Podiumsgespräch in Plauen zum Thema Fußball

„Geld schießt keine Tore – Fußball im Osten“ unter diesem Motto fand eine Gesprächsrunde im Dormero Hotel am Theater statt. Hans-Georg Moldenhauer, Vizepräsident des Deutschen Fußballbundes, dessen Anwesenheit von den Fußballfans erhofft wurde, musste krankheitsbedingt seine Teilnahme absagen. Den unbequemen Fragen stellte sich nun der Präsident des Sächsischen Fußballverbandes Klaus Reichenbach und kam nicht ohne Kritik davon.

 

Der VFC und andere Regionalligaclubs ohne Lobby beim DFB, sehen sich einer immer schlechter werdenden Situation ausgesetzt. Diese Problematik konnte auch Reichenbach nicht leugnen und räumte ein, dass die Entwicklung des ostdeutschen Fußballs nicht positiv verläuft und die wirtschaftliche Lage vieler Vereine schlecht ist. Der Nordostdeutsche Fußballverband hat weder Einfluss noch einen Stellenwert im gesamtdeutschen Fußball. Wichtig ist es nun für die Ostclubs den Anschluss nicht gänzlich zu verpassen.

 

Die Kürzung der Fernsehgelder und die Erhöhung der Beiträge zur Berufsgenossenschaft für die Regionalligaclubs trägt zusätzlich zu einer Verschlechterung der finanziellen Situation der Vereine bei und konnte trotz Bemühungen von Reichenbach nicht gerechtfertigt werden. Seine Argumentation, dass jeder Verein froh sein sollte überhaupt etwas vom großen Kuchen abzubekommen, stieß auf wenig Gegenliebe bei den Fußballanhängern.

 

Die Insolvenz vom FC Sachsen Leipzig war ebenfalls Diskussionsthema an diesem Abend. Es stand die Frage im Raum inwieweit die Lizenzunterlagen von Sachsen Leipzig korrekt geprüft wurden.

 

Einigkeit herrschte bei allen Teilnehmern, dass Sport eine Vorbildwirkung haben sollte und dass Gewalt und Rassismus mit allen Mitteln zu bekämpfen sind. Lobend erwähnt wurde die Fanarbeit im Osten, die mit dafür verantwortlich ist, dass es keine größeren Vorkommnisse mit Fußball-Rowdys in Sachsen 2008 gab. Die Fanprojekte werden finanziell von DFB, Freistaat und Kommunen unterstützt. (ce)

 

12.03.2009

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