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Grandiose Saison für Plauener Bundesliga-Wasserballer

Schlussmann Richard Noack verlässt den SVV Plauen

Die letzten Bundesligaspiele der DWL-Saison waren im Plauener Stadtbad ein echtes Highlight. Am Samstag und Sonntag wurde neben der U15 Vorrunde zur Ostdeutschen Meisterschaft das DWL- Platzierungsturnier um die Plätze 9-12 ausgetragen. Vor vollen Rängen kämpften Plauen, Potsdam, Krefeld und Neustadt/Weinstraße um die Platzierungen in der Abschlusstabelle der DWL.

In der Eröffnungspartie trafen die Hausherren am Samstag auf den OSC Potsdam und konnten sich mit einem sensationellen 13:8- Erfolg (4:2; 1;2; 3:3; 5:1) gegen die Brandenburger durchsetzen. Dank einer starken Leistung und eines noch stärkeren Stepan Rezek war der Sieg gegen des OSC nie gefährdet.

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In der zweiten Begegnung des Final-Four-Turnieres stellte sich der SC Neustadt durch den knappen 8:7-Sieg ( 3:2; 2:3; 2:2; 1:0) gegen des SV Krefeld als Gegner der Plauener im Spiel um Platz Neun heraus. In den Begegnungen am Sonntag konnten sich zunächst die Westfahlen in einem weiteren knappen Spiel mit 12:11(2:3; 4:2; 1:5; 4:2) gegen des OSC Potsdam durchsetzten und Tabellenplatz elf sichern. Die Spannung erreichte jedoch im Spiel um Platz Neun Ihren absoluten Höhepunkt. Nach der regulären Spielzeit trennten sich Plauen und Neustadt 8:8. Somit musste der Sieger durch 5m-Schießen ermittelt werden. Rund 400 Zuschauer bangten zusammen mit den Schützen um jedes Tor. Auch nach sechs Versuchen und etlichen Paraden von Schlussmann Mattias Schädlich behielten die Gastgeber die Nerven, sodass es am Ende 12:11 (4:2; 0:3; 2:2; 2:1) für die Plauener stand.

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Stepan Rezek erzielten auch diesen spielentscheidenden Treffer. Dank dieser grandiosen Leistung konnte das Team von Trainer Jörg Neubauer nicht nur die Klasse halten, sondern sogar Platz Neun auf dem DWL-Abschlusstableau einnehmen und sich als Aufsteiger gegen fast alle Teams der Gruppe B durchsetzten. Trainer Jörg Neubauer: „Uns hat gegen Neustadt die Konsequenz im Abschluss gefehlt. Gegen Potsdam konnten wir viele schöne Chancen verwerten, gegen Neustadt gelang uns das aufgrund des starken Torhüters und der aggressiven Pressdeckung der Gegner nicht. Der Krimi des 5m-Schießens war sicherlich für alle Beteiligten eine nervliche Zerreißprobe, mit gelungenem Ausgang.“ so der Coach.

Centerspieler Christian Schneider nach dem Spiel gegen Neustadt: “Leider konnten wir gegen Neustadt nicht so souverän auftreten wie gegen die Potsdamer am Vortag. Wenn wir in der regulären Spielzeit nicht so viele Chancen liegen gelassen hätten, hätten wir das 5m-Schießen sicherlich vermeiden können. So wurde es im letzten Saisonspiel noch einmal richtig spannend. Großes Kompliment gilt dabei unseren Torhütern die uns einen sehr starken Rückhalt gegeben haben.“

Nun führen die Plauener die DWL B-Gruppe an, was zu Beginn der Saison keiner für möglich gehalten hätte, verrät Mannschaftskapitän Stephan Roßner: „Am Anfang der Saison waren viele skeptisch, als wir beschlossen hatten uns als SVV Plauen in die Wasserball Bundesliga zu wagen. Heute wissen wir, dass es die richtige Entscheidung war. Zusammen mit unseren Fans und dem ‚Freundeskreis der Wasserballer‘ haben wir Wasserball in Plauen zu einer festen Größe gemacht. Das wir dann zu den neun besten Teams in Deutschland gehören hat aber alle Erwartungen übertroffen. Wir freuen uns jetzt schon auf die nächste Saison.“

Doch im SVV-Kader wird es Veränderungen geben. Besonders auf der wichtigen Torhüterposition. Schlussmann Richard Noack wird den SVV in der kommenden Saison berufsbedingt verlassen. Noack:

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„Als Torhüter konnte ich bislang in mehreren erstklassigen Vereinen spielen. Dennoch hat in keinem Verein so viel Spaß gemacht wie in Plauen. Nicht nur das Team sondern der gesamte Rahmen, also Trainer, Funktionäre und Fans des SVV sind etwas Besonderes.“

Auch seine Keeper-Kollege Franz Koß verlässt den SVV. Zusammen mit Linkshänder Tobias Schaufel wechselt er zu den „Barracudas“ nach Nürnberg. Beide können aus beruflichen Gründen dem SVV nicht die Treue halten. Schaufel, der seit der D-Jungend die Badehose für den SVV Plauen schnürt beschreibt: „Berufliches und den Leistungssport zu verbinden ist immer sehr schwer. Wir trainieren immer auf sehr hohen Niveau was mir derzeit nicht mehr möglich ist. Unsere Nachwuchsspieler leisten mittlerweile sehr gute Arbeit und verbessern sich ständig. Dennoch fällt der Abschied sehr schwer.“ Alle drei Akteure hatten bekamen am Wochenende die Chance sich vom Publikum zu verabschieden.

Diese Abgänge stehen bereits fest, aber es bleiben noch viele Fragen im zukünftigen Kader offen, verrät der Coach: „Bis zur kommenden Saison sind noch einige Monate Zeit. Unsere ausländischen Spieler fühlen sich in Plauen sehr wohl und haben angekündigt auch in der kommenden Spielzeit für den SVV in das Wasser zu steigen zu wollen. Auch Torhüter Matthias Schädlich, der im letzten Jahr aus Zwickau kam, hat unser vollstes Vertrauen. Über anderweitige Neuzugänge können wir derzeit aber noch nichts sagen.“

Rückblickend hat der Schwimm-Verein „Vogtland“ in der vergangenen Saison eine grandiose Leistung abgeliefert. Trainer Jörg Neubauer ist zurecht stolz auf sein Team: „Nach den ersten Spielen und den damit verbundenen Niederlagen mussten wir erfahren wie hart der Kampf in der ersten Liga ist. Dennoch haben die Jungs nie aufgegeben und dadurch eine tolle Entwicklung erfahren.

Maßgeblich für dieses Selbstvertrauen war sicherlich auch die Kulisse vor der wir unsere Heimspiele austragen durften. Die Fans, die jedes Spiel auf der Tribüne des Stadtbades standen und sich über die Tore freuten, beflügelten die Spieler und gaben einen großen Rückhalt. Auch die angereisten Vereine hatten sich trotz der weiten Anreise immer auf das Gastspiel in Plauen gefreut. Das macht uns ebenso stolz wie die gute Platzierung in der Abschlusstabelle.“

Nun haben die SVV Spieler eine lange Sommerpause vor sich, wo auch das ein- oder andere Vorbereitungsturnier gespielt werden soll. (few)

2014-05-19

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