Hans Löwel soll in Plauen seine Straße bekommen

Edith Löwel Der geborene Plauener Hans Löwel machte sich nach dem Zweiten Weltkrieg als Textilkaufmann selbstständig und wurde bundesdeutscher Generalvertreter der Plauener Textilerzeugnisse.

Der gelernte Maschinenbauer starb 1996 in Bamberg. Kurz vor seinem Tod gründete er mit seiner Frau Edith, einer Schauspielerin, die Hans-Löwel-Stiftung und stattete diese mit mehreren Millionen D-Mark aus. Gewisse Anteile der Zinserträge gehen an die Stadt Plauen und auch an das Plauener Theater.

Durch Stiftungsgelder konnten gleichzeitig das Projekt Weißbachsches Haus und der neue König-Albert-Brunnen auf dem Plauener Altmarkt unterstützt werden.

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Nun entbrennt im Stadtrat eine Diskussion um eine Straßenumbenennung zu Ehren von Hans Löwel. Von der CDU-Fraktion kam vor einiger Zeit der Vorschlag die Turnstraße, an welcher de facto keine Häuser liegen, in Löwelstraße umzubenennen. Dies wurde vom Stadtarchiv und weiteren Experten abgelehnt, da Plauen Mitte des 19. Jahrhunderts die Geburtsstadt der Sächsischen Turnerbewegung war und damit auch zum politischen Aufbruch, welcher in der Revolution 1848 kulminierte, beitrug.

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Vereinzelt bezeichneten CDU-Politiker die führenden Köpfe der Plauener Turnervereinigung darunter auch Otto Leonhard Heubner als Antisemiten und möchten die Straßenumbenennung in der nächsten Zeit durchbringen. Einig sind sich die Entscheidungsträger, dass Hans Löwel in irgendeiner Form geehrt werden muss. (ce)

Foto: Edith Löwel, die Witwe von Hans Löwel, rechts Lutz Behrens vom Vogtland Theater.

Bildquelle: www.theater-plauen-zwickau.de

28.09.2008

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