Viele Kinder im Vogtland leben in ärmlichen Verhältnissen

DGB: Problem seit Jahren bekannt

Im Vogtland lebt aktuell etwa jedes fünfte Kind unter 15 Jahren in einer Hartz-IV-Bedarfsgemeinschaft. Mehr als 20 Prozent der Kinder im Vogtlandkreis sind arm.

In Zahlen sind das 5.368 Kinder, die in ärmlichen Verhältnissen aufwachsen müssen, teilte der Deutsche Gewerkschaftsbund Südwestsachsen (DGB) mit.
„Das Problem der Kinderarmut ist seit Jahren bekannt, doch gehandelt wurde nicht. Die Bundesregierung hat das Urteil des Bundesverfassungs-gerichtes zu den Hartz IV-Regelleistungen vom Februar dieses Jahres ignoriert und möchte an der Höhe der Regelsätze für Kinder gar nichts ändern bzw. hält diese noch für zu hoch. Die Kosten für die Bildungs- und Teilhabegutscheine sollten unkompliziert auf die Regelsätze aufgeschlagen werden, anstatt jetzt einen neuen und schwer zu handhabbaren Verwaltungsdschungel für diese Leistungen aufzubauen“, sagte die Regionsvorsitzende des DGB Südwestsachsen, Sabine Zimmermann.

„HartzIV und ein Leben am Rande der Gesellschaft ist die erste Erfahrung, die viele Kinder mit dem Sozialstaat machen. Für die Zukunft der Kinder verheißt diese schlechte finanzielle Lage wenig Gutes. Armut in frühen Kindertagen ist vielfach prägend für das spätere Leben und setzt schnell einen Fahrstuhl nach unten in Gang.“ (DGB)

2010-12-28

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