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Glücksbringer, Aberglaube und Fußball

Die Fußball-Europameisterschaft 2016 steht vor der Tür und natürlich drücken auch die Plauener den deutschen Nationalspielern alle Daumen. Damit es mit dem EM-Titel klappt, trägt manch einer dann zu jedem Spiel die besondere Glücksunterhose, ein anderer hat das erfolgsbringende Stofftier neben dem Fernsehbildschirm platziert.

Bei den spannenden Partien von Löws Mannschaft hört man dann auch wieder häufig den Aufschrei “Schwein gehabt”. Warum sagt man das eigentlich so? Welche Glücksbringer haben wir Deutschen, wo kommen sie her und wie verhelfen wir der deutschen Nationalmannschaft mit ihnen zum EM-Glück?

Schwein gehabt

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Woher der Ausspruch “Schwein gehabt” kommt, ist etymologisch nicht eindeutig geklärt. Allerdings galt man bei den alten Griechen und Römern als privilegiert und wohlhabend, wenn man Schweine und damit Nahrungsmittel besaß. Eine der Theorien besagt, dass Menschen in Hungerzeiten daran zurückdachten, wie viel Nahrung sie einmal hatten. Damals hatten sie eben noch Schwein(e) gehabt. Eine andere Theorie führt die Redensart darauf zurück, dass bei Wettbewerben Schlechtplatzierte oder Verlierer ein Schwein als Trostpreis bekamen. Auch sie hatten immerhin ein “Schwein gehabt”. Bis heute hat sich das Schwein als Glücksbringer gehalten.

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Zu Glück und Gesundheit mit dem Marienkäfer

Laut Glücksatlas 2015 liegen die Sachsen im Vergleich der ostdeutschen Bundesländer auf einem guten Platz. Vor allem im Bereich Gesundheit liegen wir im gesamtdeutschen Durchschnitt. Ob das an heilenden Talismanen liegt? Einer der Glücksbringer, der Krankheiten heilen soll, ist der einheimische Marienkäfer. Die kleinen Krabbeltiere galten bereits früh unter Landwirten und Bauern als Geschenk der Mutter Gottes (Maria), denn sie halfen, die Ernte von Schädlingen zu befreien. Heute werden vor allem Marienkäfer mit der magischen Sieben auf dem Rücken (sieben Punkte) als Glücks- und Gesundheitsbringer empfunden. Viele glauben übrigens, dass die Punkte auf dem Rücken das Alter des Marienkäfers verraten. Das ist jedoch falsch. Tatsächlich zeigt die Punkteanzahl die Artenzugehörigkeit.

Durch den Glückspfennig zu (mehr) Geld

Wenn es um die Millionen geht, fahren wir Deutschen verschiedene Strategien. Am beliebtesten sind Glücksspiele wie die Glücksspirale, die man auf dieser Seite spielen kann. Welche Glücksbringer verhelfen aber zum großen Geld? Zum einen gibt es den berühmten Glückspfennig (heute auch Glückscent). Schenkt man jemandem einen Glückspfennig, wünscht man ihm, dass ihm niemals das Geld ausgehen möge. Früher trugen Bauern einen Taler in der Hosentasche, der sie vor Lügen und Betrug im Wirtshaus und beim Viehhandel beschützen sollte. Im 16. und 17. Jahrhundert galten auch sogenannte Taufpfennige als Glückssymbol.

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Glück für Jogis Jungs

Der blaue Pulli, den Trainer Joachim Löw zu jedem wichtigen Spiel trug, ist bereits Kult. Wie auch bei den letzten großen Turnieren ist zur EM 2016 Lukas Podolski (nicht nur, aber auch) als Team-Maskottchen dabei. Zudem wird es vom Fanklub der Nationalmannschaft einen neuen Glücksbringer geben. Das hatte schon zur WM 2014 funktioniert, denn da holten die Fußballer den WM-Titel. Damals erhielt Jogis Team sieben Goldmünzen (in Form von 1-Mark-Stücken und Pfennigen). Jede Münze sollte Glück für ein Spiel bringen und wurde vor dem Spiel direkt auf dem Platz eingesetzt. Welcher Glücksbringer es dieses Mal sein wird, wird sich noch zeigen.

2016-06-01

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