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Die Plauener Tanznacht

Zwickauer Puppen tanzen in Plauen

Puppentheater startet in neue Saison

Das Puppentheater Zwickau hat am Samstag in Plauen die Puppen tanzen lassen. Mit einer bunten Parade vom Albertplatz zum Theaterplatz starteten die Puppenspieler und ihre plastischen Originale in die neue Saison.

Die „Grauen Herren“ aus „Momo“ einem Roman von Michael Ende. Die Kapitalisten in grau, stehlen den Menschen die Zeit. Foto: Sebastian Höfer


Trotz des einsetzenden Regens startete der bunte Lindwurm und zog vor das Plauener Vogtlandtheater. Dort wurde Vielerlei für große und kleine Theaterfreunde geboten. Bei Kinderschminken, Seifenblasen, einer Schatzsuche und kreativem Basteln vertrieben sich die kleinen Puppen-Freunde die Zeit. Die Zwickauer Puppenspieler zeigten in einem viertelstündigen Puppenspiel, einen Ausschnitt aus dem Märchen „Dornröschen“ der Gebrüder Grimm.

Puppenparade steht erstmals unter Motto

Zum ersten Mal stand die Saisoneröffnungs-Parade unter einem Motto. „Wir leben in einer Zeit mit einigen Krisen. Corona, der Ukraine-Krieg und jetzt die Energiekrise. Aber wir können diese überwinden und brauchen Hilfe dabei. Die Menschen sollen zu uns ins Theater kommen, gerade in solch schweren Zeiten. Macht was und nutzt diesen Zufluchtsort, denn wenn wir weg sind, werdet ihr es vermissen“, schildert die Dramaturgin des Puppentheaters Zwickau ihre Gedanken.

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Als gebürtige Plauenerin weiß Dominique Suhr, wie die Menschen hier in der Region ticken. Mit ihrem Team entwarf die 32-Jährige die Masken in Form nach dem Vorbild der „Grauen Herren“ aus Momo nach dem Roman von Michael Ende. Die Kapitalisten in grau, stehlen im Buch den Menschen die Zeit und am Samstag vor dem Vogtlandtheater sinnbildlich die Zeit für das Theater – eine skurrile Geschichte von Zeit-Dieben. Zu sehen sind die drei Gestalten im Projekt „360° Virtual Puppetry“ im Stück „Deutsche Balladen“ bei „Die Goldgräber“ (von Emanuel Geibel) in Zwickau.

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Die Plauener Tanznacht
Die „grauen Herren“ aus „Momo“ einem Roman von Michael Ende zusammen mit Dramaturgin Dominique Suhr. Die Kapitalisten in grau oder wie sie sich selbst nennen – die Agenten der Zeitsparkasse – stehlen den Menschen die Zeit. Foto: Sebastian Höfer

Eine Brücke lässt sich aus Ende‘s Erzählung auch in die heutige Zeit schlagen. „Die Menschen verkaufen ihre Zeit und wie in dem Buch werden sie unglücklicher. Wir vertun auch oft unsere Zeit mit zweitrangigen Dingen“, geht die junge Dramaturgin auf die Aktualität des Themas ein. In dem Projekt „360° Virtual Puppetry“, erlebt der Gast Theater durch eine VR-Brille, in einer artificial world mit 360°-Filmtechnik, in 3D, Raumklang und ohne geltende physikalische Grenzen. Mit dieser Technik wird die frontale Bespielung verlassen und die Geschichte um den Zuschauer herum zum Leben erweckt. Eine Verbindung klassischer Literatur mit zeitgenössischem Figurentheater zu einem komplett neuen und emotionalen Erlebnis.

Appell an das Vogtland

Der gebürtigen Plauenerin, die unweit des Puppentheaters in Zwickau ihr Domizil bezogen hat, brennt noch ein Anliegen auf der Seele. „Die Plauener und Vogtländer sollen uns – das Puppentheater – nicht vergessen, auch wenn wir vom Theater Plauen-Zwickau abgegliedert wurden, so fühlen wir uns mit Plauen immer noch stark verbunden und freuen uns über jeden einzelnen Gast.“

Anstehende Termine

Die nächste Aufführung im Puppentheater Zwickau ist am Sonntag, 27. September um 16 Uhr sowie am Dienstag darauf um 9.30 Uhr. Am Freitag, 30. September gastieren die Puppenspieler um 9.30 Uhr und am Sonntag, 1. Oktober um 11 Uhr im Vogtlandtheater.

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