Plauen will Schwimmhalle Hainstraße abreißen

Fraktionen und Jupp gegen Pläne der Stadt

210110 Schwimmhalle HainstraPlauen will die alte Schwimmhalle an der Hainstraße abreißen. Bei Fraktionen des Stadtrates und dem Plauener Jugendparlament (Jupp) stoßen die Pläne auf heftige Kritik. Die Jugend in Plauen kommt zu kurz, meint das Jupp.

Die SPD/Grünen-Fraktion fordert die Stadtverwaltung auf, andere Möglichkeiten zu prüfen, um das Gebäude zu erhalten. Bereits im vergangenen Sommer habe man sich im Plauener Stadtrat mit Vertretern aus Stadt und Sport zusammengesetzt, um über eine Weiternutzung der Schwimmhalle Hainstraße zu diskutieren, heißt es in einer Mitteilung.

„Die SPD/Grüne – Fraktion steht für mehr Jugendbeteiligung ein. Ein Konzept des ‚Zwei plus Vier Verein‘ ist vorhanden und sollte von der Stadtverwaltung aufgegriffen werden. Zudem könnte die Hainstraße beispielsweise in die Landesgartenausstellung eingebunden werden und unter das Thema Jugendbeteiligung gestellt werden“, sagt Stadträtin Juliane Pfeil von der SPD/Grünen-Fraktion.

Viele verschiedene Pläne gab es für die Nachnutzung der Schwimmhalle in der Plauener Hainstraße. So war unter anderem auch einmal eine Eislaufbahn geplant.

Auch das Jugendparlament Plauen hatte ein großes Interesse daran, einen neuen Anlaufpunkt für Jugendliche einzurichten und zuletzt den „Zwei plus Vier Verein“ bei dessen Plänen die Unterstützung angeboten. „Wir finden es sehr schade, dass die ehemalige Schwimmhalle in der Hainstraße nun abgerissen werden soll und es zeigt einmal mehr, dass die Stadt die Chancen, um den Jugendlichen ein attraktives Leben in der Stadt zu bieten, nicht nutzt“, so Tim Rudolf, Vorsitzender des Jugendparlaments Plauen.

Plauen ist eine überalterte Stadt und man wird diesem Phänomen auch nicht entgegenwirken können, wenn man Projekte, die das soziale Leben der Jugendlichen fördern und eine sinnvolle Freizeitgestaltung bieten können, immer hinten anstellt. Bilder wie diese, dass sich Jugendliche nach der Schule am Tunnel bei einem Bier treffen und als Mutprobe vor die Straßenbahn laufen, müssen nicht sein. Eine Halle in bester Lage, wie es die in der Hainstraße ist, hätte solchen Bildern entgegenwirken können, meint das Jupp.

„Unser Apell geht also an die gewählten städtischen Vertreter, sich auch für die Belange der Plauener Jugend einzusetzen, um diesen ein attraktives Leben in unserer Stadt bieten zu können und hervorragende Möglichkeiten nicht immer verstreichen zu lassen, da das bisherige Freizeitangebot in der Stadt zu wünschen übrig lässt“, sagt Tim Rudolf. (mar/jupp/spd/grüne)

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2015-02-12

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