Anzeige

Vogtlandmuseum Plauen zeigt Napoleon

Zwei Jahre Vorbereitungen

Plauen begeht ein Jubiläum: 200 Jahre ist es her, im Mai 1812 war es, da nächtigte der mächtige französische Kaiser Napoleon in der späteren Spitzenstadt. Er befand sich auf dem Weg nach Dresden und weiter an die russische Grenze, um nur wenig später den verhängnisvollen Feldzug gegen das Zarenreich zu beginnen.

Seine Reise war genau ausgeklügelt, Plauen war eines der Übernachtungsziele von ihm und seinen engsten Vertrauten. Geschlafen wurde im heutigen Vogtlandmuseum, das Napoleonzimmer erinnert jetzt noch daran. Plauen begeht dieses Ereignisses mit einer Sonderausstellung, die am Samstag eröffnet wurde.

Anzeige

„Diese Ausstellung ist besonders beachtenswert. Zwei Jahre haben die Vorbereitungen gedauert“, berichtet Wolfgang Schrader, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Museums, der sich intensiv mit dem Thema befasst und die Schau konzipiert hat.

Anzeige

„Wir haben einfach ein großes Glück, dass sich viele hochrangige historische Persönlichkeiten wie eben Napoleon oder der sächsische König Friedrich August I. in diesen Häusern aufgehalten haben“, freut sich Museumsdirektorin Dr. Silke Kral.

Die Expertin, die seit Anfang des Jahres die Geschicke des Vogtlandmuseums lenkt, umreißt die Geschichte des Häuserkomplexes: Die insgesamt drei Gebäude entstanden in den beiden letzten Jahrzehnten des 18. Jahrhunderts als Wohn- und Geschäftshäuser vermögender Baumwollwarenhändler. Beim Besuch Napoleons waren hier insgesamt 220 Personen unterzubringen. Wer zu dieser illustren Gesellschaft gehörte, wir der Kaiser den Abend verbrachte und vieles andere mehr ist in der informativen Sonderausstellung zu erfahren.

Wolfgang Schrader: „Die Ausstellung ist ein Höhepunkt, den es in den nächsten zehn Jahren so nicht geben wird.“ Kurz gesagt: Obama wird nicht kommen, Napoleon war schon da. (pl)

Besonderheiten der Ausstellung:

Anzeige

Die Sonderausstellung ist mit vielen wertvollen Original-Exponaten bestückt. Sie wird durch eine separate Schau mit französischen, sächsischen und russischen Hieb- und Stichwaffen ergänzt. Die Schau ist bis Ende Oktober zu sehen.

Führungen durch die Sonderausstellung:

Jeden ersten Sonntag im Monat um 11 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung unter (03741) 2 91 24 03

Öffnungszeiten:

Montag: geschlossen
Dienstag bis Sonntag und feiertags: 11.00 Uhr – 17.00 Uhr

Vogtlandmuseum Plauen
Nobelstraße 9-13

2012-05-13

Anzeige
Anzeige

vorherigen Artikel lesen

IHK warnt Unternehmen vor falschen Abmahnungen

nächsten Artikel lesen

Fahrzeug steht in Flammen

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.