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Plauen Nachrichten

Großbrand im Vogtland: Bis zu 180 Kräfte löschen im Trinkwasser-Schutzgebiet bei Plauen

Stabilisierte Brandfläche, schwierige Löscharbeiten und breite Unterstützung der Einsatzkräfte im „Schwarzen Holz“

Im Waldbrandgebiet „Schwarzes Holz“ bei Plauen bleibt die betroffene Fläche stabil bei rund sieben Hektar. Gleichzeitig wird die Unterlosaer Straße voll gesperrt, während Löschhubschrauber, Drohne und eine lange Wasserleitung die aufwendigen Löscharbeiten unterstützen.

Vollsperrung der Unterlosaer Straße zwischen Unterlosa und Taltitz

Auf der Verbindung zwischen Unterlosa und Taltitz, der Unterlosaer Straße, hat das Technische Hilfswerk in der Nacht Leitungen über die Fahrbahn verlegt, um die Wasserversorgung von einem Teich in Taltitz bis zum Feld vor dem „Schwarzen Holz“ sicherzustellen.

Die betroffene Straße war bisher nicht offiziell gesperrt, nun wird eine Vollsperrung eingerichtet. Sie betrifft den Abschnitt der Unterlosaer Straße vom Goldenen Baum bis zum Taltitzer Weg in Unterlosa. Die Bevölkerung wird gebeten, sich auf diese Sperrung einzustellen und Umfahrungen einzuplanen.

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Feuchtkalte Nacht bremst Ausbreitung – Brandfläche bleibt bei rund sieben Hektar

Die feuchtkalte Witterung in der Nacht hat das Einsatzgeschehen begünstigt. Den Einsatzkräften gelang es, eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern. Die betroffene Fläche bleibt stabil bei rund sieben Hektar.

Die Drohne der Johanniter-Unfall-Hilfe fliegt durchgängig über dem Brandgebiet. Mittels Optik- und Wärmebildkameras wird das Gebiet aus der Luft fortlaufend auf Glutnester überprüft. Wetter- und Windprognosen werden kontinuierlich ausgewertet, um auf etwaige Winddrehungen unverzüglich reagieren zu können.

Steiles Gelände, viel Totholz und Trinkwasserschutz erschweren den Einsatz

Die Löscharbeiten gelten als anspruchsvoll. Das Brandgebiet liegt an einem steilen Hang und weist durch vorangegangene Renaturierungsmaßnahmen einen hohen Bestand an Boden- und Totholz auf.

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Hinzu kommt: Das Areal liegt in einem Trinkwasserschutzgebiet. Deshalb darf kein Löschschaum eingesetzt werden, die Brandbekämpfung erfolgt ausschließlich mit Wasser und per Handarbeit.

Einsatzkräfte der Feuerwehr arbeiteten in der Nacht im Fußtrupp-Einsatz direkt im Brandgebiet. Mit Hacken, Schaufeln und Löschrucksäcken wurden Bäume beseitigt sowie Glutnester im Boden manuell freigelegt und abgelöscht. Zur Aufrechterhaltung der Arbeiten wurden weitere Löschrucksäcke nachgefordert.

Auffrischender Wind erschwert die Lage zusätzlich. Im Unterholz flammen immer wieder neue Glutnester auf, die sofort bekämpft werden müssen.

2,5 Kilometer Wasserleitung und erneuter Hubschraubereinsatz

Das Technische Hilfswerk hat in der Nacht eine etwa 2,5 Kilometer lange, feste Wasserversorgungsleitung von einem Teich in Taltitz bis zum Feld vor dem „Schwarzen Holz“ aus Richtung Unterlosa aufgebaut. Dafür waren rund 50 Einsatzkräfte aus drei Zügen der THW-Fachgruppe Wasser im Einsatz. Die Leitung soll die Löschwasserversorgung an den Brandstellen sichern.

Aufgrund der unwegsamen Hanglage wird die Brandbekämpfung aus der Luft unterstützt. Ein Löschhubschrauber ist aktuell wieder am Einsatzort eingetroffen. Vorgesehen ist zudem der Anflug eines zweiten Löschhubschraubers, um die Löscharbeiten an den schwer zugänglichen Hanglagen weiter aus der Luft zu unterstützen.

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Bis zu 180 Kräfte im Einsatz – Löscharbeiten dauerten durch die Nacht an

Die Bekämpfung des Waldbrandes im Bereich „Schwarzes Holz“ im Plauener Ortsteil Meßbach wird weiter fortgeführt. Derzeit befinden sich rund 130 Einsatzkräfte von Berufs- und Freiwilligen Feuerwehren der Region, Katastrophenschutz, Technischem Hilfswerk, Polizei und Rettungszweckverband vor Ort im Einsatz. Zu Spitzenzeiten sind rund 180 Personen an der Brandbekämpfung beteiligt.

Neben der Plauener Berufsfeuerwehr und den örtlichen Freiwilligen Feuerwehren unterstützen Feuerwehren aus Auerbach, Ruppertsgrün, Pausa, Treuen, Jocketa, Rautenkranz, Markneukirchen und Oelsnitz den Einsatz. Die Berufsfeuerwehr sichert den Wachschutz im Stadtgebiet parallel ab.

Aufgrund der Witterungs- und Bodenlage war mit einem Abschluss der Löscharbeiten innerhalb kurzer Zeit nicht zu rechnen; der Einsatz erstreckte sich durch die letzte Nacht.

Mehr zum Großbrand auch in unserem Ticker…

Gesundheit der Einsatzkräfte und Dank des Oberbürgermeisters

Trotz der schweren körperlichen Belastung im schwierigen Gelände gibt es keine schwerwiegenden Verletzungen zu beklagen. Zwei Einsatzkräfte wurden aufgrund leichter Kreislaufbeschwerden medizinisch versorgt.

Oberbürgermeister Steffen Zenner würdigt den gemeinsamen Einsatz aller Beteiligten:
„Ein großes Dankeschön gilt allen Helferinnen und Helfern vor Ort – ob von den Freiwilligen Feuerwehren, der Berufsfeuerwehr, dem Technischen Hilfswerk, dem Katastrophenschutz oder der Polizei. Diese Sonderlage zeigt einmal mehr, wie wichtig das behördenübergreifende Zusammenspiel in solchen Situationen ist. Die Witterung mit Wind und hohen Temperaturen stellt bei der Brandbekämpfung eine Anforderung dar, die nur gemeinsam bewältigt werden kann.“

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