Plauener Wasserballer klettern auf Rang zwei

Unentschieden gegen Spandau

Am vergangenen Wochenende traten die Wasserballer des Schwimmvereins „Vogtland“ Plauen zu ihren ersten Heimspielen an. Am Samstagnachmittag retteten die Schützlinge von Trainer Jörg Neubauer nach zwei verschlafenen Viertel und einer grandiosen Aufholjagt das 13:13 (1:3; 1:2; 5:5; 6:3)- Unentschieden gegen die Wasserfreunde Spandau 04 II.

Beim zweiten Spiel des Wochenendes standen die Plauener der SG Neukölln gegenüber. Diese Partie endete mit 18:7 (3:2; 6:2; 4:2; 5:1). Für die Plauener waren es die ersten Heimspiele in der laufenden Saison. Trainer Jörg Neubauer vor dem Spiel: „ Wir freuen uns sehr, dass es nach der Winterpause wieder losgeht und dass wir endlich vor unserem heimischen Publikum zeigen können das auch in dieser Saison mit uns zu rechnen ist.“

Bereits in der ersten Partie musste Coach Neubauer auf Neuzugang und Stammspieler Rico Horlbeck verzichten, der sich im letzten Spiel gegen Brandenburg eine Sperre einhandelte. Sein Verlust wurde durch Alexander Kaminke aufgehoben der mit in Neubauers Stammsechser rutschte. Um 16.00 Uhr wurde vor über 120 Zuschauern die mit Spannung erwartete Partie gegen die Wasserfreunde Spandau 04 II angepfiffen. Die Jungs rund um Kapitän Stephan Roßner fanden nur schlecht ins Spiel. Nach etwa einer Spielminute gingen die Gäste in Führung. Auch im weiteren Verlauf des ersten Viertels gelang den Plauener bis auf eine gut herausgespielte Überzahlsituation und wenige unverwandelte Großchancen, nicht viel Sehenswertes.

Neubauer nach den ersten acht Minuten: „Unser Spiel war im Angriff von Unkonzentriertheiten gekennzeichnet und in der Verteidigung ließen wir unseren Gegnern zu viel Raum.“ Dadurch gelangen den Berlinern zwei weitere Tore sodass die Teams mit 1:3 in die erste Viertelpause gingen. Auch im Zweiten und zu Beginn des dritten Spielabschnitts schien sich im Spiel der Plauener nichts zu ändern. Die Spandauer, deren Mannschaft größtenteils aus A beziehungsweise aus B- Jugend- Spielern besteht, waren erstaunlich oft in der Lage gegen die Gastgeber Konter zu schwimmen. Dadurch zogen Sie Mitte des dritten Viertels bis auf 2:7 davon. Neubauer zum Fünf-Tore-Rückstand: „Wir konnten die Fehler aus dem ersten Viertel nicht abstellen. Eine so junge und unbeschwerte Mannschaft wie die Spandauer nutzen jede kleinste Unkonzentriertheit aus um uns auszukontern. Die sind sehr schnell und gut aufeinander angestimmt sodass wir uns keine weiteren Fehler erlauben konnten.“

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Als noch etwa 13 Minuten zu spielen waren begann Spielmacher Alexander Fritzsch mit der Aufholjagt. Er schoss den Anschlusstreffer zu 3:7 und leitete dadurch die Wende im Spiel ein. Durch konsequente Verteidigungsarbeit und konzentrierte Torabschlüsse kämpften sich die Gastgeber drei Minuten vor dem Schlusspfiff bis auf 11:11 heran. Nun begann die wohl spannendste Schlussphase der Saison. Beide Mannschaften kämpften um den Sieg bis es 23 Sekunden vor Schluss 13:13 stand. Bei beiden Teams lagen die Nerven blank sodass in den letzten 6 Sekunden gleich drei Spandauer das Wasser verlassen mussten. Doch den Plauenern lief die Zeit davon sodass es beim 13:13 unentschieden blieb. Neubauer zum Spiel: „ Am Anfang machten wir uns das Leben selbst schwer. Doch ich bin sehr stolz auf die Jungs, da sie auch bei einem so großen Rückstand an sich glaubten und das Spiel nicht aufgaben. In der Mannschaft steckt so viel Moral und Kampfgeist das wir die ersten zwei Viertel schnellstmöglich abhacken müssen und uns auf die zweite Begegnung konzentrieren sollten.“

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Am Sonntag um 11.00 Uhr wurde die Partie zwischen dem SVV und der SG Neukölln begonnen. Ähnlich wie die Spandauer setzten auch die Neuköllner viele Jugendspieler ein. Vor etwa 100 Zuschauern fanden die Schützlinge von Coach Neubauer am Sonntagvormittag gut ins Spiel. Die Gastgeber traten ruhig und konzentriert auf. Man hatte aus den Fehlern des Spandau-Spiels gelernt. Besonders auf die Verteidigung wurde großer Wert gelegt was zur Folge hatte, dass die Gäste bis zur Halbzeitpause nur viermal erfolgreich waren. Die Plauener hingegen trafen neunmal und gingen mit einem komfortablen 9:4 in die letzten beiden Spielabschnitte. Da tat sich besonders Spielmacher Alex Fritzsch hervor der mit insgesamt sieben Treffern erfolgreichster Werfer der Partie wurde. Das letzte Viertel war nur noch Formsache. Die Anzahl der Plauener Konter nahm zu und der Sieg war nie gefährdet. Neubauer: „ Mit diesem Spiel können wir zufrieden sein. Wir nutzten unsere Stärken und achteten auf unsere Fehlerschwerpunkte. Wir wollten vier Punkte holen und bekamen drei.“ Dadurch klettert der SVV Plauen in der Tabelle der zweiten Wasserballliga Ost auf den zweiten Tabellenplatz.

Am kommenden Wochenende findet die erste Runde des Ostdeutschen Wasserballpokals in Potsdam statt, wo die Vogtländer ihren nächsten Auswärtssieg einfahren wollen. (few)

2011-01-18

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