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Vogtlandkolleg Plauen noch lange nicht gerettet

Die Übergangsregelung des Landratsamtes zur Zahlung der Bafög-Gelder an die Schüler des Vogtlandkollegs ist grundsätzlich zu begrüßen. Trotzdem scheint auf lange Sicht noch keine Lösung gefunden. Lediglich der jetzige Abiturjahrgang kann nun ohne finanzielle Sorgen seiner schulischen Tätigkeit nachgehen.

Denn wie bekannt gegeben wurde, bleibt die grundsätzliche Ablehnung bestehen. Dabei ist sicherlich das Bundesgesetz ungünstig formuliert. Es benachteiligt Konstellationen wie am Plauener Diesterweg-Gymnasium, wo Kollegiaten, also Schüler des zweiten Bildungsweges, zum Teil in Klassen zusammen mit den restlichen Gymnasiasten lernen. Genau diese Verfahrensweise ist doch aber zu begrüßen, denn somit können Kräfte gebündelt und Kosten gespart werden.

Andererseits bleibt die Frage im Raum, warum die Stadt Plauen, als sie noch die Bafög-Hoheit hatte, das Gesetz zu Gunsten der Schüler auslegte und das im Vogtlandkreis nun nicht der Fall ist. Zugleich bleibt ein fader Beigeschmack bei der Vorgehensweise des Vogtlandkreises, denn erst durch engagierte Lehrer und Schüler drang das Problem an die Politik und vor allem an die Öffentlichkeit. Ansonsten wäre der Bildungszweig durch die Ablehnung der Landkreisverwaltung klammheimlich gestorben. Bildungspolitik wird anscheinend mittlerweile in so mancher Amtstube gemacht, anstatt in den Räumen der Parlamente.(ce)

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2009-10-18

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