Vereinsarbeit organisiert und Verantwortung für die Sportstätte übernommen. Die SG Grün-Weiß Mehltheuer verbindet mit seinem Namen mehrere Jahrzehnte kontinuierliche ehrenamtliche Leistung.

3. Philipp Funke

Kategorie: Sport

Er kämpft mit harten Bandagen und starkem Herzen: Philipp Funke ist seit vielen Jahren als Übungsleiter beim Vogtländischen Sportverein Eintracht Klingenthal aktiv. Mindestens zweimal pro Woche trainiert er Kinder und Jugendliche im Boxsport in der Sporthalle »Am Amtsberg«. Vor Wettkämpfen und Meisterschaften kommen zusätzliche Trainingseinheiten hinzu – auch an Wochenenden.

Seine Arbeit zeigt sich in den sportlichen Ergebnissen seiner Schützlinge, die Titel bei süddeutschen, sächsischen und deutschen Meisterschaften erkämpften. Philipp Funke begleitet die jungen Boxer zu überregionalen Turnieren und vertritt mit ihnen den Verein und den Vogtlandkreis.

Sein Einsatz endet jedoch nicht am Boxring. Trotz Schichtdienstes als Polizist ist er für die Jugendlichen auch Ansprechpartner, wenn es in Schule oder Familie Schwierigkeiten gibt. Eigene Erfahrungen aus seiner früheren Boxkarriere helfen ihm dabei. 2025 arbeitete er außerdem gemeinsam mit weiteren Beteiligten am Projekt »Klangbrücke« mit. Damit verbindet sein Ehrenamt sportliche Förderung mit verlässlicher Begleitung junger Menschen.

4. Matthias Breitfeld

Kategorie: Umwelt-, Tier- und Denkmalschutz

Seit mehr als 40 Jahren widmet Matthias Breitfeld einen großen Teil seiner Freizeit dem Arten- und Naturschutz. Der Botaniker veröffentlicht regelmäßig in Fachzeitschriften und arbeitet an der Erfassung und Beschreibung der Pflanzenwelt des Vogtlandes und angrenzender Regionen. Nach ihm wurden sogar zwei Pflanzen benannt: Taraxacum breitfeldii und Ranunculus breitfeldii.

Für die sächsischen Naturschutzbehörden erfasst er Bestände von Rote-Liste-Arten. Gemeinsam mit weiteren Fachleuten untersucht er unter anderem die punktgenaue Verbreitung montaner Pflanzenarten im oberen Vogtland und westlichen Erzgebirge. Beim Sächsischen Enzian initiierte er ein Erhaltungszuchtprogramm, für den Bestand des Mittleren Wintergrüns im Oberen Vogtland koordiniert er Schutzmaßnahmen.

Matthias Breitfeld ist Autor und Mitautor zahlreicher botanischer Werke, darunter Veröffentlichungen zur Pflanzenwelt des Vogtlandes. Aktuell arbeitet er unter anderem an Kartierungen für eine »Flora des Vogtlandkreises« sowie an weiteren botanischen Publikationen. Sein Wissen stellt er damit seit Jahrzehnten in den Dienst von Forschung und praktischem Naturschutz.

5. Sandra Schroth

Kategorie: Umwelt-, Tier- und Denkmalschutz

Sandra Schroth ist für die Kleinsten im Tierreich da. Sie engagiert sich freiwillig bei der Kitzrettung Vogtland e. V. Die Arbeit des Vereins beginnt im Frühjahr oft sehr früh am Morgen: Bevor Wiesen gemäht werden, suchen Helferinnen und Helfer die Flächen in Abstimmung mit Landwirten und Jagdpächtern mit Wärmebilddrohnen ab.

Viele Rehkitze drücken sich bei Gefahr in das hohe Gras. Vor Fressfeinden kann dieses Verhalten schützen, vor einer Mähmaschine jedoch nicht. Werden Kitze gefunden, bringen die Helfer sie vorsichtig und möglichst ohne direkten menschlichen Kontakt in Transportboxen oder Körben in Sicherheit. Nach der Mahd werden die Tiere wieder freigelassen, sodass Muttertier und Kitz zueinanderfinden können.

Die Einsätze starten während der Saison häufig zwischen vier und sechs Uhr morgens. Sie erfordern genaue Abstimmung, Technik und verlässliche Helfer. Mit ihrem Engagement unterstützt Sandra Schroth diese praktische Zusammenarbeit von Tierschutz, Landwirtschaft und Jagd – mit einem klaren Ziel: Jungwild vor der Mahd rechtzeitig aufzuspüren und zu retten.

6. Ulrich Leipoldt

Kategorie: Umwelt-, Tier- und Denkmalschutz

Ohne ihn würde es das Schloss Treuen heute vielleicht nicht mehr geben. Ulrich Leipoldt gehörte 2001 zu den Hauptinitiatoren des Fördervereins Schloss Treuen u. T. e. V. Unter seinem Vorsitz erwarb der Verein das rund 400 Jahre alte, denkmalgeschützte Fachwerkschloss und bewahrte es damit vor weiterem Verfall. Als Architekt plante und begleitete er die Sicherung und schrittweise Sanierung fachlich und ehrenamtlich.

Parallel entwickelte er das Schloss zu einem Veranstaltungsort. Konzerte, Kabarett, Lesungen und das von ihm mitbegründete Treuener Schlossfest brachten regelmäßig Besucher in das historische Gebäude und halfen zugleich, Mittel für weitere Restaurierungsarbeiten zu gewinnen. Der Verein beteiligte sich außerdem am Tag des offenen Denkmals und arbeitete mit Akteuren aus Denkmalschutz, Baukultur und Tourismus zusammen.

24 Jahre lang führte Ulrich Leipoldt den Verein als Vorsitzender; seit einem Jahr ist er Ehrenvorsitzender. In dieser Zeit wuchs der Förderverein auf mehr als 120 Mitglieder. Sein Einsatz verbindet praktische Denkmalpflege, fachliche Planung und kulturelle Nutzung – mit dem Ziel, das Treuener Schloss dauerhaft zu erhalten.

7. Eleonore Kober

Kategorie: Kultur

Eleonore Kober engagiert sich seit vielen Jahren im Heimatverein Friesen e. V. und gilt als treibende Kraft des Dorflebens. Foto: M. Reißmann
Eleonore Kober engagiert sich seit vielen Jahren im Heimatverein Friesen e. V. und gilt als treibende Kraft des Dorflebens. Foto: M. Reißmann

Verlässlich, engagiert, herzensgut: Eleonore Kober gehört zu den Gründungsmitgliedern des 2005 entstandenen Heimatvereins Friesen e. V. Über viele Jahre hat sie den Verein als Vorsitzende geprägt und angeführt. Eigentlich wollte sie das Amt bereits im vergangenen Jahr abgeben, übernahm den Vorsitz aber noch einmal für ein weiteres Jahr.

Wer in Friesen eine Veranstaltung plant oder ein neues Vorhaben anstößt, kommt an Eleonore Kober kaum vorbei. Sie organisiert, bringt Menschen zusammen, spricht Unterstützer an und sorgt dafür, dass Ideen tatsächlich umgesetzt werden. Ein sichtbares Beispiel entstand 2024: Das 1952 abgerissene Friesener Schloss wurde auf ihre Initiative hin als Miniatur neu errichtet.

Auch bei der Planung weiterer Events, etwa des Hexenfeuers und der Kirmes, ist sie beteiligt. Für den Heimatverein ist sie eine ausgezeichnete Netzwerkerin und treibende Kraft des Dorflebens. Nach vielen Jahren im Vorsitz möchte Eleonore Kober nun kürzertreten. Die Nominierung würdigt deshalb ein langjähriges Engagement, das den Heimatverein und zahlreiche Aktivitäten in Friesen über Jahre getragen hat.

8. Romy Dietel

Kategorie: Kultur

Seit 2018 steht Romy Dietel an der Spitze des Heimatvereins Kloschwitz e. V. Damals war lange nach einem neuen Vorstand gesucht worden. Mit der Übernahme des Vorsitzes sicherte sie die Fortführung des seit 1998 bestehenden Vereins und entwickelte dessen Arbeit weiter.

Romy Dietel organisiert Dorf- und Kinderfest, Tag des offenen Denkmals, Apfelfest, Blaulichttag und Adventskonzert. Sie kümmert sich um die Dauerausstellung zum Grundmannschen Knabeninstitut, arbeitet mit Kirche, Ortschaftsrat und anderen örtlichen Vereinen zusammen und stößt immer wieder neue Vorhaben an.

Auf ihre Initiative gehen unter anderem ein Bücherschrank, ein Halt des Lesebusses der Vogtlandbibliothek und eine neue Kletterpyramide auf dem Spielplatz zurück. Für größere Veranstaltungen konnten Fördermittel für ein Vereinszelt gewonnen werden. Auch gemeinsame Arbeitseinsätze, Wanderwegpflege, Bastelangebote, Lesungen und Hutzenabende gehören zum Vereinsleben. Ihr Engagement reicht dabei über klassische Heimat- und Brauchtumspflege hinaus. Sie kümmert sich um konkrete Verbesserungen im Ort und bringt Menschen verschiedener Generationen bei gemeinsamen Projekten zusammen.

9. Wolf Matthias Friedrich

Kategorie: Kultur

Wolf Matthias Friedrich hat die Musik im Herzen. Er ist Opern- und Konzertsänger und Vorsitzender des Vereins Klassische Musik Adorf/V. e. V. Nachdem der 2020 gegründete Verein nach dem Tod eines Gründungsmitglieds vor einer schwierigen Phase stand, übernahm er gemeinsam mit weiteren Mitstreitern Verantwortung und sicherte so die Fortführung.

Unter seiner Leitung organisiert der Verein Konzerte mit klassischer sowie barocker Musik und widmet sich zugleich dem musikalischen Erbe der Region. Ein Schwerpunkt ist die Geschichte des Adorfer Orgelbaus. Der Verein wirkte an der Sanierung der Schubert-Orgel in der Johanniskirche mit, die 2024 wieder eingeweiht wurde.

Ein weiteres großes Vorhaben ist das Gebäude Markt 17, das sogenannte Trampelhaus. Der Verein erwarb es 2022 für einen symbolischen Euro und arbeitet seither daran, das Haus vor dem Verfall zu bewahren. Nach der Restaurierung sollen dort Museum und Archiv zur Adorfer Orgelbaugeschichte entstehen. Wolf Matthias Friedrich wirbt dafür um Mitstreiter, Förderer und Unterstützung und treibt die Arbeiten an diesem kulturhistorischen Projekt voran.

10. Matthias Rittrich

Kategorie: Ordnung & Sicherheit

Die Frage, für welches Ehrenamt Matthias Rittrich nominiert werden könnte, war für seine Mitstreiter gar nicht so leicht zu beantworten. Denn er ist gleich an mehreren Stellen aktiv. Als Gründungsmitglied der Dorfgemeinschaft Neustadt/Vogtl. e. V. hilft er bei Planung, Aufbau, Durchführung und Nachbereitung von Dorffesten, Kinderfesten, Osterspaziergängen und Aufräumaktionen. Wenn Arbeit anfällt, ist er nach Angaben des Vereins sofort mit dabei.

Seit seinem achten Lebensjahr spielt Matthias Rittrich im Posaunenchor der Kirchgemeinde, außerdem singt er im Kirchenchor und unterstützt bei praktischen Arbeiten rund um die Gemeinde. Auch der Freiwilligen Feuerwehr Neustadt gehört er seit 1982 an. Seit 2016 leitet er dort die Jugendfeuerwehr. Mit 50 Jahren absolvierte er noch die Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger und übte diese Funktion weitere zehn Jahre aus.

Besonders sichtbar wurde sein handwerklicher Einsatz beim Ausbau eines Anhängers für die Jugendfeuerwehr, den er mit Pumpe, Stromerzeuger und Beleuchtung ausstattete. Künftig soll er außerdem den »Fairleih Neustadt« betreuen, über den Vereine und Privatpersonen gemeinschaftlich Equipment ausleihen können.

11. Ron Keller

Kategorie: Ordnung & Sicherheit

Wenn andere in Not sind, eilt er zur Hilfe: Ron Keller engagiert sich seit rund 15 Jahren im DRK-Katastrophenschutzeinsatzzug Plauen. Aus der Tätigkeit als Helfer entwickelte sich in kurzer Zeit mehr Verantwortung. Heute leitet er die Bereitschaft und führt eine Mannschaft ehrenamtlicher Einsatzkräfte.

Zu seinen Aufgaben gehören die Organisation und Koordination bei Sanitätsdiensten, etwa bei größeren Veranstaltungen und Sportereignissen, ebenso wie Einsätze bei besonderen Gefahrenlagen und Evakuierungen nach Bombenfunden. Dabei hat er ein besonderes Händchen dafür, unterschiedliche Meinungen zusammenzuführen und die Mannschaft verlässlich zu führen.

Das Ehrenamt leistet Ron Keller neben seiner Vollzeitarbeit im Dreischichtsystem am Klinikum Obergöltzsch. Trotzdem investiert er einen erheblichen Teil seiner freien Zeit in Ausbildung, Einsatzbereitschaft und Organisation. Zugleich versucht er, neue Helfer für das DRK zu gewinnen. Sein Engagement steht damit für Verantwortung, Verlässlichkeit und die Bereitschaft, auch dann da zu sein, wenn schnelle Hilfe und klare Koordination gefragt sind.

12. Thomas Ladek

Kategorie: Ordnung & Sicherheit

Beim DRK Kreisverband Reichenbach hat Organisationstalent einen Namen: Thomas Ladek ist seit September 1982 Mitglied im Deutschen Roten Kreuz und engagiert sich im Ortsverein sowie in der Bereitschaft Mylau. Im Laufe der Jahre übernahm er immer mehr Verantwortung: Nach seiner Sanitätsdienstausbildung folgten Qualifikationen zum Gruppenführer und Zugführer. 2007 wurde er stellvertretender Bereitschaftsleiter, 2022 übernahm er die Leitung der Bereitschaft Mylau.

Seit 2000 arbeitet Thomas Ladek zudem im Vorstand mit, seit 2005 als stellvertretender Vorsitzender. Neben Einsätzen – darunter das Hochwasser 2013 – übernimmt er viele Aufgaben, die nach außen oft weniger sichtbar sind. Dazu gehören die Abstimmung mit Partnern zu Absicherungen, die Organisation von Prüfterminen, die Überwachung von Fristen für Material und Technik sowie die Pflege von Einsatz- und Technikdaten im DRK-System.

Auch Termine mit Vereinen, Institutionen und Behörden übernimmt er, wenn diese während üblicher Arbeitszeiten stattfinden. Sein Ehrenamt verbindet damit praktische Einsatzbereitschaft, Führungsverantwortung und eine große Zahl organisatorischer Aufgaben im Hintergrund.

13. Lena Richter

Kategorie: Jugendarbeit

Die Kids liegen ihr am Herzen: Seit 2018 engagiert sich Lena Richter im SV Triebel e. V. für Kinder und Jugendliche. Begonnen hat sie im offenen Kinder- und Jugendtreff »Villa JuKic«, heute ist sie 2. Vorsitzende des Vereins und leitet dabei den Bereich Kinder- und Jugendarbeit. Einen Schwerpunkt setzt sie auf Sport- und Bewegungsangebote. In Eichigt übernahm sie zunächst zwei Kindersportgruppen, inzwischen sind daraus fünf geworden. Auch beim Aufbau des 2024 eröffneten Kinder- und Jugendtreffs »Alter Pferdestall« war Lena Richter an Planung, Organisation und Umsetzung beteiligt. Hinzu kommen Ferienfreizeiten, Zeltlager, mehrtägige Ausflüge und neue Formate wie das »DanceCamp – Colorfull Dance by SVT«.

Bei all diesen Angeboten geht es ihr nicht nur um Beschäftigung. Sie hört jungen Menschen zu, nimmt ihre Ideen ernst und ermutigt sie, Verantwortung zu übernehmen und mitzubestimmen.

So schafft sie Räume, in denen Kinder und Jugendliche Gemeinschaft erleben, sich ausprobieren und Selbstvertrauen entwickeln können.

14. Ute Maas

Kategorie: Jugendarbeit

Sie bringt ihre Kunst schon den Kleinen nahe. Seit 1995 leitet Ute Maas beim Deutschen Kinderschutzbund Ortsverband Plauen e. V. ehrenamtlich die Arbeitsgemeinschaft »Alles Theater«. Die Schauspielerin des Theaters Plauen-Zwickau, vielen auch unter ihrem Künstlernamen Ute Menzel bekannt, arbeitet dabei gemeinsam mit ihrem Ehemann Dieter Maas Woche für Woche mit Kindern an neuen Stücken.

Mit ihrer Bühnenerfahrung vermittelt sie Grundlagen von Mimik, Gestik und Sprache. Vor allem aber gibt sie den Kindern Raum, eigene Stärken zu entdecken, mutiger zu werden und ihre Ideen einzubringen. Jedes Jahr studiert die Gruppe ein neues Märchen ein. Auf eine Vorpremiere an den Weberhäusern folgen mehrere Auftritte, darunter sechs Vorstellungen in den Herbstferien auf der Kleinen Bühne des Plauener Theaters.

Ihr langjähriger Einsatz verbindet künstlerische Arbeit mit Kinderrechten: Ute Maas fördert Beteiligung, Ausdrucksfähigkeit und Selbstvertrauen. Seit mehr als drei Jahrzehnten schenkt sie jungen Menschen damit nicht nur Theatererfahrungen, sondern auch die Gelegenheit, über sich hinauszuwachsen.

15. Kathleen Buhle-Schäfer

Kategorie: Soziales

Kathleen Buhle-Schäfer ist für manche ein Licht am Ende eines dunklen Tunnels, denn sie engagiert sich ehrenamtlich in der Frauenselbsthilfegruppe Krebs Plauen/Vogtland. Dort begleitet sie Frauen, die nach einer Krebsdiagnose mit Ängsten, Unsicherheit und vielen Fragen konfrontiert sind. Das Prinzip der Gruppe ist dabei entscheidend: Betroffene helfen Betroffenen und geben Erfahrungen weiter, die sich nicht allein aus Broschüren oder durch medizinische Gespräche vermitteln lassen.

Kathleen Buhle-Schäfer hört zu, fängt Sorgen auf und hilft Frauen dabei, die eigenen Kräfte und Handlungsmöglichkeiten wiederzuentdecken. Sie spricht mit ihnen über die Erkrankung, Therapien und mögliche Nebenwirkungen und unterstützt bei Bedarf auch bei Anliegen zu Sozialleistungen.

Über die vergangenen Jahre hat sie zahlreiche Frauen im Vogtland auf diesem schwierigen Weg begleitet. Ihr Ehrenamt lebt von persönlicher Nähe, Erfahrung und der Bereitschaft, sich Zeit für Menschen in einer belastenden Lebenssituation zu nehmen. Die Ehrung würdigt zugleich die Arbeit der Frauenselbsthilfegruppe Krebs Plauen/Vogtland, für die Kathleen Buhle-Schäfer stellvertretend steht.

16. Reiner Stöhr

Kategorie: Soziales

Gemeinsame Doppelnominierung mit Margit Stöhr

Eine Doppelnominierung kommt selten, doch bei Reiner und Margit Stöhr ist sie völlig angebracht. Sie engagieren sich seit 2015 gemeinsam ehrenamtlich für Geflüchtete und Menschen mit Migrationsgeschichte in Oelsnitz/Vogtland. Zweimal pro Woche bieten sie im DRK-Quartiersbüro Unterstützung an, helfen beim Ausfüllen von Anträgen und stehen für Beratungsgespräche zur Verfügung. Darüber hinaus begleiten sie Menschen zu Behörden, Arztterminen oder potenziellen Arbeitgebern.

Durchschnittlich rund zehn Anträge pro Monat bearbeitet das Paar und etwa 13 Beratungsgespräche werden durch die Stöhrs geführt. An mehreren Tagen im Monat kommen Begleitungen zu Behördengängen hinzu. Bis zu 28 Menschen nutzen das Angebot monatlich.

Eine besondere Hilfe ist, dass Margit Stöhr Russisch spricht. Dadurch können unter anderem ukrainische Geflüchtete viele Anliegen ohne größere Sprachbarrieren klären. Reiner und Margit Stöhr leisten damit ganz praktische Hilfe im Alltag: Sie erklären, begleiten, übersetzen und helfen den Menschen dabei, sich in neuen Strukturen zurechtzufinden.

17. Margit Stöhr

Kategorie: Soziales

Gemeinsame Doppelnominierung mit Reiner Stöhr

Eine Doppelnominierung kommt selten, doch bei Reiner und Margit Stöhr ist sie völlig angebracht. Sie engagieren sich seit 2015 gemeinsam ehrenamtlich für Geflüchtete und Menschen mit Migrationsgeschichte in Oelsnitz/Vogtland. Zweimal pro Woche bieten sie im DRK-Quartiersbüro Unterstützung an, helfen beim Ausfüllen von Anträgen und stehen für Beratungsgespräche zur Verfügung. Darüber hinaus begleiten sie Menschen zu Behörden, Arztterminen oder potenziellen Arbeitgebern.

Durchschnittlich rund zehn Anträge pro Monat bearbeitet das Paar und etwa 13 Beratungsgespräche werden durch die Stöhrs geführt. An mehreren Tagen im Monat kommen Begleitungen zu Behördengängen hinzu. Bis zu 28 Menschen nutzen das Angebot monatlich.

Eine besondere Hilfe ist, dass Margit Stöhr Russisch spricht. Dadurch können unter anderem ukrainische Geflüchtete viele Anliegen ohne größere Sprachbarrieren klären. Reiner und Margit Stöhr leisten damit ganz praktische Hilfe im Alltag: Sie erklären, begleiten, übersetzen und helfen den Menschen dabei, sich in neuen Strukturen zurechtzufinden.

18. Sandro Sternhagen

Kategorie: Soziales

Sandro Sternhagen sieht hin, wenn andere lieber wegschauen würden. Sein Engagement gilt seit 2020 dem Hospizverein Vogtland e. V. Nach seiner Ausbildung zum Hospizhelfer begleitete er vor allem Menschen im stationären Hospiz während ihrer letzten Lebensphase. Dabei verbindet er Verlässlichkeit und Sensibilität mit beruflicher Erfahrung aus der sozialen Arbeit.

Als staatlich anerkannter Heilpädagoge bringt er insbesondere im Umgang mit jungen Menschen und Familien eine zusätzliche Perspektive ein. Diese Erfahrung nutzt er auch in der Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit des Vereins. Bei Kinoveranstaltungen und schulischen Formaten begleitet Sandro Sternhagen Gespräche mit Schülerinnen und Schülern über Tod, Sterben, Abschied und Trauer. Er schafft dabei einen Rahmen, in dem Fragen offen und altersgerecht besprochen werden können.

Auch während beruflich und familiär intensiver Phasen sowie seines Masterstudiums blieb er dem Verein verbunden und passte sein Engagement an die verfügbaren Möglichkeiten an. Neben Begleitungen arbeitet er an Projekten und Veranstaltungen mit und setzt sich für eine stärkere Vernetzung der Hospizarbeit mit Angeboten für junge Menschen ein.

19. Ursula Höfer

Kategorie: Sonderpreis

Leidenschaft in der Seele und das Herz auf der Zunge, das ist Ursula Höfer. Seit 2008 schon engagiert sie sich ehrenamtlich im Verein Spiel-Spaß-Kindertreff e. V. Familienzentrum Plauen. Besonders aktiv ist sie in der Seniorenarbeit und bei generationsübergreifenden Angeboten. Seit 2022 gehört sie als Seniorenbeauftragte zum Mitarbeiterteam der Einrichtung und vertritt dort die Interessen älterer Menschen.

Im Mai 2024 übernahm Ursula Höfer zusätzlich die Leitung der Tanzgruppe »Gesellige Tänze«, an der sie zuvor selbst viele Jahre teilgenommen hatte. Die dafür notwendigen Trainerqualifikationen bringt sie mit und gibt ihr Wissen an die Gruppe weiter. Auch den Seniorenchor unterstützt sie bei der Vorbereitung von Auftritten.

Auch wenn es gesundheitlich nicht immer gut läuft, wirkt sie mit großer Tatkraft an den Angeboten des Familienzentrums mit. Ihre Aufgaben reichen von der Leitung regelmäßiger Gruppen bis zur Unterstützung gemeinsamer Aktivitäten verschiedener Generationen. Damit ist Ursula Höfer für viele Besucherinnen und Besucher eine feste Ansprechpartnerin und trägt seit vielen Jahren dazu bei, dass Seniorenangebote und Begegnungen im Familienzentrum verlässlich stattfinden.

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