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Warum der VFC Plauen doch in Regionalliga aufgestiegen ist

Bischofswerda verzichtet auf Aufstieg

Weil Fußballoberligist Bischofswerda einen Rückzieher macht, steigt nun der VFC Plauen von der Oberliga in die Regionalliga Nordost auf. Der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) habe dafür grünes Licht gegeben, teilt der VFC Plauen mit.

VFC Plauen steigt in Regionalliga auf. Foto: VFC Plauen
VFC Plauen steigt in Regionalliga auf. Foto: VFC Plauen

Hintergrund zum Verzicht von Bischofswerda ist die Situation der Spielstätten, die nicht den Anforderungen der Regionalliga gerecht werden.

„Aus unserer Sicht zeigt der Bischofswerdaer FV 08 hier beeindruckende sportliche Größe und Verantwortung. Als Nachrücker sind wir voller Demut und den Bischofswerdaern zum Dank verpflichtet“, heißt es vom VFC Plauen.

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Gemeinsam mit dem Meister und allen anderen Kontrahenten gab es in der zurückliegenden Saison einen spannenden Fußballwettbewerb. Bis zur letzten Spielminute wurde um die Meisterschaft und die Platzierungen gekämpft. Die Oberliga Süd sei eine starke Fußballiga, so die Plauener Fußballer.

Mammutaufgabe für VFC Plauen

„Im Wettbewerb mit diesen Vereinen konnten wir unseren Club neu aufstellen und weiterentwickeln. Für uns stellt sich die Situation nun wie folgt dar. Wir haben in den letzten Jahren auf die Rückkehr in die Regionalliga hingearbeitet. Der Weg war in allen Bereichen schweißtreibend und teilweise tränenreich. Den Schritt nach oben wollen wir nun gemeinsam gehen. Gerade der Blick nach Bischofswerda zeigt, welche große Herausforderung diese Neuerung darstellt. Hierfür brauchen wir den Verein, Stadt, Fans und die Region geschlossen hinter uns. Diese sportliche Mammutaufgabe können wir nur gemeinsam stemmen“, teilt der VFC Plauen mit.

Aus diesem Grund verzichtet der Bischofswerdaer FV 08 auf den Aufstieg

Die Erfahrungen aus den drei Regionalligajahren zwischen 2018 und 2021 hätten Bischofswera sensibilisiert, aus der Euphorie heraus keine nicht wohl überlegten Schnellschüsse zu vollziehen. Unsere treuen Sponsoren unterstützen uns in jeweils individuell bestmöglichem Maße, wofür wir sehr dankbar sind. Allerdings reichen unsere wirtschaftlichen und infrastrukturellen Strukturen aktuell nicht aus, um den nächsten Schritt auf sportlicher Ebene verantwortungsbewusst gehen zu können.

Sowohl die Spielstätten der Stadt Bischofswerda, deren Nutzer wir lediglich sind, als auch die dazugehörigen Sozialtrakte werfen uns „altersbedingt“ regelmäßig neue Aufgaben vor die Füße, heißt es vom Verein. Eine regelmäßige Nutzung bzw. freie Verfügbarkeit der einzig möglichen Regionalliga-Spielstätte Wesenitzsportpark beispielsweise sei aufgrund der Mehrfachnutzung des Stadions und des Sozialtraktes der modernisierten Wesenitzsportpark-Halle durch andere Vereine der Stadt Bischofswerda nicht gewährleistet, die Volksbank Arena erfülle als aktueller Oberliga-Spielort vor allem die sicherheitstechnischen Voraussetzungen und Anforderungen an eine laut Lizenzvorgaben regionalligataugliche Spielstätte nicht.

Die Entscheidung, auf das Regionalliga-Startrecht zu verzichten, habe keinerlei sportliche Beweggründe, heißt es und weiter: „Diese Entscheidung ist uns keinesfalls leicht gefallen. Sie wurde lange Zeit heiß diskutiert, hat den Beteiligten viele schlaflose Nächte bereitet und sich deswegen auch länger hingezogen als es uns und auch allen anderen mittel- und unmittelbar ‚Betroffenen‘ lieb war. Uns ist bewusst, dass diese Entscheidung auf unterschiedlichste Art und Weise aufgenommen und bewertet werden wird.“

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