Netzschkau plant millionenschwere touristische Entwicklung für die Göltzschtalbrücke
Entwicklungskonzeption für die größte Ziegelsteinbrücke der Welt
Große Pläne für die Göltzschtalbrücke: Ein neues Entwicklungskonzept wurde vorgestellt, um die Brücke als touristischen Hotspot auszubauen. In den kommenden Jahren sollen bis zu 100.000 Besucher jährlich angelockt werden. Dabei wird eine Investition von 30 Millionen Euro angestrebt, um die Sehenswürdigkeit weiter zu fördern und zu gestalten.

Fast 175 Jahre alt, beeindruckt die Göltzschtalbrücke bereits heute zahlreiche Besucher. Um diese beeindruckende Ziegelsteinbrücke noch attraktiver zu gestalten, haben die Städte Netzschkau und Reichenbach gemeinsam ein Entwicklungskonzept erarbeitet, das die strategische Grundlage für zukünftige Investitionen darstellt. Das Konzept, entwickelt in Zusammenarbeit mit der Agentur mascontour, zielt darauf ab, ein Besucherzentrum, neue Übernachtungsmöglichkeiten und erlebnisorientierte Aufenthaltsbereiche zu schaffen.
Kurz zusammengefasst, was geplant ist:
Geplant ist ein umfassend aufgewertetes Brückenumfeld mit verschiedenen neuen Angeboten. Höhepunkt soll eine Zip Line werden – ein gespanntes Stahlseil, an dem Mutige eingehängt werden und durch die Brücke hindurch fliegen können. Ergänzt werden soll das Areal durch einen Erlebnis- und Wasserspielplatz, einen Caravanstellplatz, eine multifunktionale Veranstaltungsfläche sowie ein neues dreigeschossiges Besucherzentrum.
Einblick in das Entwicklungskonzeption für die Göltzschtalbrücke im Vogtland
Zugleich ist das vorgestellte Papier eine wichtige Voraussetzung, um künftig Fördermittel und weitere Finanzierungen einzuwerben. Die neue Planung versteht sich ausdrücklich als langfristiger Orientierungsrahmen für die Entwicklung des Brückenumfeldes.
„Wir wollen hier 30 Millionen investieren und unsere größte Ziegelsteinbrücke der Welt so in Szene setzen, wie sich das eigentlich für dieses Objekt gehört“,
Mike Purfürst, Bürgermeister von Netzschkau
Konkrete Bausteine von Besucherzentrum bis Abenteuer-Highlight
Die Konzeption zeigt konkrete Entwicklungsbausteine für das Gelände auf. Vorgesehen sind unter anderem:
- die Entwicklung eines Besucherzentrums,
- neue Übernachtungsmöglichkeiten,
- erlebnisorientierte Aufenthaltsbereiche
- sowie ein besonderes, abenteuerliches Highlight mit überregionaler Strahlkraft.
Auf dieser Grundlage soll die Göltzschtalbrücke künftig noch stärker als touristischer Anziehungspunkt für Gäste und Einheimische profiliert werden.
Vorstellung direkt an der Göltzschtalbrücke
Im Rahmen einer Pressekonferenz direkt vor Ort an der Brücke wurden die Inhalte der Konzeption erstmals öffentlich vorgestellt. Die geplanten Entwicklungsansätze konnten dabei unmittelbar im Gelände betrachtet und räumlich eingeordnet werden.
Breite Unterstützung aus Region und Land

Landrat Thomas Hennig, Vorsitzender des Tourismusverbandes Vogtland, hob insbesondere die regionale Zusammenarbeit hervor: „Das ist ein ganz bedeutendes und starkes Projekt für das Vogtland, das es in den kommenden Jahren wegweisend weiterzuentwickeln gilt. Besonders hervorheben möchte ich die enge interkommunale Zusammenarbeit zwischen Reichenbach und Netzschkau, die nun in diesem gemeinsamen Plan mündet und zugleich die Grundlage für die weitere Zusammenarbeit im Zweckverband Göltzschtalbrücke legt.“
Sachsens Tourismusministerin Barbara Klepsch betonte im Vorfeld der Pressekonferenz die Bedeutung des gemeinsamen Vorgehens: „Für die Unterstützung touristischer Infrastrukturprojekte sind strategische und realistische Entwicklungskonzepte eine wichtige Voraussetzung. Die nun vorliegende Konzeption zeigt hervorragende Entwicklungsperspektiven für das Umfeld der Göltzschtalbrücke. Zugleich wird deutlich, wie Kommunen gemeinsam Verantwortung für ein touristisches Wahrzeichen übernehmen und für den Tourismus als Wirtschaftsfaktor nutzbar machen. Solche Projekte mit überregionaler Strahlkraft können Ankerpunkte bilden, um den Strukturwandel in Südwestsachsen positiv zu beeinflussen.“
Auch Andrea Kis, Direktorin des Landestourismusverbandes Sachsen (LTV SACHSEN), sieht in der Konzeption einen wichtigen Schritt: „Als LTV SACHSEN begrüßen wir ausdrücklich, dass nun ein klarer Rahmen für die weitere touristische Entwicklung eines zentralen Highlights im Vogtland geschaffen wurde. Entscheidend ist für uns, dass dieser Schritt einen sinnvollen Beitrag zur Stärkung der gesamten Reiseregion leistet und die strategische Ausrichtung nachhaltig unterstützt. Attraktionen wie die Göltzschtalbrücke entfalten ihr volles Potenzial dann, wenn sie ganzheitlich und zukunftsgerichtet entwickelt werden. Sie stärken nicht nur die Attraktivität und Identität einer Region, sondern tragen auch maßgeblich dazu bei, den Bekanntheitsgrad des Reiseziels Sachsen insgesamt weiter auszubauen.“
Kommunale Erwartungen an sichtbare Verbesserungen
Reichenbachs Oberbürgermeister Henry Ruß sieht in der Konzeption vor allem die notwendige Grundlage für kommende Investitionen: „Mit dem Konzept liegt nun erstmals ein konkreter Fahrplan für die Entwicklung des Geländes vor. Entscheidend ist aus meiner Sicht, dass daraus schrittweise sichtbare Verbesserungen für Gäste und Einheimische entstehen – von der Aufenthaltsqualität bis hin zu neuen touristischen Angeboten.“
Netzschkaus Bürgermeister Mike Purfürst blickt mit großer Zuversicht auf die nächsten Schritte: „Es ist mir schon lange ein Herzensprojekt, dass es an der Brücke vorangeht und das Gelände deutlich aufgewertet wird. Mit dem nun vorliegenden Konzept gibt es einen runden Plan, der möglichst schnell erste sichtbare Zeichen im Gelände hervorbringen soll.“
Langfristiges Ziel: Ganzheitlich erlebbarer Anziehungspunkt
Die neue touristische Entwicklungskonzeption versteht sich als langfristiger Orientierungsrahmen für die zukünftige Entwicklung des Brückenumfeldes. Ziel ist es, die Göltzschtalbrücke nicht nur als technisches Denkmal, sondern künftig noch stärker als ganzheitlich erlebbaren touristischen Anziehungspunkt für Gäste und Einheimische weiterzuentwickeln.







