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Ganzjahrestourismus am Vogtland-Meer: Erlebniszentrum Talsperre Pöhl soll entstehen

Pläne für Talsperre Pöhl vorgestellt

Am „Vogtland-Meer“ soll in den Ganzjahrestourismus investiert werden. Ein „Erlebniszentrum Talsperre Pöhl“ mit Restaurant, Kongressbereich, Ausstellung und Touristinfo ist für rund 12 Millionen Euro geplant. Dafür wird das bestehende Gebäude abgerissen. Das Campingangebot soll ebenfalls erweitert werden. Doch für die Pläne muss zunächst ein professioneller Abwasseranschluss für das Gebiet gebaut werden. Der fehlt seit Jahrzehnten.

Mehr dazu im Reel:

Mit Blick auf die Zukunft und die Entwicklung des Tourismus an der Talsperre Pöhl hat der zuständige Zweckverband die Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus, Barbara Klepsch zu einem gemeinsamen Gespräch an die Talsperre Pöhl eingeladen. Dabei ging es auch um die mögliche Unterstützung durch den Freistaat im Rahmen des Masterplans Tourismus Sachsen.

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“Das langfristige Ziel nach der Erschließung ist die Errichtung eines Zentrums mit überregionaler Bedeutung: Das Erlebniszentrum Talsperre Pöhl.”

Landrat Thomas Hennig

„Wir wollen die Tourismuszahlen für den Freistaat Sachsen erhöhen und das Vogtland als wunderschöne Region ist immer eine Reise wert. Eines der übergeordneten Ziele unseres Masterplans Tourismus ist es daher, das Reiseland Sachsen saisonübergreifend gut aufzustellen und den Ganzjahrestourismus mit attraktiven und innovativen Angeboten erfolgreich weiterzuentwickeln. Eine Idee, wie dies im Vogtland aussehen kann, sind die Vorhaben zur touristischen Weiterentwicklung der Talsperre Pöhl, von denen ich mich heute hier vor Ort überzeugen konnte“, so Sachsens Tourismusministerin Barbara Klepsch.

Rund 400.000 Gäste kamen 2023 an die Talsperre Pöhl

Sachsens Staatsministerin für Kultur und Tourismus, Barbara Klepsch, beim Rundgang an der Talsperre Pöhl mit Landrat Thomas Hennig und Elisabeth Blüml-Fuchs, Geschäftsführerin des Zweckverbandes Talsperre Pöhl. Foto: S. Höfer
Sachsens Staatsministerin für Kultur und Tourismus, Barbara Klepsch, beim Rundgang an der Talsperre Pöhl mit Landrat Thomas Hennig und Elisabeth Blüml-Fuchs, Geschäftsführerin des Zweckverbandes Talsperre Pöhl. Foto: S. Höfer

Der Verbandsvorsitzende und Landrat Thomas Hennig zeigte sich überzeugt von der schrittweisen Herangehensweise der Geschäftsführung.

„Das langfristige Ziel nach der Erschließung ist die Errichtung eines Zentrums mit überregionaler Bedeutung: Das Erlebniszentrum Talsperre Pöhl“, sagte Landrat Thomas Hennig.

Zunächst soll mit einer Erschließung des touristischen Zentrums im Bereich des Vier-Sterne-Campingplatzes Gunzenberg durch eine ganzjährig nutzbare abwasserseitige Anbindung die Voraussetzung für den Ganzjahrestourismus geschaffen werden. Der vorgesehene Bereich erstreckt sich dabei bis zur Schiffsanlegestelle. Die notwendigen Arbeiten sind für die kommenden drei Jahre angesetzt.
Mit der ganzjährigen Nutzung können die Gastronomiebetreiber in diesem Bereich der Talsperre Pöhl ihre Öffnungszeiten von aktuell maximal sieben auf bis zu zwölf Monate ausdehnen. Die öffentlichen Toiletten sollen parallel dazu ebenfalls ganzjährig zur Verfügung stehen. Perspektivisch wird auch Wintercamping am vogtländischen Meer zum Angebot gehören.

Das Bauobjekt „Erlebniszentrum Talsperre Pöhl“ mit drei Ebenen soll sich nach Aussagen der Geschäftsführung des Zweckverbandes harmonisch in den Naturraum einfügen und mehrere Angebote bündeln:

Ein großzügiges Restaurant und Kongressbereich mit Blick auf die Wasserfläche des Stausees bilden dabei den Kern des Gebäudes. Daneben werden der Verleih von Wassersportgeräten, Infopoint, Straßenverkauf, funktionale Räumlichkeiten für Sportvereine (Lager und Sanitär) und öffentliche Toiletten Platz finden.

In der unteren Ebene mit der direkten Verbindung zum Wasser soll eine Dauerausstellung zum Bau der Sperrmauer und dem versunkenden Dorf Pöhl integriert werden. Diese Ziele münden in einen wirtschaftlichen, energieeffizienten Bau unter der Berücksichtigung von Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit. Eine aktuelle Schätzung für den Bau des Erlebniszentrums liegt bei rund 12 Millionen Euro.

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Drittgrößter Stausee in Sachsens

Als drittgrößter Stausee Sachsens zählt das „Vogtländische Meer“ zu den wichtigsten touristischen Highlights der Region. Besonders die positive Entwicklung des Vier-Sterne-Campingplatzes Gunzenberg ist dabei hervorzuheben. Er zählt laut PiNCAMP zu den TOP-3 der beliebtesten Campingplätze in Sachsen. Auch die steigende Zahl der Naherholungsgäste zeigt die Bedeutung der Talsperre Pöhl für die Region. Im Jahr 2023 lag diese bei rund 400.000.

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