Kochwettbewerb der Sternquell Brauerei Plauen feiert Jubiläum

Sternquell unterstützt junge Leute, die Koch als Beruf erlernen

Anna Knorre: Man muss voll dahinter stehenDas sind die Teilnehmer des Finales des 25. Sternquell-Kochwettbewerbs. Eine junge Frau und drei junge Männer haben sich qualifiziert. Ihre Aufgabe: Ein „Überraschungsmenü anlässlich 25 Jahre Sternquell-Pokal“ in drei Gängen kreieren.

„Koch ist ein toller Beruf, in dem man kreativ sein darf, sich selbst verwirklichen kann und den Menschen durch die Zubereitung der Speisen Freude bereiten kann. Deshalb unterstützen wir mit diesem Wettbewerb junge Leute, die diesen Beruf erlernen möchten“, begründet Sternquell-Produktmanager Thomas Münzer das Engagement des Brauhauses.

Schon seit 1993 geben die Sternquell-Brauerei Plauen, die Fördergesellschaft für berufliche Bildung Plauen und das Berufliche Schulzentrum für Wirtschaft und Gesundheit „Anne Frank“ Kochauszubildenden aus dem 2. und 3. Lehrjahr mit dem Wettbewerb die Chance, ihr Können unter Beweise zu stellen. Rund 500 angehende Köche stellten sich seit 1993 der Jury. Für nicht wenige der Teilnehmer war der Wettbewerb Start für eine außergewöhnliche berufliche Entwicklung.

Für das 25. Finale haben sich Dustin Rupp von der Fördergesellschaft für berufliche Bildung Plauen, Sebastian Braun vom Hotel Am Kurhaus Bad Schlema, Julius Matthes von der Brasserie Forbriger in Reichenbach und Anna Knorre vom Best Western Hotel Am Straßberger Tor in Plauen qualifiziert. Am 16. März werden sie im Lehrhotel Auenstraße in Plauen unter den Augen der Jury an die Töpfe gehen. Außerdem zeigen Sven Peters und Louis Wassermeyer von der Berufsgenossenschaftlichen Bildungsstätte Jößnitz das Zusammenspiel von Meister und Azubi.

Anna Knorre: Man muss voll dahinter stehen

Noch herrscht eine Art Gelassenheit in der Küche des Best Western Hotels „Am Straßberger Tor“ in Plauen. Anna Knorre, Auszubildende im dritten Lehrjahr, gibt einer Kollegin aus dem ersten Lehrjahr den Tipp, ein großes Schneidbrett abzutrocknen, ehe es im Regal abgestellt wird. „Jetzt im dritten Lehrjahr haben wir schon Verantwortung bei der Ausbildung der jüngeren“, kommentiert sie.

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Doch dann tönt ein Ruf durch die Küche: „Noch 8 Minuten!“ Schon stehen alle auf ihren Plätzen, Töpfe und Pfannen werden zurecht gerückt, Tabletts zum Überbacken in den Ofen geschoben, Teller bereitgestellt. Man sieht, dass Chefkoch Steffen Gruner seine Azubis in dem 4-Sterne-Haus fördert und fordert. Zu seiner Ausbildung gehört auch, dass sich die Azubis am Sternquell-Kochwettbewerb beteiligen. Anna Knorre hatte bereits im Vorjahr am Sternquell-Kochwettbewerb teilgenommen und es sogar ins Finale geschafft. „Es ist die beste Vorbereitung auf die Prüfung und eine Herausforderung an mich selbst. Schön, wenn dabei was rauskommt“, so die 20-Jährige. Die gebürtige Oelsnitzerin lebte lange in Leipzig. Wegen der Ausbildung ist sie nach Plauen gekommen.

Man merkt ihr an, dass sie mit ihrem Menü die Jury überzeugen will. Einzige Vorgabe: Einer der drei Gänge soll mit einer Sternquell-Spezialität verfeinert werden. „Die Linie steht schon, Feinheiten will ich mit dem Chef noch besprechen“, mehr verrät sie nicht.

Anna räumt ein, dass sie den Wettbewerb ständig im Hinterkopf hat, schließlich will sie das Beste geben. „So wie man in der Gastronomie immer das Beste geben muss. Bevor ich nicht zufrieden bin, geht nichts raus“, formuliert sie als Anspruch an die eigene Arbeit. Nach kurzem Überlegen fügt sie hinzu: „Wer sein Hobby zum Beruf macht, muss voll dahinter stehen.“

Bild: Anna Knorre aus dem Best Western Hotel Am Straßberger Tor in Plauen hat bereits zum zweiten Mal des Sprung ins Finale des Sternquell-Kochwettbewerbs geschafft. 

Dustin Rupp: Viele verschiedene Dinge probieren

„Weil ich so viele verschiedene Dinge ausprobieren kann“, lautet die schnelle Antwort von Dustin Rupp auf die Frage, warum er Koch werden möchte. „Das Essen ist natürlich auch wichtig“, fügt er lachend hinzu. Der Plauener absolviert im zweiten Jahr seine Ausbildung im Lehrhotel Auenstraße der Fördergesellschaft für berufliche Bildung. Dieses „Ausprobieren können“ ist bei ihm auch der Grund, warum er sich in diesem Jahr für den Sternquell-Kochwettbewerb gemeldet hat.

Dustin Rupp: Viele verschiedene Dinge probierenNach der Hauptschule hatte er eigentlich eine Lehre im Hoch- und Tiefbau begonnen, musste aber passen, weil die Sonne bei der Arbeit im Freien seiner Haut zu sehr zusetzte. So startete er eine berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme und dann die Lehre als Koch. „Ich bin ganz großer Fan von Fingerfood, setzte dabei gerne Sachen ein, die nicht jeder kennt“, beschreibt er eine Leidenschaft mit Zukunftsplänen. „Nach der Lehre möchte ich mit einem Freund gerne ein Restaurant eröffnen, in dem es nur Fingerfood gibt.“

Um sich darauf vorzubereiten, kocht er auch in seiner Freizeit, nicht nur zuhause. „Ich helfe immer mal wieder im Hotel Alexandra in Plauen“, berichtet er. Ist dann noch Zeit, dann ist er gern auf seinem BMX-Rad unterwegs.

Doch momentan konzentriert er sich auf das Koch-Finale. Was der angehende Koch den Gästen und der Jury servieren will, steht schon fest. Im Hauptgericht seines dreigängigen „Überraschungsmenüs anlässlich 25 Jahre Sternquell-Kochpokal“ möchte er wie gefordert eine der Sternquell-Spezialitäten einsetzen. „Alle Zutatensind sogar schon bestellt“, sagt Dustin Rupp stolz. Mehr möchte er aber nicht verraten. Eins steht fest, ohne die Unterstützung seines Lehrhotels und besonders seiner Ausbilderin Ines Schatz wäre Dustin noch nicht so weit in seiner Planung. Dafür ist er ihnen sehr dankbar.

Übrigens: Das Finale findet kurz nach dem 19. Geburtstag von Dustin Rupp statt. Vielleicht kann er sich ja selbst ein Geburtstagsgeschenk zubereiten.

Bild: Im Lehrhotel der Fördergesellschaft für berufliche Bildung Plauen bereitet sich Koch-Azubi Dustin Rupp auf das Finale um den 25. Sternquell-Kochpokal vor. 

Sebastian Braun: Kochen ist meine Leidenschaft

„Koch ist kein Beruf, das ist Leidenschaft. Dies habe ich zu meinem damaligen Küchenchef gesagt, als er mich fragte, warum ich Koch werden möchte“, erzählt Sebastian Braun. Dass dies nicht nur schöne Worte sind, spürt man, wenn man dem 18jährigen zuschaut, wie er in der Küche des Hotels Am Kurhaus in Bad Schlema die Speisen zubereitet. In diesem Vier-Stern-Haus absolviert Sebastian seine Ausbildung und leitet auch schon die jüngeren Azubis an.

Sebastian Braun: Kochen ist meine Leidenschaft„Ich suche die Herausforderung, will zeigen, was ich kann“, begründet Sebastian seine Teilnahme. Zuhause ist der künftige Koch in Neustädtel bei Schneeberg, dort ist auch sein Berufswunsch entstanden. „Ich habe oft gemeinsam mit meinem Papa gekocht“, sagt er in seiner ruhigen Art. Dann fügt er hinzu: „Der Umgang mit frischen Lebensmitteln, Geschmack optisch umsetzen, dazu die Organisation, die Zusammenarbeit im Team, das alles gefällt mir am Beruf.“

Da es nicht nur sein Beruf ist, sondern eben seine Leidenschaft, kocht er nicht nur im Hotel, sondern auch in der Freizeit. Seine Eltern und auch seine Freundin dürfen sich darüber freuen. „Meine Freundin kennt meinen Dienstplan, richtet sich darauf ein, so dass wir viel Zeit zusammen verbringen können“, entgegnet Sebastian auf die Behauptung, dass sein künftiger Beruf schwierig für die Organisation der Freizeit ist. An der Stelle trennt sich auch die Spreu vom Weizen, was echte Freunde betrifft. Die nehmen sich Zeit, um gemeinsam etwas zu unternehmen, weiß er aus Erfahrung.

Sicher werden Freundin, Freunde und Familie auch am 16. März die Daumen drücken, wenn Sebastian Braun im Finale des 25. Sternquell-Kochwettbewerbs sein Können unter Beweis stellen möchte. „Ich denke an eine Reise durch die internationale Küche“, verrät er. Da lässt sich auch, wie gefordert, in einen der drei Gänge seines Menüs gut eine Sternquell-Spezialität einbauen. Im Vorfeld kann er auch auf seinen Küchenchef bauen. „Er steht mir mit Rat und Tat zur Seite, das weiß ich sehr zu schätzen.“

Bild: Rumpsteak auf Gemüsebett an Kartoffel-Gratin, dazu Trüffeljus, das ist eines der Gerichte, das Sebastian Braun für die Gäste im Hotel Am Kurhaus in Bad Schlema zubereitet.

Julius Matthes: Gut Kochen ist auch Selbstbestätigung

In der Brasserie Forbriger in der Reichenbacher Marktstraße steht Julius Matthes nicht nur in der Küche, wo er sein zweites Lehrjahr absolviert. Ab und an geht er auch durch das gemütliche Café. „Ich will sehen, ob es den Gästen schmeckt“, sagt er.

Julius Matthes: Gut Kochen ist auch SelbstbestätigungAm 16. März wird es aber wichtig sein, dass nicht nur die Gäste zufrieden sind, sondern auch die Jury beim Finales des Sternquell-Kochwettbewerbs. Für den 21-jähigen geht es nicht nur um den olympischen Leitspruch „Dabei sein ist alles“. „Es muss schon was rausspringen, zumindest eine gute Bewertung. Ich möchte wissen, wie meine Arbeit von den Gästen und der Jury eingeschätzt wird“, zeigt er sich ehrgeizig.

Dass es beim Finale stressig zugehen wird, das stört ihn nicht, im Gegenteil: „Stress ist das, was mir am Beruf des Kochs gefällt. Ich bin der Ansicht, dass man in der Arbeit um Erfolg kämpfen muss, um vorwärts zu kommen, etwas selbst produzieren zu können“, so der begeisterte Volleyballer bei der WSG Reichenbach.

Julius Matthes möchte nach der Ausbildung etwas Eigenes aufbauen. „Ich bin in der Gastronomie groß geworden. Mein Patenonkel hatte eine Gaststätte. Selbst habe ich jahrelang im Service gearbeitet“, erzählt er. Also hat er überlegt, was er für das eigene Restaurant noch lernen muss – kochen. So begann er die Kochlehre. „Für mich ist das ein Handwerk, das man nur beherrschen kann, wenn man ein gewisses Grundverständnis dafür hat.“ Außerdem geht er gerne essen, schaut sich in den Gaststätten um, wie man dort die Gerichte zubereitet.

Die Küche der Brasserie Forbriger bietet ihm beste Möglichkeiten. „Wir arbeiten mit absolut frischen Zutaten, zerlegen frische Schweinehälften. Rund 25 Filialen beliefert werden, dies erfordert eine absolute Organisation“, schildert er seine Arbeit und lobt die Ausbilder, die ihn nicht nur einbeziehen, sondern auch Verantwortung übertragen.

Sie helfen ihm auch vor dem Sternquell-Pokalfinale. Er weiß schon, wie sein Dreigang-Menü aussehen soll, die geforderte Sternquell-Spezialität wird er im Dessert einsetzen. In der Firma und zuhause will er das Menü auf alle Fälle zur Probe schon mal zubereiten.

Bild: Frische Zutaten verarbeiten zu können, das gefällt Julius Matthes in der Küche der „Brasserie Forbriger“ in Reichenbach.

Louis Wassermeyer und Sven Peters sind ehemalige Teilnehmer

Meister und Azubi stellen sich gemeinsam der Herausforderung

Louis Wassermeyer und Sven Peters sind ehemalige Teilnehmer des Sternquell-Kochwettbewerbs. Das Schicksal führte beide beruflich zusammen: Louis Wassermeyer ist Koch-Auszubildender in der Berufsgenossenschaftlichen Bildungsstätte Jößnitz; Sven Peters sein Ausbilder. Zum 25. Jubiläum des Sternquell-Kochwettbewerbs haben sie sich etwas Besonderes einfallen lassen: Neben den vier Azubis, die sich beim Vorausscheid qualifiziert haben, werden sie gemeinsam kochen und so das Zusammenspiel von Meister und Azubi den geladenen Gästen zeigen.

Louis Wassermeyer und Sven Peters Sven Peters nahm 2004 und 2005 als Koch-Azubi der Bildungsstätte erfolgreich am Sternquell-Kochwettbewerb teil. „Der Wettbewerb war hilfreich in meiner beruflichen Entwicklung“, schätzt der inzwischen 31-Jährige ein. Stationen waren beispielsweise das 5-Sterne-Schloss-Hotel Bühlerhöhe Baden-Baden, europaweites Catering unter anderem bei der Formel 1 und bei der 4-Schanzen-Tournee für Käfer München, später im Kreuzfahrtgeschäft bei AIDA im Gourmetrestaurant „Rossini“. Inzwischen hat der Reichenbacher seinen Meisterbrief. Zurück in seinem Ausbildungsbetrieb arbeitet er nun als 2. Küchenchef und bildet zugleich Lehrlinge aus. Außerdem war er in den letzten Jahren auch Jurymitglied beim Sternquell-Kochpokal. „Der Wettbewerb ist in unserem Haus ein Stück Tradition. Dass ich jetzt selbst noch einmal mit koche, sehe ich als Herausforderung, Die Erwartungshaltung an einen selbst ist sehr hoch“, so Sven Peters.

Louis Wassermeyer hatte sich erst im vergangenen Jahr erfolgreich ins Finale gekocht. „Es ist etwas ganz Besonderes. Auch wenn wir außer Konkurrenz kochen, ich weiß, was ich letztes Jahr geleistet hatte und möchte das natürlich übertreffen. Gleichzeitig freue ich mich, dass ich mich gemeinsam mit Herrn Peters ausprobieren kann“, begründet der 20-Jährige seine Teilnahme. Und er stimmt seinem Ausbilder zu, dass es auch eine hervorragende Möglichkeit ist, sich auf die anstehende Prüfung vorzubereiten. Was der Nachwuchskoch nach seiner Ausbildung plant? „Ich werde auf alle Fälle erstmal hier in der Region bleiben“, schaut Louis Wassermeyer auf seine Zeit nach der Ausbildung.

Einig sind sie sich, welche Sternquell-Spezialität sie wie gefordert in einem der drei Gänge einsetzen wollen. Sternquell-Schwarzbier wird es im Hauptgang sein, mehr verraten sie noch nicht.

„Für die angehenden Köche und sicher auch für geladenen Gäste wird es interessant sein, wie Meister und Auszubildender zusammen arbeiten. Da der dritte Gang des Menüs als Omlette Surprise direkt vor den Gästen zubereitet werden soll, kann man das genau beobachten. Und es entspricht seit 25 Jahren dem Anliegen des Sternquell-Kochpokals, Auszubildende und Ausbilder zu fördern“, sagt Sternquell-Produktmanager Thomas Münzer.

Bild: Sven Peters (links) und Louis Wassermeyer kreieren in der Küche des Berufsgenossenschaftlichen Bildungszentrums Jößnitz ein Dessert mit selbstgemachtem Eis. (mar, text & fotos: brand-aktuell)

Anna Knorre gewinnt Sternquell-Pokal

Siegerehrung beim 25. Sternquell-Kochwettbewerb

Siegerehrung beim 25. Sternquell-Kochwettbewerb (von links): Dustin Rupp, 3. Platz, Sternquell-Geschäftsführer Jörg Sachse, Annett Schmidt, Geschäftsführerin Fördergesellschaft für berufliche Bildung Plauen-Vogtland e.V., Kochpokal-Siegerin Anna Knorre, Sebastian Braun,2. Platz, Julius Matthes, 3. Platz. Foto: Sternquell / Karsten Repert

2018-03-14

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