Anzeige
Plauen Nachrichten VOGTLAND TV

Haselbrunn: Umbau des Rückertplatzes in Plauen hat begonnen

Mehr Platz zum Verweilen, sicherere Wege für Kinder

Mit einem feierlichen Spatenstich haben die Arbeiten begonnen. Die Stadt will den Platz in Haselbrunn bis Ende 2027 aufwerten.

Der Rückertplatz ist für viele Menschen in Haselbrunn ein vertrauter Ort. Seine alten Bäume prägen das Bild, doch es fehlen attraktive Plätze zum Verweilen und sichere Verbindungen zu den Einrichtungen ringsum. Besonders die Rückertstraße trennt derzeit das Schulgelände vom Park. Das soll sich mit der Neugestaltung ändern.

Rückertplatz soll wieder stärker zum Treffpunkt werden

Oberbürgermeister Steffen Zenner, Bürgermeisterin Kerstin Wolf und Bürgermeister Tobias Kämpf haben gemeinsam mit Anwohnern und Baubeteiligten den offiziellen Start der Arbeiten am Rückertplatz begleitet.

Anzeige

Die Stadt möchte dem Platz eine klarere Struktur geben und ihn besser mit seinem Umfeld verbinden. Kinder und Jugendliche sollen ihn ebenso wie Anwohnerinnen und Anwohner wieder gern in ihrer Freizeit nutzen können. Ein wichtiger Teil der Planung ist die Verkehrssicherheit: Die Rückertstraße bildet bislang eine Barriere zwischen Schule und Park und ist zu Stoßzeiten stark befahren.

Für die Umgestaltung sind rund 835.000 Euro vorgesehen. Davon sollen etwa 626.000 Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und rund 125.000 Euro aus dem Städtebauförderprogramm „Wachstum und Erneuerung“ (WEP) kommen. Der Eigenanteil der Stadt liegt bei etwa 83.500 Euro. Die Arbeiten sollen im vierten Quartal 2027 abgeschlossen sein.

Weitere Investitionen in Haselbrunn und im Dobenauareal

Der Rückertplatz ist Teil eines größeren Fördergebiets. Für die Entwicklung von Haselbrunn und dem Dobenauareal stehen nach Angaben der Stadt von 2021 bis 2027 insgesamt rund 15,2 Millionen Euro aus Förderprogrammen und städtischen Mitteln zur Verfügung. Der Eigenanteil Plauens beträgt etwa 2,4 Millionen Euro. Nach Vorgabe des Fördermittelgebers müssen die Maßnahmen bis Ende 2027 abgeschlossen sein.

Anzeige

Friedrich-Rückert-Oberschule: Das denkmalgeschützte Schulgebäude wird seit April 2026 saniert und energetisch verbessert. Geplant sind unter anderem Arbeiten an Dach, Fassade, Fenstern und Haustechnik sowie eine Wärmepumpe, eine Photovoltaikanlage, erneuerte Sanitäranlagen und die Sanierung des dritten Obergeschosses. Die geplanten Gesamtausgaben liegen bei rund 6,5 Millionen Euro.

Freizeitanlage Syratal: Das Bahnhofsgebäude und der Lokschuppen sollen saniert werden; hinzu kommen eine neue Toilettenanlage und Verbesserungen an Spielplatz, Festwiese und Bahnhofsumfeld. Auch die Bahnbrücke wird saniert und marode Schwellen werden ausgetauscht. Für die Arbeiten sind rund 1,73 Millionen Euro vorgesehen, der Abschluss ist für Dezember 2027 geplant.

Markuskirchplatz: Der denkmalgeschützte Platz soll seinen historischen Charakter behalten und zugleich mehr Möglichkeiten für Aufenthalt, Freizeit und Begegnung bieten. Die Stadt rechnet mit einem Abschluss Ende 2026.

Rückert-Hort: Die Sanierung soll den hohen Energieverbrauch des Gebäudes senken und die Räume für die Kinder verbessern. Ein zweiter Rettungsweg soll zudem die uneingeschränkte Nutzung des Obergeschosses ermöglichen. Der Abschluss ist für das erste Quartal 2027 vorgesehen.

Schulgarten der Friedrich-Rückert-Grundschule: Ab März 2027 soll der Garten in Abstimmung mit der Schule neu gestaltet werden. Er soll den Kindern weiterhin Raum geben, Pflanzen und Natur im Schulalltag unmittelbar kennenzulernen; fertig werden soll er im August 2027.

Anzeige

Klimainseln: An der Herderstraße, der Max-Planck-Straße und der Dobenaustraße sind neue Pflanzungen vorgesehen. Bäume, Sträucher und Stauden, die Hitze und Trockenheit vertragen, sollen die Bereiche an warmen Tagen aufwerten. Bis November 2027 sollen die Pflanzungen abgeschlossen sein.

Markuskeller: Die Sanierung des Begegnungszentrums ist bereits abgeschlossen. Unter anderem wurden die Küche und Nebenräume erneuert, ein Ausgabetresen geschaffen und Zugänge sowie die Sicherung des Geländes verbessert.

Zusätzlich plant die Stadt einen neu gestalteten Geh- und Radweg von der Dobenaustraße entlang der Freizeitanlage bis zur Hainstraße. Bei laufenden Bauvorhaben sollen außerdem regenerative Energiequellen integriert werden, etwa Photovoltaikanlagen auf der Oberschule und dem Bahnhofsgebäude der Parkeisenbahn.

Anzeige